Der Kernkraft-Ingenieur und Achgut.com-Autor Manfred Haferburg erklärt im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich, was genau bei der Nuklearkatastrophe in Japan heute vor zehn Jahren passiert ist, welche Fortschritte die Sicherheitstechnik seither gemacht hat, warum andere Länder nicht wie die deutschsprachigen aus der Atomtechnik aussteigen und wie die Zukunft moderner Reaktoren aussehen könnte.
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Ich wollte schon immer einen „Richtigen“ folgende Frage stellen. So wie ich das verstanden habe, nach dem Tsunami wurden die Gebäuden überflutet, es trat keine Radioaktivität aus, Gelände wurde nicht verseucht, die Batteriebetriebene Notkühlung hat einwandfrei funktioniert. Erst nach einer Woche waren die Batterien leer und es kam dann zu den Explosionen. Ich frage mich warum hat Tepco nicht eine Notstromversorgung in der Zeit nicht eingeflogen hat? Ein Stromgenerator mit ein paar dutzend MW ist nicht großer als ein LKW. Die Militärhubschrauber sind sogar ABC geschützt. Das Risiko war überschaubar und freiwillige gäbe es bestimmt genug.
Hochinteressant! Ich danke für diesen Beitrag!
Ein sehr hörenswertes Gespräch mit äußerst wichtigen und verständlich dargestellten Erläuterungen, die die Wissenslücken durch einseitige Berichterstattung der MSM auffüllen konnten. Leider wird sich die Vorstellung von über 14000 Toten durch den Reaktorunfall mit Hilfe der medialen Katastrophenberichte weiter im Bewusstsein der Menschen hier halten, da diese vermeintlichen Toten mit die Grundlage unserer hastig herbeigeführten und zum Scheitern verurteilten Energiepolitik bildet.
Ganz tolle Ausgabe, Dank an beide! Ich habe zwei technische Berufsabschlüsse und genieße es, wenn ein Techniker spricht (und denkt). Das i-Tüpfelchen der Authentizität ist dann letztlich ein wohlvertrauter Dialekt bei Manfred Haferburg…;-)
Top! Trauen Sie sich so eine Diskussion mit einem Kernkraftgegner zu? Oder hat es schon vergebliche Bemühungen dazu gegeben?
Herr Haferburg, ich habe erst vor wenigen Wochen ihr Buch „Wohnhaft“ gelesen. Selbst ehemaliger DDR- Bürger, bin ich von Ihrer Biographie, Ihren Erlebnissen, Ihren Leistungen, Ihren Leiden sehr bewegt. Beeindruckt hat mich Ihr Leidensweg durch „sozialistische“ Gefängnisse in der CSSR und der DDR. Am 31.12, 1978 hatte ich Bereitschaftsdienst in einem Betrieb einer sächsischen Großstadt und habe den Blackout – den Sie in Ihren Buch beschreiben – und dessen Folgen hautnah erlebt. Mein Respekt für Ihren Einsatz damals. Auch ich halte den Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland für einen Fehler. Hoffentlich bleiben mir solche Erlebnisse wie 1978 im Alter erspart. Ihr sachliches, unaufgeregtes Gespräch mit Herrn Müller- Ullrich war für mich sehr informativ und anregend. Ihnen die besten Wünsche!
Das war ein sehr, sehr interessantes Gespräch. Und für den Laien sehr gut erklärt. Schade nur, daß man so etwas nur hier bei Achgut hören kann. Sowas müßte eigentlich in Schulen zum Lehrstoff gehören. Oder auch mal beim ÖRR zu sehen oder zu hören sein. Träumen kann man ja mal, oder?