indubio / 07.03.2021 / 10:00 / 48 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 107 – Die Richtigmacher sind unter uns

Indubio erscheint ab sofort – und auf vielfachen Wunsch – schon ab 10 Uhr am Sonntag. Rechtzeitig zum Frühstück. Heute: Der Psychologe und Politologe Alexander Meschnig und der Literaturkritiker Walter van Rossum diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die Strahlkraft des Sozialismus, über Identitäts- und Gendersprech sowie über die perverse Sinnstiftung, die der Corona-Gehorsam den braven Bürgern beschert. 

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Detlef Wilke / 07.03.2021

Ich will ja keine Namen nennen, aber das war schon streckenweise sehr wirr und mächtig an der Realität vorbei. Schade, gleicht aber das Blasenkonto aus, also auch mal die andere Seite anhören.

Rudi Knoth / 07.03.2021

Bei dem Wort Freiheit und dessen unterschiedliche Auslegung fällt mir ei Witz aus der Zeit des Kalten Kriegs ein. Frage, wie kann man am Brandenburger Tor auf beiden Seiten das Wort “Freiheit” rufen, ohne Probleme zu bekommen? Antwort:” Man muss es in Richtung des Brandenburger Tors zur andere Seite rufen”.

A. Ostrovsky / 07.03.2021

Ich verstehe das Problem nicht. Die Gender-Gaga-Speeaker können doch die deutsche Sprache nicht gefährden. Sie sprechen Gender-Gaga, kein Deutsch. Das kann doch auf mich keinen Einfluss haben, außer dem, dass ich irgendwann mal sage “ich weiß nicht, was du mir mitteilen willst, ich verstehe das nicht. Kannst du auch Deutsch (oder wahlweise Englisch, Italienisch, Französisch, Niederländisch, ...)” ich kann mich doch immer auch abwenden. Man muss diesen verquollenen Blödsinn nicht verstehen und erst recht nicht sprechen. Was wollen die denn machen, wenn man einfach sagt “Ich verstehe Dich nicht”? Es lohnt sich auch nicht, in das Labyrinth der Gender-Logik einsteigen zu wollen, weil dort kein Sinn ist. Est ist nur Rauschen, Rumpeln, Prasseln.

FriedrichLuft / 07.03.2021

Walter van Rossum ist auf seine Art ähnlich unerträglich wie Matthias Matussek. In seiner ganzen Intellektualität furchtbar einfältig. Ich habe mir als Homosexueller jetzt die ganze Zeit vorgestellt, in welcher zivilen Situation es mir passiert ist, dass ein Gesprächspartner in die Verlegenheit gekommen wäre zu überlegen, ob er mich als “schwul” bezeichnen soll. An den Haaren herbeigezogen, die Problematik.

Markus Knust / 07.03.2021

Von belesenen und intellektuellen Menschen sollte man doch erwarten können, aus der Geschichte zu lernen und die Parallelen nicht zu negieren, weil sie die eigene Blase nicht betreffen. Ein Problem ist weder nachrangig oder nicht existent, nur weil ich damit noch nie in Berührung gekommen bin. Sorry, aber auf diesem Niveau lohnt dann auch keine Diskussion. Immerhin helfen solche Stimmen aber dabei einzuordnen, weshalb sich diese Auswüchse unkontrolliert ausbreiten. Von der “Es war ja nicht alles schlecht…” Rhetorik, als es um Kommunismus ging, fange ich lieber nicht erst an. Das ist Niveau Grundschule oder SPD Kreisparteitag.

Steffen Rascher / 07.03.2021

Das hab ich vergessen, was in der Tagesschau kommt, stimmt nie. Egal wo ich dabei war, in der Tagesschau war das dann alles anders. Als wir 2015 eine unkontrollierte Einwanderung ungeheurem Ausmaßes erlebten, hat die Regierung genau so versagt. Wann schicken wir die Kasper Bande endlich heim. Wollen wir wirklich warten, bis hier alles den Bach heruntergegangen ist? Merkel war schon als Ministerin für Jugend und Sport, im letzten Kabinett der DDR, eine deutlich erkennbare Fehlbesetzung. Die war nie jung und sportlich und Wissenschaftlerin war sie vermutlich auch nie.

Frank Holdergrün / 07.03.2021

Diese Runde war mühevoll verschnupft, zäh und neblig, wie das Ende der Pandemie. Ohne großen Erkenntnisgewinn. Warum auch nicht, selber denken ist eh besser! Dann am Ende werde ich von Ikea-Werbung für Unternehmen kalt angeduzt, mich friert ob der infantilen Stimmung in diesem Land und den peinlichen Sätzen, die über schmutzige Pfützen springen, während sich feiste Krisenmafiosi die Taschen füllen. Ideologien wie der Sozialismus sind Ideen im Kriegszustand, man hat sie so satt und jetzt kommen sie in Gestalt einer Pandemie zurück und führen uns direkt in die grüne Verbotshölle eines Kinderbuchautors und einer Legasthenikerin.

Steffen Rascher / 07.03.2021

Was heißt hier “diese Leute”? Na klar schauen wir verdattert zu, wie die westdeutschen Besserwisser und -macher all das wegschmeißen, aus Todesangst vor einem Virus oder so etwas Ähnlichem, was sie uns vor dreißig Jahren mit arroganter Geste vor die Nase hielten, als wir die Freiheit das erste Mal rochen, was immer auch Freiheit sein mag. Wer im Mief gelebt hat und dies erst erkannte, als er frische Luft bekam, der wird den Duft dieser besonderen Luft nie vergessen und wird den Frischluftlern von einst, die längst im Mief angekommen sind oder damals schon waren, immer um Längen voraus sein. Nur der Duft und die Freiheit sind weg, seit Langem schon. Wenn ihr also beim Sonntagsfrühstück mit Konfitüre und Nussnugatcreme sitzt und Indubio lauscht, dann seid euch sicher, die Freiheit ist der ständig neu zu erringenden Sieg über die Unfreiheit. 89 waren wir plötzlich frei, ihr wart damals einfach nur satt. Heute sind wir Nazis, wenn wir daran festhalten, denn man giert nach etwas Neuem, etwas Gutem, dass einen über die Tiere und alle Andersdenkenden stellt, die Korrektheit muss es sein. Gott reicht da als Maßstab schon nicht mehr aus, er schuf ja erst den Menschen - dieser Dilettant! Dafür muss man ihn endlich canceln! Es scheint mir die innere Leere zu sein, die uns nach dem Sinn lechzen lässt, wie der Durstige nach dem Wasser oder eben dem Unfreien nach der dem Geruch der Freiheit. Im Moment hab ich das Gefühl, in einer Bananenrepublik zu leben, wo viele von dem Duft von Bananen betört sind, es kann aber auch sein, dass wir alle Nazis sind und uns selber hassen. Dieses Land ist falsch abgebogen und hüpft wie besessen in der Sackgasse herum. Lasst uns endlich umkehren, hier gehts nicht weiter.

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