indubio / 07.03.2021 / 10:00 / 48 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 107 – Die Richtigmacher sind unter uns

Indubio erscheint ab sofort – und auf vielfachen Wunsch – schon ab 10 Uhr am Sonntag. Rechtzeitig zum Frühstück. Heute: Der Psychologe und Politologe Alexander Meschnig und der Literaturkritiker Walter van Rossum diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die Strahlkraft des Sozialismus, über Identitäts- und Gendersprech sowie über die perverse Sinnstiftung, die der Corona-Gehorsam den braven Bürgern beschert. 

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Marco Schulz / 07.03.2021

Diese Dinge sind alle verbunden, der Sozialismus möchte alle gleich behandeln, das geht aber nur, wenn auch alle gleich sind. Da das nun mal in unserer Realität nicht so ist, bedient man sich Fiktionen. Das betrifft etwa das Geschlecht, der Begriff Rasse soll verschwinden. Klingt für den Normalbürger nach einer Spinnerei, hat aber okkulte Hintergründe, die auch vielen Linken nicht bekannt sind. Die Götter sind mit Dingen wie Geschlecht nicht belastet, man kann in feministischer Literatur solche Überlegungen finden. Der Sozialismus möchte das Himmelreich auf Erden schaffen, dazu sollen die “Konstrukte”, die uns hier knechten, weg. Die meinen das ernst, die wollen hier in der Materie Erfüllung finden, die moderne Technologie scheint es ja nun auch möglich zu machen. Die Omnipräsenz Gottes durch Sensoren und Kameras überall ersetzt, Designerbabys, Babys ohne Mutter, oder späterer Umbau des Körpers nach eigenen Wünschen. Bioinformatik verspricht alles möglich zu machen, Heilung von Krankheiten, auch künstliche Nahrung. Die aktuelle Krise hat es ermöglicht viele Hemmnisse zu überwinden, die Dinge wurden beschleunigt.

Jan Kahle / 07.03.2021

Herr von Rossum, in Köln sozialisiert und über Satre promoviert? Dann möchte man ihm sein Wohlwollen gegenüber angeblich guten Ideen des Kommunismus und seine Unkenntnis der DDR nicht ganz so übel nehmen, denn wer will schon den BRD-Boomern ihre Lebenslügen nehmen.

Rainer Niersberger / 07.03.2021

Zu Beginn der Runde beschlich mich der Eindruck, dass hier mit van Rossum einer der Vertreter zu Wort kam, an dem jede Realitaet abperlt, weil sie nicht “seine” ist. Gewisse Zweifel, ob er tatsaechlich Alles, was hier laeuft, verstanden hat, bleiben. Die Tatsache, dass es keinen “Führer” des Genderismus oder der p. c. gibt, erinnert an das “Argument” zum Islam, bei dem eine Reformation daran scheitert, weil es auch dort nicht die! Autorität gibt. Man braucht nicht immer eine Autorität, um eine Bewegung welcher Art auch immer mit sehr unschönen Folgen zu erzeugen, wobei Merkel nur eine eigene Art der Ingangsetzung pflegt als andere Autokraten. Man braucht natuerlich Gruppen, die, warum auch immer, fuer eine Verbreitung und Durchsetzung sorgen, durchaus immer mit vollem Einverständnis der bewusst unauffällig bleibenden Autokratin. Ein Grund neben anderen, warum sie der natürliche Kritikreflex nie persönlich trifft, sondern nur ihre Vasallen. Ob Herr van Rossum im weiteren Verlauf noch erkannte, dass seine späteren, besseren Beiträge irgendetwas mit der von ihm nicht erkannten, aber sehr realen, Bewegung, z. B. der Stigmatisierung und Diffamierung oder der Verfolgung durch die Antifa zu tun haben, weiss ich nicht. Die Folgen der ” Bewegung” mit ihren interessanten Gruppen sind jedenfalls zu besichtigen.  Uebrigens wurde die Panik erfolgreich erzeugt, weil obj. falsch, aber wirksam vermittelt wurde, dass es jeden! schwer treffen koennte und sich fast jeder als bedroht betrachtete. Das Gegenteil wird bei Unfällen und anderen Krankheiten getriggert, bei denen medial damit beruhigt wird, dass man selbst eigentlich nie betroffen ist, sondern immer nur die anderen, was auch hier mitunter antievolutionaeres Verhalten verursacht. Diese Konditionierung mit einer ueblichen Verselbststaendigung oder Lösung von Verhalten und konkretem Risiko ist natuerlich essentiell zur Wirksamkeit der Erzählung, der Panik und damit des gewuenschten Verhaltens (mit FFP 2 allein im Wald).

Hartmut Laun / 07.03.2021

Die einzige vollendete deutsche Revolution zur Befreiung der Unterdrückten und der Arbeiterklasse war die NationalSozialistische Revolution. Mal darüber nachdenken ihr Sozialisten, Trotzkisten, Stalinisten und Maoisten. Auch hier wieder,  die AfD wieder einmal auf die sog. Rechte Seite zu drängen verschafft automatisch der Merkel-CDU den Platz in der bürgerlichen Mitte. Das ist entweder eine sprachliche Verirrung, ein Notausgang vor dem Zeitgeist oder eine Dummheit. Was jeder erkennen kann, das die AfD sich als der legitime Nachfolger der alten CDU vor Merkel gebildet hat. Jeder sollten sich, bevor er die Medienpropaganda unüberlegt wiedergibt, die Reden von AfD-Politiker im Deutschen Bundestag anhören, da quillt aus allen Poren die alte Bonner CDU mit Politiker wie Dregger und Geißler auf der anderen Seite hervor. Jeder bei Sinnen zu der Zeit hätte es nicht gewagt zu behaupten, das diese CDU eine rechte eine Neo-Faschistische Partei gewesen ist.

Andreas Rühl / 07.03.2021

Ich verstehe den Herrn von Rossum nicht. Geht das nur mir so? War der stoned?

Dr Theodor Froehlich / 07.03.2021

Es ist wirklich traurig, dass Walter van Rossum, der aus einem ähnlichen sozialen Umfeld aus dem Rheinland des WDR zu stammen scheint, wo eine Figur Böhmermann derzeit reüssiert, sich so furchtbar oberflächlich und arrogant über diese Art von Ausgrenzungskultur des deutschen Kultur- und Medienbetrieb hinwegsetzt. Der Charme von InDubio ist aber ja auch, dass solche Meinungsträger eben nicht ausgegrenzt, oder ganz einfach abgeschaltet werden. Außer man tut es als Hörer ... Wenn Herr van Rossum dann noch eine “politcal correctness” nicht sieht, dann lebt er in seiner Verdrängungswelt in einer Art selbtsauferlegten “Framing”. Ist ihm schon aus der Erinnerung entgangen, dass im Wege eines Zeitungsinterviews in Deutschland ein Kandidat zum Bundespräsidentenwahl 1994 aus “politisch korrekten” Gründen abgelehnt wurde? Seit 1994 müsste er die Zeiten der Zeit erkannt haben. Hat er aber nicht oder verdrängt es in seinem GEZ-finanzierten Pensionärsdasein. Im Zusammenhang zu Rossums Gebrauch des Wortes “pervers"mit Präsident Macrons: Das “Perverse” ist momentan nicht Präsident Macrons Beschreibung des politisch gewollten Ausnahmezustands, der faktisch - ungeschminkt - ein lächerlicher Krieg und Kampf gegen den gesunden Menschenverstand, gegen fundamentale Demonstrations- und Meinungsäußerungsrechte ist und nicht zuletzt auch das Existenzrecht auf Arbeit und Lebensunterhaltverdienst einiger besonders hart betroffener Unternehmensbranchen wie die der Gastronomie darstellt. Ob das Menschen begreifen die kraft ihrer Pensionsüberweisungen Monat für Monat zu unbedarft sind zu realisieren, dass Menschen nach fast einem Jahr Lockdown ihr Vermögen bzw. Reserven dazu aufgebraucht haben? Herr Müller-Ulrich täte wirklich gut daran, in seinem Radio-Tal Menschen zu Wort kommen zu lassen, die in einer ruhigen, sachlichen Art und Weise die wirtschaftlichen Zusammenhänge kommunizieren können, wie wäre es da mit einem Talk zum Thema Überbrückungshilfen?

Richard Loewe / 07.03.2021

ganz wunderbare Runde, auch wenn ich bei WvR ab und zu mal durch die Nase geschnaubt habe. Ich möchte eine Sache anmerken: es kommt immer anders als man denkt und ich würde nicht ausschließen, daß Corona der Höhepunkt des kollektivistischen Umerziehungsprojekts sein wird. Hier in den USA hat ein Staatsparlament Maskentrageverordnungen per Gesetz verboten; inzwischen haben nicht nur große Staaten wie Florida und Texas komplett aufgemacht, insgesamt gibt es 17 Staaten, die in Richtung Staus quo ex ante zurückkehren; und in Idaho gab es überall öffentlich zelebrierte Maskenverbrennungen. Wenn die kollektivistisch Regierten (die Demokratenwähler sind die erwähnten Übererfüller, weil sie Joe unterstützen wollen) mitbekommen, daß in Florida und Co nichts Schlimmes passiert, werden sie evtl. extrem wütend mit den kollektivistischen Diktatoren werden, weil sie sich als die Idioten erkennen, die sie ja auch sind. Dann wird das Händeschütteln zur Freiheitsgeste werden. ;

Burkhard Goldstein / 07.03.2021

Zuhörenswert und spannend wieder einmal, dieser Podcast. Danke für die geistigen Anregungen!

Detlef Wilke / 07.03.2021

Ich will ja keine Namen nennen, aber das war schon streckenweise sehr wirr und mächtig an der Realität vorbei. Schade, gleicht aber das Blasenkonto aus, also auch mal die andere Seite anhören.

Rudi Knoth / 07.03.2021

Bei dem Wort Freiheit und dessen unterschiedliche Auslegung fällt mir ei Witz aus der Zeit des Kalten Kriegs ein. Frage, wie kann man am Brandenburger Tor auf beiden Seiten das Wort “Freiheit” rufen, ohne Probleme zu bekommen? Antwort:” Man muss es in Richtung des Brandenburger Tors zur andere Seite rufen”.

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