Zur Europawahl 2024 gibt es keine Sperrklausel. Auch kleine Parteien haben eine Chance auf einen Sitz. Deshalb spricht Gerd Buurmann in dieser Indubio-Serie mit Vertretern dieser manchmal nahezu unbekannten Parteien. Heute ist es Lukas Sieper von der Partei des Fortschritts (PDF).

Ich arbeite in einer WfbM. Jetzt wurde bei uns ein schriftliches Blatt für die Beschäftigten angefertigt, wo eine Wahlempfehlung für die Europawahl draufsteht. Man sollte keine Partei wählen, die Hass und Hetze verbreitet und die AfD wird namentlich genannt. Auch weil diese was gegen behinderte Menschen hätte. Und wir sollten wählen gehen, sollten von dieser Möglichkeit gebrauch machen. Als ich das Schreiben las, musste ich schmunzeln und sagte ironisch, was denn als nächstes käme, wird uns empfohlen die CDU nicht zu wählen? Mein Gruppenleiter kriegte das mit und meinte nur, ihm wäre es egal wen ich wähle, von ihm aus könnte ich auch die AfD wählen, hauptsache ich gehe wählen. So ganz anders als was in dem Schreiben steht. – Betreutes Wählen!
Gerade jetzt käme es darauf an, die eigentlich einzige Alternative zu stärken – falls man sich überhaupt an dieser Nullwahl zu beteiligen gedenkt.
Nachfragen: Welcher Fraktion würde die PDF im EU-Parlament beitreten? Warum handelt es sich bei den 10 Kandidaten der PDF ausschließlich um Männer? Ach ja, laut Ausschlussliste keine Zusammenarbeit mit der AfD, aber wohl mit der DiE LINKE sowie dem BSW und mit diversen Tier- und Umweltssekten.