indubio / 09.07.2020 / 12:00 / 19 / Seite ausdrucken

indubio – Die Welt von morgen

Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer widmet sich heute der Welt von morgen: Burkhard Müller-Ullrich spricht mit dem Schriftsteller, Filmemacher und Kulturmanager Michael Schindhelm (ehem. Theaterintendant, ehem. Direktor der Berliner Opernstiftung, ehem. Direktor der Kulturbehörde von Dubai) über seine Erfahrungen mit Corona, mit der Globalisierung, mit der Virtualisierung und mit politischer Abschottung in der Gesellschaft. 

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Doris Ida Ludwig / 09.07.2020

Lieber Herr Müller-Ullrich, Sie zu hören ist für mich ein zweiwöchiges intellektuelles Highlight geworden: Stimme, Wortwahl, Intonation, Temperament, Witz, Themen, Anspruch: alles stimmt auf den Punkt. Jedoch: In der heutigen Show setzte Herr Schindhelm gerade dazu an, darüber zu sprechen, wie die Kultur im Windschatten von Corona umgekrempelt werden soll, als Sie ihn auf einen andere Schiene lenkten. Leider sind Sie dann nicht wieder auf Ihre ursprüngliche Frage zurück gekommen. Das fand ich sehr schade. Zweitens: Wo ist der gepflegte Zweifel and irgendetwas in den Ansichten Ihres regelmäßigen Gesprächspartners Uwe Kammann? Ich jedenfalls kann ihn nicht entdecken und finde seine dozierende Art, die im Zweifel andere niederredet, darüber hinaus sehr ärgerlich. Podcasts, in denen er vorkommt, werde ich in Zukunft meiden. Da könnte ich ja gleich den Steffen Seibert Podcast hören.

Hermann Neuburg / 09.07.2020

Eine Frage hat der Herr Kulturschaffende nicht beantwortet: wird es besser? Oder ist das eine Frage, die er sich nicht stellt? Alles ist Gott gegeben, ohne natürlich an Gott zu glauben, also das neue Normal kommt und das alte Normal haben wir nach zwei, drei Jahren vergessen? Ehrlich: solche Menschen, die klug reden und aber selbst von den fatalen Konsequenzen kaum betroffen sind und im Tessin leben und nicht in Bergamo oder in einem Banlieu von Paris. Man, diese fatalistische Haltung ist abstoßend. Ich werde in kein Konzert mit Abstandsregeln und Maskenpflicht gehen. Und nur virtuell Musik zu hören, gerade die klassische Musik u.a. Dann nicht in der Elbphilharmonie live - nein, das ist nicht dasselbe. Als Kulturschaffender derart gleichgültig rüber zu kommen, das machte mich nur wütend.  Möge er in der virtuellen Welt zu Hause sein, ich möchte es nicht. Anm. am Rande: Toll, dass der hamburger Konzertveranstalter ProArte auch meiner Meinung ist: entweder Konzert ganz oder gar nicht, also wie beim alten Normal oder es findet nicht statt. Kein neues Normal am 3. September mit Anne-Sophie Mutter & Friends. Ein von Ende März verlegtes Konzert, das bestimmt wieder nicht stattfinden wird. 2100 Menschen, dicht an dicht ohne Maske? Niemals, womit ich mit meiner Vorhersage recht behalten werde. Auch wird es keinen normalen Schulbetrieb geben, nach den Sommerferien.  Und das soll nicht schlechter sein als vorher?  Was denkt sich der Herr aus dem Tessin bloß - an Arroganz und Selbstgefälligkeit nicht zu überbieten.

Fritz kolb / 09.07.2020

Mit jedem gesprochenen Wort hört man die Sozialisation des Herrn Schindhelm. Manchmal so, als würde ihm mehr Staat, mehr autokratische Kontrolle eher vertraut sein als die Westdeutsche Kultur. Spürbar wurde für mich die Wende, weg vom Verlässlichen, weg vom Nachvollziehbaren, so ca. ab 2008. Da fing der große Schwindel an, mit der Vergemeinschaftung von Schulden, mit der Enteignung der deutschen Sparer, mit der Migrations- und mit der Klimalüge, mit dem eklatanten Profilverlust der CDU. Herr Schindhelm geht darüber im Interview sehr großzügig, besser gesagt fahrig, hinweg. Obwohl Herr Müller-Ulrich immer wieder versucht hat, den Finger in die Wunde zu legen. Solche Leute, wie der Herr Schindhelm, schwimmen scheinbar lieber im großen Strom mit, hat wohl auch mit seiner Vergangenheit zu tun.

FriedrichLuft / 09.07.2020

... wie ich lese, war Herr Schindhelm in seiner Jugend Informeller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR ...

Rainer Niersberger / 09.07.2020

Ein - bezogen auf den Interviewpartner - leicht irritierendes Gespräch mit partiell “interessanten” Vergleichen, insbesondere zum Thema Migration, dessen Tragweite, Hintergrund, Dimension und Bedeutung fuer einen Westen in der Neurose und auf der Entwicklung in einen totalitaeren Oekosozialismus offenbar nicht erkannt wird. Gleiches gilt - wie fast immer - fuer die herrschenden Akteure und deren Ziele. Zur Zielerreichung gehört u. a. natuerlich die Fragmentierung, die Lahmlegung des öffentlichen Raumes, die teile und herrsche - Devise, die Verhinderung von Zusammenschließen und gemeinsamen Aktionen, die Entbuergerlichung mit allen ihren unerwünschten Facetten. Natuerlich ist eine Netzwerkbegegnung, zumal noch zensiert, etwas kategorial anderes als eine Demonstration, der man leibhaftig und öffentlich mit einer “Polizei” begegnen muesste, die selbst als politisch unzuverlässig stigmatisiert wird. Die Abdraengung in das Private mit den dann erfolgende Ueberwachung en ist ein essentielles Merkmal von vielen einer (sozialistischen) Diktatur. “Freiheit” findet nur noch im kleinsten Kreis und auch dort mit dem Risiko der Denunziation statt, im Netz ohnehin zunehmend gefährlich. Der Gesprächspartner verwechselt dabei, wie so häufig, die Ursachen, die wenig mit Corona, aber sehr viel mit den illegalen Massnahmen zu tun haben. Corona ist das Narrativ und dieses wird es bleiben, ebenso wie die anderen triggernden Narrative oder besser Rechtfertigungen. Und die absolutistische Herrscherin Merkel, den Chinafan, die sozialistische Globalistin und Antinationalistin schlechthin,  von einer “Korrektur"zu ueberzeugen, duerfte nicht leicht sein. Und wer sollte es machen im Chor der neurotischen, verzweifelt haltsuchenden InternationalistInnen und WeltbuergerInnen? Hierzulande niemand, ausser der Partei, deren Name nicht genannt werden darf. Viel Erfolg.

Jochen Himmel / 09.07.2020

Der Mann ist ein Meister des sich bloß nie Positionierens oder Festlegens. Es ist eigentlich nur Laber Rabarber. Viel reden nichts sagen. Der geborene “Schwiegermutterverkäufer”. Mir ist das viel zu viel Toskaka-intellektuelles Geschwätz. Ich habe keine Zeit für sowas, guter Mann. Im übrigen machen virtuelle Sozialkontakte jeden Menschen zutiefst unglücklich.

Harald Unger / 09.07.2020

Die 2 Dekaden vor 9/15. Das unablässige polit-mediale Einhämmern der “leeren Kassen”, weshalb es gelte, “den Gürtel enger zu schnallen”. Gerne mit Kürzungen und Hungerlöhnen in der Kultur. Die selbe Kultur, die das urplötzlich hereingebrochene, jährliche € 50+ Milliarden Füllhorn zugunsten der Invasion des Kulturfremden und Kulturfeindlichen frenetisch begrüßt und verteidigt. Das ist angewandte Evolution.

B.Kröger / 09.07.2020

Der “Kulturschaffende” Herr Schindhelm, mit Studium in Moskau, lebt heute in der Schweiz, allerdings nicht virtuell, sondern ganz konkret.  Alternativen zu diskutieren hält Herr Schindhelm für durchaus legitim. Ach was…. Den freiheitlichen, demokratischen Geist des notwendigen, politischen Meinungsstreits, des Disputs, begreifen viele Menschen, die sich als “Kulturschaffende” bezeichnen, offensichtlich einfach nicht!

Klaus Löffler / 09.07.2020

Zu DDR Zeiten studierten nur 110prozentige,wie z. B. unsere Große Führerin, in Moskau.

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