indubio / 12.04.2020 / 12:00 / 38 / Seite ausdrucken

indubio – Ausgeliefertsein

Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute: Wie in einem schlechten Film: Monika Maron bekommt an ihrem Arbeitsplatz in Mecklenburg-Vorpommern eine amtliche Ausreiseverfügung. Ausgeliefertsein: Burkhard Müller-Ullrich, Joachim Steinhöfel, Cora Stephan und Markus Vahlefeld diskutieren über das deprimierende Gefühl, zum Spielball zwischen einer angeblichen Naturkatastrophe, wissenschaftlichen Behauptungen und einem sich alptraumhaft ermächtigenden Staat zu werden. Wann endlich wieder ins Café: Der Disaster-Fatigue-Song von Brian O’Gott and Friends.

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A. Ostrovsky / 12.04.2020

@Johannes Schuster / 12.04.2020 Herr Schuster, der Armin Laschet hat eben eine Osteransprache gehalten und da hat der nicht von SUVs geredet. Hat mich erst verstört, aber dann habe ich es begriffen. Er hat gesagt, es gab noch niemals eine Zeit, wo nicht Ostern gefeiert wird. Und dann hat er allen gedankt, allen Menschen. Vor allem denen, die für andere einkaufen. Verstehen Sie das? Für andere einkaufen, als Osterbotschaft. Früher war ja nur mit dem Geld Anderer einkaufen. Herr Schuster, ich brauche dringend Clopapier. Bitte! Ich bin ja nicht zu doof einzukaufen, aber woher soll der Laschet das wissen? Kann er ja nicht. Deshalb ist es gut, dass der daran erinnert. Also wenn Sie für mich einkaufen und wenn Clopapier dabei wäre, bitte, dann komme ich auch wieder von diesem Sitz runter und dann kann ich für Sie einkaufen. Ich freue mich darauf. Frohe Ostern!

A. Ostrovsky / 12.04.2020

Armband Laschet spricht allen Halfern seinen Dank aus, die für andere einkaufen. Da kann man mal sehen, dass der wirklich das Problem erkannt hat.

Winfried Kellmann / 12.04.2020

Eine wirklich richtig gute Sendung war das! *** Sie, die tatkräftigen Entscheider, mußten sich verrennen, weil der Katastrophenmodus unserer pubertären Weltuntergangsgesellschaft es so fordert. Zuerst Nichtstun, dann, nach den Bildern aus Italien,  Aktionismus. Nicht der pragmatische Schutz der evt. betroffenen, vorerkrankten Älteren ist Leitmotiv, sondern der Aufbruch in’s wissenschaftlich begründete große Ganze, in das Unbezweifelbare. Die Wahrheit der komplexen Welt fordert das einsichtige Opfer jedes Einzelnen. Wenn alle etwas spüren, wird es richtig sein und wir werden wiedergewählt. Demokratie ist dazu da,  niemanden zurückgelassen (Broder), doch sie wird   unzumutbar anstrengend und gerät in Gefahr, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse durch unverbesserliche Kritikaster in Zweifel gezogen werden. Kanonen wie Droste und Schellenhuber führen die brutale, schmerzliche, bisher sträflich ignorierte und, wenn man sie nur verstehen will,  einfache Wahrheit in die Politik. Sie verkörpern selbst die Wahrheit und schützen das Leben. Was soll man denn glauben, wenn zig andere Experten alles mögliche behaupten dürfen? Ignoranz ist die Antwort der Stunde. Sie werden, ungestört hinter Kankras verschlossener Tür, schon das Beste für uns tun, da paßt unsere freie Presse auf, da braucht es kein dummes Dazwischenreden der Wichtigtuer. Zitat aus Oliver Lepsius,Verfassungsrechtler an der Uni Münster, in „Vom Niedergang grundrechtlicher Denkkategorien in der Corona-Pandemie“ im „Verfassungsblog“: „... an der Entscheidungsfindung nehmen keine pluralistisch zusammengesetzte Gremien teil, sondern speziell und sehr einseitig zusammengesetzte Expertenrunden.“ „ Wenn wir momentan einen „Ausnahmezustand“ erleben, dann ist es ein Ausnahmezustand im juristischen Denken.“

Jutta Berg-Schlosser / 12.04.2020

1, ER hätte die Pharisäer und Heuchler aus dem Tempel gejagt, 2. Ich dachte bis vor Kurzem auch, spätestens zu Ramadan ist der Spuk vorbei, 3. Ich denke das jetzt nicht mehr, ergibt sich doch durch ein möglicherweise unterschiedlich angewandtes Recht die wunderbare Chance ( im Sinne von “divide et impera” )  Gruppen gegeneinander aufzuwiegeln. 4. Dass die “Spaltung der Gesellschaft” vorübergehend zurückgedrängt wurde, soll uns weisgemacht werden und ist angesichts der de facto fast vollständigen Isolation der Menschen voneinander doch Unsinn. 5. Virologen sind Wissenschaftler und keine Ärzte im Sinne der Heilkunde, die den Menschen nicht nur als Summe seiner Organe sieht und eben diese und nicht den Menschen behandelt. ( Bonmot von Manfred Lütz : “Warum soll meine Leber älter werden als ich?” ) 6. Und noch einmal derselbe über die - ich sage jetzt mal Humorbefreiten, in der Regel bei Linken zu finden, “Vorbeugend leben, um gesund zu sterben”. 7. Die Corona- bzw. Vernunftkrise hat so viele realsatirische Züge, die mir angefangen haben, richtig Spaß zu machen. Wenn eine Rundfunksprecherin um 7.00 Uhr morgens vom Zettel abliest, dass die Ostermärsche dieses Jahr nur virtuell stattfinden und dabei nicht in wieherndes Gelächter ausbricht, verdient sie unser aller Respekt. Ich habe es ihr noch 2 Stunden später auf meinem täglichen langen Waldspaziergang abgenommen.

armin wacker / 12.04.2020

Das schlimmste für die Mediziner ist der Tod. Hey wir haben Ostern,cwir glauben an die Auferstehung. Dafür ist Jesus gestorben und auferstanden.

Gabriele klein / 12.04.2020

@Richter.  ich stimme ihnen was das riesengroße Experiment anlangt nicht zu.  Ich will nicht unterstellen, dass alles absichtlich so kam, allerdings würde ich das Gegenteil auch nicht ausschließen.  Und, je mehr man das von oben gezielt versucht zu tun, umso mehr frage ich warum. Was auffällt ist, dass dieses Virus schon gewissen Kreisen in die Hände spielt und zwar ganz gewaltig. Vom Wahlkampf in den USA bis England, wo es Boris Johnson erwischt hat bis hin zur Einflußnahme Chinas wo eine China hörige deutsche Politik den Blick hinlenkt wenn es um Masken geht, die man leicht selber bauen könnte. Das gleiche gilt für den Engpass in den Kliniken den man durch rechtzeitiges Eingreifen im Frühstadium locker verhindern könnte, wenn man gewisse, nur auf den Arzt fokusierte Kreise, die generell bei Influenza nicht sonderlich pro-aktiv werden zu etwas mehr Eigeninitiative im Frühstadium anhalten würde. Aber anscheinend ist diese “Eigeninitiative” gar nicht erwünscht.  Interessant auch die Rhetorik gegen “Verschwörungstheorien”, irgendwie so als ob man sich davor fürchtet.  Die Verschwörungstheorie wird dabei wieder geschickt an den christlichen Glauben gekoppelt. Wer es gottgewollt sieht, wie die christliche und jüdische Lehre es nun mal grundsätzlich tut, der ist ein Verschwörungstheoretiker.  Man schlägt damit gleich zwei Fliegen mit einer Agitprop Klappe. Verschwörungsteheorie kommt ins Eck noch ehe sie die Bühne erobert hat und die Religion gleich mit….....so geht Agitprop.  Noch was am Rande: Ein besseres Versuchslabor als die ganze Welt kann man sich eigentlich nicht wünschen. Dann las ich da noch noch was von VORKASSE für Tests die in hoher Auflage nicht funktionierten mit verheerende Folgen , vor allem in Spanien. Warum die VORKASSE ? Wenn man andrerseits wieder chinesische Ware an betroffene Länder spendet. Wusste man oder manche vielleicht dass die Tests zum Großteil gar nicht funktionierten?

Thomas Schmied / 12.04.2020

Es tut wirklich gut, Leuten mit Hirn bei der Kommunikation zu lauschen, die einander auch noch respektvoll ausreden lassen. Momentan sind mir Folgen mit mehr als zwei Teilnehmern bei indubio auch lieber, weil mir in einigen Runden, zum Beispiel mit Herrn Liessmann und Herrn Bolz, die Monologe der Gäste doch etwas zu lang geraten sind. Man vermisst den Punkt - und das stresst irgendwann.

Johannes Schuster / 12.04.2020

@s.teich: Wenn man das Ende des Zarenreichs untersucht, dann fehlte es der bürgerlichen Welt an jedem Einfall die Welt besser - anders zu machen. Der Bolschewismus brauchte einen nährenden Boden und den hatte die verrottete bürgerliche Welt geliefert, das eine konnte nicht ohne das andere. Somit ist der Kommunismus eine bürgerliche Versagensleistung ohne die es keinen Grund gegeben hätte etwas anderes zu wollen. Und nur mit der Auffassung: Ich will mein Haus, meinen Garten und meinen SUV geht es nun einmal - nicht. Mir geht es dabei nicht um die SUVs - weil sie Sprit fressen, vor mir aus hätte ich privat einen Sattelzug zum Spaßfahren - sie sind halt so ein Symbol infantiler “Schau mal, mein Spielzeugauto ist größer als deins….” Allüren und das passt zu dieser These des verrotteten Besitztums ganz gut. Wenn ich übrigens dieses kritisiere ist das nicht automatisch ein linkes Statement - wenn man ein moderneres Bürgertum fordert. Naja, Haben oder Sein - und die Frage hatte sich in Russland 1917 entschieden, nicht wegen der Bolschewisten, sondern wegen der fehlenden Antworten. Grün ist das neue Bürgertum, es sind keine linken Spinner mehr, keine Kommunen. Das ist einfach manchem entgangen, daß das Bürgertum heute aus hochgepopelten Hobbybolschewisten besteht, die als Parteioligarchen ihre Körner fressen. Das ist das Russland Deutschlands nach 1968. Jetzt ist nicht nur das Bürgertum verrottet sonder auch die Revolution seiner überdrüssigen Kinder. Das nennt man gesamtstaatliche Dekadenz. Die CDU hat Merkel nicht ertragen, weil die CDU bürgerlich wäre. Die heutige CDU ist eine Konzession an 68, sie will ja Wähler. Und die AfD - die ist nur die alte CDU und modern ist die nicht. Also bleibt alles im Krisenmodus bis der Staat an ihm sozial zerfällt. Das wäre nicht weiter schlimm, wäre der Staat nicht nur die Summe des Souverän.

Gereon Stupp / 12.04.2020

Was mich überrascht, beeindruckt und beunruhigt ist, wieviel Macht dieser Staat mit dem Regime an seiner Spitze hat, wenn er sie denn einsetzen will. Niemals wieder werde ich glauben, daß irgendetwas »nicht ginge, weil …«. Gut, daß man Grenzen schließen und bewachen kann, war ohnehin nie zweifelhaft, aber bei so vielen anderen Dingen wird auch immer gerne behauptet, daß sie aus diesem oder jenem Grunde nicht durchführbar seien. Dieses Regime kann nahezu alles, was logisch möglich ist, durchsetzen, wenn es denn will. Tut es das nicht, will es nicht. Und was das Handeln der Regierung im Zusammenhang mit SARS CoV-2 angeht, so vergleiche ich es mit einem Autofahrer, der genüßlich in der Nase popelt, statt auf den Verkehr zu achten. Wenn er dann erschrocken des Stauendes gewärtig wird, macht er eine Vollbremsung. Diese Reaktion ihm vorzuwerfen, hielte ich für Unfug. Über das Popeln sollten wir uns nach der Krise aber noch ausführlicher unterhalten. Und genau das wird, so meine Befürchtung, nicht geschehen. Sie werden also weiter vor sich hin popeln und dafür vom »populus germanicus« auch noch gefeiert. Ihnen, Herr Müller-Ullrich, und allen Ihren Mitstreitern vielen Dank. Bleiben Sie sich treu und mir erhalten.

Gabriele Klein / 12.04.2020

@ Frau Schneider Danke für den Kommentar. Noch viel mehr als die Frage was Kirchenleute in Parteien verloren haben, interessiert mich die, was Parteien in Kirchen /Synagogen verloren haben. Auf deren Kanzel haben sie nichts verloren.  Diese Worte richte ich an eine Regierung die auf jedem Kirchentag,  katholisch oder evangelisch mittlerweile tanzt um die Kirche, wie in der DDR und wie ich hörte auch in China als politische Bühne zu mißbrauchen. Schämen Sie sich.

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