Gerd Buurmann / 03.12.2022 / 10:15 / Foto: Michael Schilling / 32 / Seite ausdrucken

Indubio am Sonntag zum Thema „Keinen Cent mehr für die GEZ“

Wer von Leuten wie Jan Böhmermann an den Pranger gestellt wird, muss sie auch noch dafür bezahlen. Über den Zwang, ARD und ZDF zu finanzieren, spricht Gerd Buurmann am Sonntag mit dem Juristen Carlos A. Gebauer und dem Achse-Journalisten Peter Grimm.

Mediale Reichweite ist Macht. Je mehr Reichweite ein Mensch hat, umso mächtiger ist er. Wer die Macht hat, Teil des Sprachrohrs der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zu sein, bekommt dadurch extrem viel Reichweite.

Der Komiker Jan Böhmermann, zum Beispiel, bekommt vom ZDF ein digitales Megaphon in der Hand gedrückt, und diesem Megaphon verdankt er den größten Teil seiner über zwei Millionen Follower auf Twitter. Jan Böhmermann hat Macht durch Reichweite, und diese Macht missbraucht er regelmäßig, indem er Menschen, deren Ansichten er nicht mag, an den öffentlich-rechtlichen Pranger stellt und durch sein Twitter-Profil ein Spottlicht auf sie richtet. 

Jan Böhmermann ist ein Hofnarr, der politische Ansichten verbreitet, die von staatlichen Mitteln subventioniert werden. Wie jeder Narr kritisiert auch Jan Böhmermann Bürgerinnen und Bürger. Er führt sie vor, veralbert sie und manchmal beleidigt er sie sogar. Das alles ist kein Problem. Die Narrenfreiheit ist Teil der Meinungsfreiheit. Durch das öffentlich-rechtliche System jedoch werden die kritisierten, vorgeführten, veralberten und manchmal sogar beleidigten Menschen auch noch mit der Gewalt des Staates dazu gezwungen, für diese Beleidigungen zu bezahlen. 

Die öffentlich-rechtlichen Sender zwingen angegangene Menschen dazu, die mediale Waffe zu finanzieren, mit der sie konfrontiert werden. Zu fürchten haben diese Sender nichts, denn die konfrontierten Personen verfügen gar nicht über die medialen Mittel, sich effektiv verteidigen zu können. Der Sender ist immer stärker. Dafür sorgt der Staat. Der Rundfunkbeitrag finanziert die Angreifer, nicht die Angegriffenen.

Durch das öffentlich-rechtliche System wird Jan Böhmermann zum Hofnarren, und eine Hofnarrenfreiheit gibt es nicht, denn vor dem Gesetz sollten alle Narren gleich sein.

Im November 2022 tat sich der Hoffnarr mit einer Satire hervor, die die Journalistin Birgit Kelle dazu brachte, diese Erklärung auf Twitter zu veröffentlichen:  

„Ich stelle hiermit meine GEZ-Zahlungen ein. Und empfehle allen, das auch zu tun. Wir werden gezwungen, Hetze und Propaganda mitzufinanzieren im Namen einer sogenannten Grundversorgung. Ich erkläre mich hiermit als ausreichend versorgt.“

Auch der Journalist Julian Reichelt erklärte auf Twitter:

„ARD & ZDF haben ihre Legitimierung längst verloren. Es kann nicht rechtens sein, dass wir gezwungen werden, dafür zu bezahlen. Schafft! Sie! Ab! Egal, was man mir androht: Ab 2023 zahle ich keinen Cent mehr.“

Über den Zwang, ARD und ZDF zu finanzieren, spricht Gerd Buurmann am Sonntag mit dem Juristen Carlos A. Gebauer und dem Achse-Journalisten Peter Grimm.

Die Sendung können sie Sonntag, ab 6 Uhr am Morgen, hier auf Achgut.com hören.

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Wilfried Düring / 03.12.2022

Genosse Böhmermann ist ganz gewiß KEIN Komiker! Er ist ein Gewohnheitsverbrecher politischer Triebtäter. Der Herr veröffentlicht Todeslisten und stellt diese in Internet. Reaktion: Die Betroffenen und Opfer werden verhöhnt. Ansonsten: Schweigen. Der Herr ist dabei ein Rückfall-Täter und hat ein ganz besonderes Faible für das Abartige und Perverse. So unterstellte er dem Staatsoberhaupt eines befreundeten Landes Sex mit Tieren zu haben (ich versteh nicht, dass diese wirklich unverzeihliche Hetze unsere Mitmenschen türkischer Herkunft offenbar nicht zur Weißglut gebracht hat!) Die neue Werbe-Parole des ZDF: ‘Unser STREICHER heiSSt BÖHMERMANN! - Mit dem Zweiten hetzt sich’s besser.’ Keiner kann was für seinen Namen; aber ich finde es irgendwie passend, daß neue ZDF-Intendant (Norbert) HIMMLER heiSSt. Zufälle gibts.

Klaus Meyer / 03.12.2022

Ich habe noch nie GEZ-Gebühren bezahlt und habe auch nicht vor, es zu machen. Und je mehr mitmachen, desto eher bricht dieser Selbstbedienungs- und Propaganda-Laden zusammen. Und wer Angst vor den Konsequenzen der Nichtzahlung hat (die natürlich von interessierter Seite deutlich übertrieben dargestellt werden), der sollte seine Zahlungen möglichst so gestalten, daß sie bei der GEZ möglichst hohe Kosten verursachen und damit Sand ins Getriebe streuen. Sei es durch Teilzahlung, Barzahlung oder sonstiges. Im Internet gibt es dazu viele Hinweise (z.B. bei rundfunk-frei oder bei gez-boykott). Außerdem gibt es in nahezu jeder größeren Stadt sogenannte Runde Tische. Das sind regelmäßige Stammtische, wo man sich mit anderen GEZ-Verweigerern austauschen kann oder einfach einen gemütlichen Abend verbringen kann

Volker Altenähr / 03.12.2022

Böhmermann ist kein Komiker und auch kein Satiriker, sondern ein widerwärtiger Schmutzfink

B. Ollo / 03.12.2022

Ergänzung zum vorherigen Kommentar: Innerhalb Deutschlands spielt es für den ÖRR-Betrieb und für die Lizenzinhaber keine Rolle, ob mit dem Angebot Personen erreicht werden, die die Abgabe gar nicht zahlen, weil diese Fehlbeträge durch die Zwangszahler ausgeglichen werden. GEZ-Zahler sind also verpflichtet zu dulden, dass Nicht-Zahler das Angebot nutzen können, egal ob illegal oder legal, beispielsweise bei Teilen des frei zugänglichen Online-Angebotes oder bei der Durchreise im Sendegebiet. Selbst werden sie aber daran gehindert es zu nutzen, wenn sie nicht in Deutschland sind. Streng genommen hat der ÖRR zwei Möglichkeiten seinen Pflichten nachzukommen: Entweder schränkt er sein (beitrags- und steuerfinanziertes)Angebot so ein, dass nur die registrierten Zahler Zugang erhalten (wie es die Privaten auch tun), dann allerdings auch weltweit, oder er darf für die Grundversorgung nur noch Material verwenden, für das er Lizenzen für die weltweite Verbreitung hat. Letzteres wären dann nahezu ausschließlich Eigenproduktionen mit wenig Fremdmaterial. Das würde bedeuten, dass der ÖRR auch selbst sämtliche Rechte an allen ausgestrahlten und verbreiteten Inhalten haben muss bzw. entsprechende Lizenzen erwerben muss. Das wiederum würde automatisch zu einem erheblich reduziertem Programm führen. Natürlich wird man behaupten, man bräuchte dann mehr Geld. Nur die Kosten könnte kein Politiker gegenüber den Bürgern noch vertreten. Es würde Stück für Stück bei gleichem Budget das Programm zusammengestrichen.

Bernd Zeller / 03.12.2022

Übrigens gibt es da auch eine interessante Forderung: Freie Wahlen! Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der Intendant oder das Gremium, das den Intendanten wählt, soll von den Beitragszahlern gewählt werden. Bitte weitersagen. (Jetzt wäre es ein Managementfehler zu meinen: Ne, gleich ganz abschaffen, nicht erst mit so was aufhalten!)

Sabine Heinrich / 03.12.2022

Ich bin sehr gespannt, wie nun gegen Birgit Kelle und Julian Reichelt vorgegangen wird. Zunächst mit Drohungen - denen Otto Normalseher und -hörer nicht ohne weiteres standhalten kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass Herr Reichelt medienwirksam sogar in den Knast gehen würde. Er hat so viele “Follower” - da müsste sich die GEZ sehr warm anziehen - es würde ein RIESIGER Sch..ßsturm losbrechen, und die Rebellion gegen die GEZ würde deutlich an Fahrt aufnehmen. Über die Maßnahmen gegen Frau Kelle werden wir wohl hier auf der Achse erfahren. - Als Strafe für diese hetzenden Figuren wie Böhmermann und den Clown der “Heute show” stelle ich mir vor, dass sie Arm in Arm im Sche..ßloch Berlin langsam 2 Stunden durch den Görlitzer Park und andere mit Goldstücken gepflasterte Gegenden spazieren müssen…Natürlich wird ihnen die anschließende Behandlung im Krankenhaus verwehrt - so wie es ja aufgehetzte Menschen für C- Impfverweigerer gefordert haben, sollten diese an C erkranken. - Wie in meinem Umfeld noch immer die meisten! die GEZ-Gebühren verteidigen, ist unfassbar! Die jahrelange Verblödung durch die ÖR wirkt! Nachhaltig!

Norbert Reuther / 03.12.2022

Sehr geehrter Herr Buurmann, auch wenn sich unsere Geister am Thema Feminismus (den halte ich nämlich für verantwortlich für die momentane Kastastrophe/ich kann das begründen)  deutlich scheiden, möchte ich mich für Ihren, und den Einsatz der anderen Genannten für Meinungsfreiheit und demokratische Kultur bedanken. Das macht Hoffnung in einer Zeit, in der die aufgeklärte, freie, wohlhabende (und Wohlstand schaffende), westliche, judäo-christliche Zivilisation im Mainstream als ” tyrannisches, rassistisches Patriarchat” diffamiert wird, und “dekonstruiert” werden soll.

B. Ollo / 03.12.2022

Das Konstrukt des ÖRR in Deutschland hat so einige Widersprüche, die es wert sind, genauer betrachtet zu werden. Zwar ist man verpflichtet, die Zwangsgebühren zu zahlen, jedoch hat man nicht die Möglichkeit, das bezahlte Produkt außerhalb Deutschlands legal zu sehen. Das wiederum lässt Schlüsse zu. Es hat natürlich in erster Linie praktische Gründe und geschieht aus rechtlichen Pflichten. Lizenzrechte spielen hier eine Rolle, zum Beispiel. Es geschieht an dieser Stelle also genau das, wovon der ÖRR behauptet, er könne es ansonsten oder anderer Stelle gar nicht leisten (Reichweiteneinschränkung Offline/Online/Sendebetrieb). Auch wenn unser politisch besetztes Verfassungsgericht auch solche Fakten konsequent ignorieren wird, gibt es ja immer noch bindendes EU-Recht. Der ÖRR bietet seinen Zwangsabonnenten im Ausland kein Programm an, obwohl er dazu verpflichtet ist. Er muss ja auch im Ausland für seine Beitragszahler die Grundversorgung leisten, egal wie lange die sich dort aufhalten. Er tut es nicht, weil er für das weltweite Ausland die Lizenzen gar nicht bezahlen könnte, wären die Inhalte überall frei empfänglich. Dennoch publiziert er so, dass es theoretisch möglich wäre. Die Nutzer werden an dem Abruf gehindert. Er kann sich nicht darauf zurückziehen, dass weltweit frei empfängliche Programme (DW z.B.) die Grundversorgung gewährleisten, ohne den Rest für überflüssig zu erklären, andererseits will er auch kein Nutzerkonten-System oder verschlüsseltes Programm für Abonnenten machen, weil natürlich sofort die Diskussion losginge, was davon zur Grundversorgung gehört und was Bezahl-Content ist. Hier müsste man nun vielleicht mal wettbewerbsrechtlich ansetzen und den ÖRR aus der Grauzone herauszwingen.

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