Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute: Tapfer im Nirgendwo. Der Kölner Theatermacher und Blogger Gerd Buurmann beklagt sich im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich über den verfetteten Kultursubventionsbetrieb. Außerdem erzählt er von seinem Werdegang, seiner Vorliebe für Heine und warum Shakespeare Lessing überlegen ist.

Sehr sympathischer und intelligenter Typ, schöne Ansichten. Was allerdings gar nicht geht, ist „...wegen den Öffentlich-Rechtlichen...“. Ich erwarte von Indubio und seinen Gästen, dass im vor der Sendung ausgefüllten Formular ein Bekenntnis zum Genitiv angekreuzt sein muss!...;-)
Sehr geehrter - ich verbessere: hoch(!) verehrter Herr Buurmann! "Daß ich das noch erleben darf", wie ein abgebrauchter Großvatersatz lautet, und noch dazu von einem Theatermann, womit ich seit über vierzig Jahren Intendanten düpiert, Regisseure beleidigt und Kollegen von Schauspiel und Oper befremdet habe: Befreit endlich das Theater - von Subventionen! Wenn eine Stadt etwas tun will, dann soll sie das Theater beheizen, alles andere aber dem Markt überlassen, und die Kultur wird neu erstehen! Machen Sie weiter! Denken Sie an Enrico Carusos einfache Sentenz: "Das einfachste auf der Welt ist der 'Troubadour' - man braucht dazu nur ein Klavier und die vier besten Sänger der Welt..." Diese werden Sie bekommen, wenn Sie die Idee vermitteln, die hinter einem solchen Versuch steht, - wieder Kunst zu machen für das Publikum, nicht für ein selbstreferenzielles Feuilleton und auf Kosten von Leuten, die nicht hineingehen. Ich danke Ihnen!
@Hjalmar Kreutzer, war das etwa des Pudels Kern, den Sie aus dem vorzüglichen Mittagsprogramm schöpfen konnten?
Großartiger Kommentar /Aussagen ab Minute 26 über die deutsche Zwangssubventionierung und der dadurch resultierenden "Qualitätsfreiheit". Es sind manchmal Dinge, die man in sich tief drinnen schon weiß, aber es benötigt jemanden der es so konkret und unverblümt auf den Punkt bringen kann. Vielen Dank dafür.
Sehr geehrter Herr Müller-Ullrich, danke, dass ich Gerd Buurmann jetzt im Gespräch näher kennenlernen durfte, nachdem die Achse schon früher seinen Blog bekannt gemacht hatte. Endlich weiß ich auch, wie der Name richtig ausgesprochen wird ;-)