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@Holger Ch.: (Ich hätte nichts dagegen, wenn wir, Deutschland, den USA beitreten* würden – wenn die uns noch wollten) – #metoo. Insgesamt ein vernünftiger Kommentar, meine volle Zustimmung. Niemand mit etwas Hirn will mit den Chinesen konkurrieren um den Preis des Gußstahls für die ganze Maschine. Die beuten sich selbst aus, so lange, bis das den Chinesen selbst zu blöd wird. Ich denke, China ist ein Pulverfass, das jederzeit hochfetzen kann. Wappnen wir uns, mit den USA, vllt. auch mit Russland: *welt:/newsticker/bloomberg/article106049954/Deutsche-sind-wichtigste-ethnische-Gruppe-in-USA-Zahl-waechst… .
Ein Nachtrag zu den Hoffnungen, die sich viele Unverbesserliche in Bezug auf „Europa“ machen:
Die Geschichte der menschlichen Kulturen bewegt sich in Zyklen, wohingegen der „Westen“ im geradlinigen Denken verharrt, als ob alles so weiter geht unter ständiger Verbesserung des Bestehenden.
Die Chinesen denken dagegen in Zyklen, und sie wissen, dass ihre Zeit kommen wird, auch wenn sie (vorerst) militärischen Konflikten aus dem Weg gehen: Sie beanspruchen zwar Taiwan als ihr ureigenes Staatsgebiet, aber führen (noch) keinen Krieg darum. Sie haben sich kampflos aus Venezuela drängen lassen, nachdem der Präsident, mit dem sie gute Geschäfte machten, „geklaut“ wurde. (Die USA dagegen hätten sich nirgends so einfach aus einem ihrer Hinterhöfe hinaus drängen lassen.)
@Taterka & Herrmann: es wird noch besser. Bei meinen dreimaligen Arbeitsaufenthalten in China riet ich meinen Studenten, sie sollen sich dafür einsetzen, daß sich ihr Land mittelfristig mit Japan, Südkorea und Vietnam aussöhnt und verständigt. Dann könnte der „Westen“ nämlich einpacken. Stattdessen lassen sich diese Länder, einige wurden ja zufällig zuvor von den USA gründlich zerbombt, wie Taiwan Honig um den Mund schmieren, um doch noch deren Traum von der kulturellen und wirtschaftlichen Kolonialisierung auch Chinas zu verwirklichen. Zwischen Taiwan (auch dort war ich) und Festlandschina herrschten bis 2015 ganz vernünftige Beziehungen, bis den USA einfiel, daß sie es verraten hatten, um sich das Festland als Markt zu kapern. Dumm gelaufen, es kam halt umgekehrt.
Wenn China die Welt jenseits seiner Sphäre erobern gewollt hätte, hätte es das schon im Mittelalter locker tun könnnen. Es ist heute in erster Linie an Geschäften in einer multipolaren und nichthegemonialen Welt interessiert. Die BRD täte gut daran, sich darauf einzurichten. Daß strategisches industrielles Knowhow verscherbelt wurde, hat zuvördert mit der Unfähigkeit unserer Wirtschaftsmanager und Politiker zu tun. Inzwischen braucht China das doch so gut wie nicht mehr. Wer damit hier noch punkten will, reitet ein totes Pferd.
PS: Reparationen und Patentklau seitens der Sowjetunion nach 1945 spielten denjenigen der USA gegenüber eine völlig unbedeutende Rolle. Und daß statt den USA oder ihrer Satrapen etwa der neue Feind Rußland die gemeinsam mit der BRD errichteten Nordstream-Pipelines gesprengt hätte, glauben hier auch nur die übelsten Hasser.
Der Kommunismus habe durchaus seine Berechtigung gehabt; damals starben die Leute auf der Strasse, so eine Aussage. Worin besteht denn diese Berechtigung? Darin, dass danach die Leute in Lagern anstatt auf der Strasse starben? Wurde denn hier, in der vor nicht allzulanger Zeit armen Schweiz, der Wohlstand mit Kommunismus erreicht? Wo wurde überhaupt Wohlstand durch Kommunismus erreicht? Ich verstehe diese Verklärung oder Verharmlosung im Jahre 2026 nicht. Auch vorher nicht, aber langsam sollte es schon konsens sein, dass Kommunismus und sein vermeintlich harmloserer Double Sozialismus, nichts, aber auch gar nichts Erstrebenswertes haben. Sie sind durch und durch gegen die menschliche Natur. Und zu erklären, dass China eigentlich gar nicht mehr kommunistisch sei, ist in etwa so glaubhaft, wie wenn man den islamischen Staaten den Islam abspricht. Es gibt in beiden Kulturen zwei Sprachen: eine für die Fremden und eine für die Unsrigen. Wir lassen uns gerne täuschen.
Ein vielsagender Trialog unter Ahnungslosen und Traumtänzern:
Herr Buurmann, Sie geben zu, sich erst jetzt mit Cina zu befassen? Glückwunsch, aber sorry, Sie sind ja ein Schnellmerker. „Wer zu spät kommt …“ (Zitat Gorbi)
Und Herr Kremp redet von einem Zeitraum von 50 (!) Jahren (57:00 min) – ich fass es nicht! Herr Kremp, wachen Sie auf! In 50 Jahren hat China die USA längst abgelöst (das wird schon in ca. 20 bis 30 Jahren passieren), und Sie reden immer noch von „Europa“ (!) (typisch deutsch, Sie meinen nicht Europa, sondern den Brüsseler Diktatur-Laden, der sich EU nennt), aber geben selbst ein Beispiel, wie unrettbar verrottet das deutsche Schulsystem ist. Die EUdSSR ist genauso korrupt und nicht mehr reformierbar, wie es die UdSSR einst war, sowas kann nur in sich zusammenkrachen wie das Zaren- oder das Osmanische Reich. Da braucht’s nicht einmal einen Angreifer, wie den „bösen Russen“.
Deutschland wird dann sich auf dem Niveau von Kolumbien wiederfinden incl. Drogenmafia und Griechenland vielleicht wie Burkina-Faso oder so.
Kein Weltreich hatte ewig Bestand, und als nächstes sind die USA dran – von „Europa“ redet dann eh keiner mehr. Im übrigen empfehle ich den Herren, gelegentlich den Blog von Martin Armstrong zu verfolgen.
Mehr mehr mehr !!! Nur drei Leserbriefe bisher
(19:07 Uhr)! Ich lach micht tot. Wegen des Sonntags werden noch einige in der Pipeline stecken, doch drei !! – das ist erbärmlich. **** Meine Meinung: 1) China kann solange die inneren Widersprüche kaschieren, solange es den Rückstand zum Westen im Lebensstandard aufholt, solange es für die Leute Hoffnung auf stetige Verbesserung gibt. Wenn Sättigung erreicht ist, werden die Leute unzufriedener, wie es der Westen gerade vormacht. Wenn es dann auch noch immer ineffektiver und korrupter wird, weil das demokratische Korrektiv fehlt, wird es für die selbstherrliche Führung immer schwieriger. 2) Rußland exportiert nur noch Rohstoffe. Seine „Elite“ verwendet die zum Krieg-Führen, anstatt die eigene Wertschöpfung zu pflegen. Ein Land, dessen Reichtum nur auf Rohstoffen beruht, bietet sich ausbeuterischen Eliten geradezu an, denn diese sind auf heimische Qualifikation nicht angewiesen. (Ausnahme: Rüstung) 3) Ich vermisse den (theoretischen) Vorteil von funktionierenden Demokratien: Sie können Eliten bei Mißwirtwschaft austauschen. Das kann China nicht. Wir z.Zt. auch nicht. 4) Ein unter militärischem Oberbefehl stehendes Europa wäre ein totalitärer Staat. (Wer über den Ausnahmezustand entscheidet, ist souverän) Solange wir kein europäisches Bürgertum haben, wird es kein europäisches Nationalgefühl und damit auch keine funktionierende Demokratie geben. 5) Deshalb: Bündnis mit den USA! Nie gab es einen wohlwollenderen Hegemon! (Ich hätte nichts dagegen, wenn wir, Deutschland, den USA beitreten würden – wenn die uns noch wollten)
@Chris Kuhn: Je nach Berührungspunkt genügt es, das Land nur von aussen zu kennen. Metallindustrie (Stanz- und Umformtechnik): Chinesische Werkzeugbauer drängen immer aggressiver auf den europäischen Markt. Ihre Umformwerkzeuge sind nicht besser als europäische, aber ihre Preise liegen zum Teil unterhalb der reinen Rohmaterialeinkaufspreise (also Graugussklötze) in Europa. Aus informierten Kreisen hört man, das der chinesische Staat diese Produkte mit bis zu 30% subventioniert. Mehr muss ich nicht wissen, um zu erkennen, wo der Feind steht.