Die Publizisten Birgit Kelle, Alexander Meschnig und Walter van Rossum diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über Deutschlands postfaktischen Umgang mit Corona, über eine hysterische Göre und über den Ukraine-Krieg.
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@Kenneth Gund: Volle Zustimmung meinerseits zu Ihrem ausgewogenen, ideologiefreien Kommentar. Vielen Dank.
Die aufgeregte Frau MdB Emilia Fester: Hat sie sich nicht hervorragend qualifiziert – mit ihrer Stimmlage, mit ihrem frei ausgelebtem Hass auf alle Andersdenkenden, mt ihrer stylesicheren Lederkluft – als Führer bei der Geimpften-Status-Polizei (Möge der Leser die korrekte Abkürzung dieser staatstragenden Institution bitte selbst bilden? Ihre Assoziation, nicht meine!)
Allerdings hat sie da null Zukunft. Bei der gegenwärtigen Inzidenz von nahezu 2000 kann es ja rein mathematisch ungefähr noch 50 Tage dauern bis zur vollständigen Durchseuchung des deutschen Volkes und damit der durch Frau Fester kenntnislos herbeifantasierten Herdenimmunität durch Impfung. Das pflichtgemäße Erdulden der Impfung wäre ja dann nur noch die zeremonielle Konformitätserklärung, vergleichbar dem Kauf von FDGB-Solimarken zu DDR-Zeiten.
Haben die Strategen um Lauterbach und ihre Kollaborateure eigentlich bedacht, was sie dem öffentlichen Ansehen des Impfens an sich angetan haben? Überwiegend – bis auf einige Skeptiker – haben die Bürger bisher andere Impfungen als segensreich angesehen und sich sogar brav ihre – mitunter durchaus problematischen – Immunisierungen z.B. für Tropenkrankheiten vor Reisen nach Afrika etc. abgeholt.. Jetzt ist die Impfung als solche nachhaltig verunglimpft als potentielle staatliche Zwangsmaßnahme, deren Nutzen zudem kritisch zu beurteilen ist. Würde mich wundern, wenn sich das nicht auch in der Impfbereitschaft gegen andere Krankheiten als Corona negativ auswirken sollte. Das ging wohl nach hinten los für die Impffanatiker.
@Ulrich Winter: „…. im Sinne einer nachhaltigen Pandemiegewährleistung.“ Einig sind sich alle Politverbrecher auch, außer der AfD, ihre Win-Win-Situation dadurch abzusichern, indem die kostenlosen Massentests möglichst für ewig „zur Verfügung“ gestellt werden. Da keine prozentualen Angaben zu Anzahl und Ergebnis gemacht werden, sind die gewünschten, zwar unerheblichen, aber den Michel in Panik versetzenden Inzidenzen jederzeit in jeder Höhe „zu erzielen“. Der schweizerische Außenminister hat es in zwei Sätzen allgemeinverständlich erklärt, er wäre als geimpfter, aber infizierter Terrorist durch die Welt gereist, hätte man ihn nicht zum Test gezwungen. Das Problem: früher durfte man davon ausgehen, dass „allgemeinverständlich“ besagte, dass es eine Mehrheit begreift. Früher!
Eine Überlegung zu Kiew könne durch den militärischen Wiederstand und die damit verbundenen Opfer den politischen Preis in die Höhe treiben. Russische Politiker können auch argumentieren das die vielen eigenen Opfer nicht umsonst gewesen sein dürfen. vgl WW1 und die Frage warum er so lange dauerte. Hinweis: Bei Belagerungen war es historisch immer üblich das je höher der Widerstand war, desto unfreundlicher war der spätere Umgang mit den Bewohnern der Stadt. Das kann man zB im alten Testament nachlesen. Im 30 Jährigen Krieg war es nicht anders. Je größer die Verluste des Angreifers sind um so größer wird auch deren Zorn. Um Paris hat man im WW2 kaum gekämpft. Das machte spätere Verhandlungen auch für bei Seiten einfacher. Die Ukraine und Russland werden auch weiterhin Nachbarn bleiben unabhängig davon wie die Sache ausgeht. Mit noch mehr Toten wird es nicht einfacher sondern schwieriger.
Uwe Obst / 20.03.2022 :
„Ich finde diese Erklärung schulden Sie uns[?sic!] noch.“ – - -
Die Ideologie vom Woken, ihre PC und Cancel Culture benötigten Jahrzehnte, um die Freiheit in der Welt zu zermürben.
Spießige Kleinbürger prozessieren gern mal. Nur eben, dass „euch“ in Vertretung derartiger „Schuldfragen“ kein Anwalt mandatieren wird, dass „euch“ jeder Richter mit der Klarstellung „Was wollen Sie hier überhaupt!“ sofort aus dem Gerichtssaal jagt und anschließend kein Rechtsschutz die von „euch“ verursachten Kosten übernimmt, das ist selbstredend. Hören Sie mal. Putin hat ein Privatvermögen von 200 Milliarden Euro. Er ist omnipotent darin, jeglichen freiwillig selbstlosen Einsatz für seine Pläne in den ans Internet angeschlossenen Hirnen Zukurzgekommener über die Grenzen seines Reiches hinweg effizient über seine hauseigenen Trollfabriken zu induzieren.
Wer braucht Sie?
Guter Diskurs zu den verschiedenen Themen. Herrn von Rossum kann ich bezüglich der Sicherheitsinteressen Russlands nicht zustimmen, bin da bei Frau Kelle und Herrn Meschnig. Ein Land wie Russland mit mehr als 6.000 atomaren Sprengköpfen benötigt meines Erachtens keinen neutralen Gürtel von Staaten an seinen Grenzen für den Selbstschutz, da man auf jegliche Konfrontation mit der mehrfachen Zerstörung des Globus antworten könnte. Es ist doch lächerlich zu glauben, dass der verweichlichte Westen mit seinem militärischen Arm der Nato nach Russland einmarschieren würde. Die Putin’sche Aggression ist mit nichts zu rechtfertigen und hat nur unschuldigen Menschen ihr Leben und ihr Land genommen.
Birgit Kelle sollte besser beim Gender-Thema bleiben. Von Militär und Außenpolitik versteht sie leider noch weniger als ihr Gatte und das will etwas heißen. Walter von Rossum hat die Lage sehr präzise und kenntnisreich dargelegt, auch der Hinweis auf die zivilen Opfer in Afghanistan ist sehr wichtig. Im Irak kursieren Schätzungen von über 1 Million ziviler Opfer alleine im Zeitraum von 2003 bis 2007. Der Westen hat keinerlei moralischen Trumpf in der Hand, der auch nur zu irgendeiner Form der Verurteilung Russlands berechtigt.
Davon abgesehen ist Putins Krieg selbstverständlich zu verurteilen. Aber die Lösung kann nicht darin bestehen, dass man Wehrpflichtige, Zwangsrekrutierte und Zivilisten bewaffnet und in den Kampf gegen professionelle Soldaten schickt, in dem sie lediglich den Heldentod für Führer, Volk und Vaterland sterben sollen. Wofür? Die Ukraine kann den Krieg militärisch nicht gewinnen, gleichzeitig ist die russische Armee alleine aufgrund der Personalstärke gar nicht in der Lage, das Land in größerer Fläche zu besetzen.
Man mag in Moskau etliche Fehler gemacht haben, aber dass man mit 180.000 Mann kein Land von der Größe auch nur der Ostukraine erobern und besetzen kann, ist Basiswissen. Putins eigentliches Problem ist, dass er Kiev eben nicht einnehmen konnte. Warum das so ist und weshalb es den russischen Streitkräfte nicht gelang, die ukrainische Luftabwehr und deren Luftwaffe unschädlich zu machen, wird man vielleicht erst in vielen Jahren analysieren können.
Heute können wir das nur als Fakt betrachten und wer weiterhin seine Märchen von der sowjetischen Eroberung der Welt erzählt, scheint die Lage in der Ukraine nicht zu kennen und sollte sich daher besser nicht zu dem Thema äußern.