indubio / 27.02.2022 / 06:25 / 122 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 209 – Die Weichei-Welt des Westens 

Peter Hahne und Boris Reitschuster diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über Wladimir Putin, seine Stärken, seine Absichten, seine Risiken, seine Unterstützer und seine Denkungsart sowie über die Entmilitarisierung Deutschlands, die Gefahren für die Energieversorgung und die Zukunft der Gender-Kinder-Gaga-Klimapolitik. Hahnes Buch: „Das Maß ist voll“ ist soeben bei Quadriga erschienen.

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Albert Schultheis / 28.02.2022

Sorry, aber so sehr ich die Arbeit von Herrn Reitschuster ansonsten schätze, muss ich ihm doch bezüglich der NATO-Politik und des Vorgehens der USA und des Westens gegenüber Russland und insbesondere in Kiew entschieden widersprechen. Ja, auch ich habe mich in Putin und Lawrow getäuscht, auch ich habe fest geglaubt, Putin besetzt höchstens die Region Luhansk und Donezk und macht Halt an der Demarkationslinie. Ich habe das geglaubt, weil die beiden russischen Führer sich in den letzten 15 Jahren sehr rational, berechenbar und zuverlässig verhalten haben. Siehe im Irak, in Syrien, gegenüber der Türkei nach deren Abschuss der russischen Militärmaschine, gegenüber Präsident Trump und besonders bei der Wahl Trumps. Ich finde es aber absolut falsch, jetzt, wo sich Putin dermaßen ins Unrecht gesetzt hat, durch diesen Angriffskrieg auf die Ukraine, weil er womöglich die Reaktion der ukrainischen Bevölkerung völlig falsch eingeschätzt hat, das wir jetzt alle hergehen und die Verbrechen, die Übergriffe, die ekelhafte Putin-Hetze und die Verhöhnung und großkotzige Herabsetzung des russischen Volkes einfach mal so unter den Teppich kehren! Dass wir den gewaltsamen Coup d’Etat von 2013 in Kiew einfach so übergehen, als sei nichts gewesen, als hätte nicht seit 2014 ein permanenter Bürgerkrieg gegen die Bürgerim Osten des Landes stattgefunden. Da muss ich sagen, da ist der hochgelobte Russlandexperte Boris Reitschuster einfach ein ungeeigneter, ein einseitiger und schlechter Berater. Ich bin nun wirklich kein Freund der Grünen, aber so sehr ich diese Idee, der Ukraine 5000 Stahlhelme zu liefern einfach voll depp und zynisch finde, so kann ich doch zumindest nachvollziehen, weshalb Annalenchen und Robert keine Waffen liefern wollten. Es hat in den letzten 70 Jahren sehr wenige direkte militärische Berührungen gegeben zwische den USA und Russland - aus gutem Grund, denn zum Beispiel in der Kubakrise stand die Welt unmittelbar vor der atomaren Katastrophe.

Petra Farley / 27.02.2022

Ich höre Ihrem Podcast hier in NY häufig zu und stimme häufig mit Ihrer Meinung überein. Allerdings bin ich der Ansicht, daß eine Glorifizierung Donald Trumps völlig unangemessen ist. Der Mann hat dem Land der USA unermeßlichen Schaden zugefügt und es in meinen Augen vor aller Welt lächerlich gemacht. Daß wir hier in USA zZt leider von einem uralten Tattergreis regiert werden macht die Sache nicht besser. Es ist völlig uninteressant, ob Trump mit der Invasion der Ukraine anders umgegangen wäre. Er ist Gott sei Dank nicht mehr Präsident und ich hoffe sehr, daß er es auch nie wieder werden wird.

PALLA Manfred / 27.02.2022

+ + + Möchte nochmals auf einen längeren ABRISS von NEUTRALER Seite (Österreich) hinweisen - Titel “Die Ukrainische Vorgeschichte” des Historikers und NachrichtenRedakteurs Eric Angerer, gestern auf RUBIKON.de ;-)

Silas Loy / 27.02.2022

Wenn Herr Reitschuster bei Putin keine “Liebe zu Russland” finden kann, aber wohl zum russischen Staat, dann beschreibt er nicht Putin, sondern sein eigenes Defizit. Es scheint ihm unmöglich, seine Befindlichkeiten hinter eine rein politische Betrachtung zurückzustellen. Und ja, die gibt es, sie ist aber offensichtlich nicht zeitgemäss. Das hysterische Geschrei, die kopflosen Getriebenen, die schon wieder panisch Riesengelder raushauen, zeigen das deutlich. Gegen diese überforderten und korrumpierten “Demokraten”, die seit zwei Jahren ihre Untertanen mit einer grotesken Pandemieinszenierung terrorisieren und ausplündern, kommt selbst ein rationaler Autokrat wie Putin doch tatsächlich eher volksnah und fürsorglich daher. Sein “Angriffskrieg” ist 19. Jahrhundert, das stimmt, aber was ist denn 21. Jahrhundert? Salamitaktisch, mit Repressionen und mit EuGH die Souveränität der Staaten der EU aushöhlen, bis es leere Hüllen sind und anonyme Brüsseler Bürokraten das Sagen haben? Gesetze brechen nach Belieben und sämtliche Gerichte der sogenannten Dritten Gewalt schweigen? “Demokratische” Wahlen manipulieren? Die verblödeten Untertanen an die Smartphonekette zu legen und sie per Impfpass und Kreditkarte kontrollierbar und gefügig zu machen, wenn die politisch-institutionelle-mediale Ausgrenzungsstrategie der selbsternannten Alleindemokraten noch nicht ausreicht? Die Ukraine mit Milliardensummen aus westlichen Steuergeldern herunterzuwirtschaften und damit ihre Zukunft zu zerstören, indem man sie korrupten Politiker*innen in den Rachen wirft?

M.-A. Schneider / 27.02.2022

Wieder ein äußerst bemerkenswerter und fesselnder Podcast mit zwei Gästen in Top-Form!!

Klaus Keller / 27.02.2022

In Kiew seien zahlreiche Waffen an die Einwohner verteilt worden, insgesamt 25.000 automatische Waffen sowie 10 Millionen Patronen, habe Innenminister Denys Monastyrskyj gesagt. Auch Panzerabwehrwaffen wären ausgehändigt worden. - 400 Schuss je Waffe. - Kommt ihr mutigen Helden und holt sie euch. Lasst euch von der Regierung der Ukraine in die Schlacht werfen. Ggf gibt euch Deutschland noch einen Helm und eine Panzerfaust dazu. Worauf wartet Ihr? Nun habt ihr endlich einen guten Grund fürs Vaterland zu sterben. - Lieber doch nicht? Schade. - Die Grenzbeamten der Ukraine weisen darauf hin das man für die Ausreise eine grüne Versicherungskarte benötigt. Ich nehme an für die Einreise deutscher Helden wird sie auch nötig sein. Man will eine Fremdenlegion aufbauen. - PS Nur für die Statistik: 25.000 automatische Waffen für Zivilisten könnte auch Ursache für 25.000 tote Zivilisten bedeuten. - Wenn mir der deutsche Innenminister so ein Angebot macht, würde ich den Minister erschießen.

Dirk Piller / 27.02.2022

Wir wissen alle nicht, was sich tatsächlich tut - und allein aus diesem Grund muss sich Deutschland mit Waffenlieferungen zurückhalten. Ein weiterer Grund ist doch auch, dass unsere Freunde und Befreier uns entmilitarisierte wollten und wir das nun auch bitte konsequent umsetzen, keine Waffen für uns und keine Waffen gegen uns.

Dirk Piller / 27.02.2022

Eine absolute Katastrophe, dass man seit 1991 ständig gegen Russland opponiert. Nur weil Putin jetzt Nägel mit Köpfen macht, sind wir nicht schuldlos und die Ukraine auch nicht. Jelenskji und Freunde spielen doch schon Jahren die Russen gegen den Westen und umgekehrt aus. Als ob die Ukraine wegen der “westlichen Werte” westlich sein wollen, da lache ich mich schlapp. Es winkt das Geld der EU und der USA. Wir haben als Europa ein Interesse an guten und wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland.

Arne Ausländer / 27.02.2022

Boris beschreibt - als große Ausnahme im gesamten deutschen Spektrum - nachprüfbar, warum Putin faktisch kein Segen für Rußland ist: Offene Flanke gegenüber China (was die Menschen in Sibirien schon vor 20 Jahren in Angst versetzte - kaum zu unrecht) und die Förderung des Jihadisten Kadyrow, dessen Macht weit über Tschetschenien hinausreicht, dessen Truppen schon seit Jahren im Donbass patroullieren - mit “Allahu-akbar”-Rufen. Dazu das Geheimdienst-Mafia-Geflecht, das unter Putinm das Land beherrscht. Selbst die ukrainische Korruption geht zu großen Teilen von russischen Akteuren aus. (Und selbst in Deutschland machen sich immer noch zu viele Illusionen, während mafiöse Strukturen Schritt für Schritt die gesamte Macht übernehmen, in Staat und Wirtschaft.) - Das wollen natürlich viele nicht wahr haben. Daß es im Westen nicht besser ist, ist ja der einzige reale Trumph Putins: der debile Biden und der Diktator Trudeau usw.usw. - Wehe den Schwachen!

Herzlichst , Katrin Ames / 27.02.2022

Lieber Herr Müller-Ullrich, Ich danke Ihnen vielmals für den Podcast und die tollen Themen und Gäste. Ich liebe es, intelligenten Gesprächen zu folgen, da in Deutschland ein intellektueller und strategischer Notstand besteht. Aber heute war ich zum ersten Mal sehr enttäuscht. Die Ausgabe 209 zum Thema Putin war so was von Mainstream, kein bißchen differenziert, es gibt doch bessere Russland Analysten und Kenner, die auch geopolitisch Ahnung haben. Z. B. Frau Krone-Schmalz, Xavier Moreaux von Stratpol. Gerne andere. Es wurde sehr wohl versprochen, dass die Nato keinen Zentimeter gen Osten rückt. Das Ostblock Bündnis Warschauer Pakt wurde einseitig als Entgegenkommen aufgelöst. Hört man nichts darüber. Ukraine, die Geschichte fing 2004 mit der orangenen Revolution an, über die Maidanbewegung, mit der die Amerikaner die damalige Regierung weggeputscht hat. Sie wollte nämlich nicht in die Nato. Die Nato will dort strategische Stützpunkte. Man muss dazu wissen, dass die Nato nicht für die Mitglieder sind, sondern nur um das Imperium USA zu sichern. Auch die EU würde nicht wegen europäischer Einheitsgefühle gegründet. In der Ukraine gibt es Öl und Gasbetriebe, die den Amerikanern gehören, shell z. B. Ich erinnere an den Amerikaner Z. Brzezinsky Amerikas Strategie der Vorherrschaft, in dem genau beschrieben wird, welche Regionen wie zu besetzen sind. Kann man direkt abhaken. Und all die bunten Revolutionen, Putin hat sie auch aus diesem Grund rausgeschmissen. Und seit 2004 mit Poroschenko wurden die Donbassbürger drangsaliert und überfallen von den ukrainischen Faschisten, man nennt die dortige russische Bevölkerung russische Hunde, die man töten kann. Das Referendum der Krim war ein 95% Entscheidung des Volkes, zu Russland zu gehören. Davon hört man gar nix. Wieso ist den der Absturz der MH17, der Malaysian Airline bis heute nicht aufgeklärt und der Öffentlichkeit zugänglich. Das ist alles nur angerissen. Trotzdem danke für alles, ihnen alles Gute, ihre Katrin Ames

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