Jürgen Trittins existenzielle Blasiertheit findet nur ein kleines Korrektiv in der Sentimentalitätssoße der Claudia Roth und der Gutgläubigkeit eines Cem Özdemir. Auch in der sozialen Frage geht die Partei den Weg des geringeren Widerstands und will die vermeintlichen Gerechtigkeitslücken mit Umverteilung und Steuerpolitik aus dem Archiv des Erich-Ollenhauer-Hauses beseitigen. Vorbei sind die Zeiten, als sich die einst linke Partei ordnungspolitisch moderne, liberale Politiker in ihrer Führung zutraute, die ihrem Kernpublikum weniger in ökonomischen als in weltanschaulichen Dingen etwas zumutete.
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13698727/Saturiert-Denkfaul-Blasiert-Die-Gruenen.html