Als Anthropologe, Historiker und Katastrophen-Forscher sprach ich kürzlich auf der Klimawandelkonferenz des Heartland Institutes in Washington. Der Titel meines Vortrags lautete: „Incredible Shrinking Europe – Between Climate Utopia & Green Energy Crisis“ (deutsch: „Unglaublich schrumpfendes Europa – Zwischen Klima-Utopie & Grüner Energie-Krise“).
Aus europäischer Sicht empfahl ich den Amerikanern vor allem eines: Uns in keinem Fall nachzuahmen. Denn Europa baut rasant ab — wirtschaftlich, geopolitisch, demografisch. Bei uns wachsen gerade nur die Energiekosten. In meinem Vortrag erkläre ich, warum es eine Verbindung zwischen den steigenden Kosten in Europa und den wirtschaftlichen Schwierigkeiten auf diesem Kontinent gibt.
Alles hängt damit zusammen, dass unsere Energiepreise drei-bis viermal so hoch wie in den USA sind. Energie-intensive Unternehmen investieren deshalb nicht mehr in Europa und gehen lieber in die Vereinigten Staaten und geben dies sogar offen zu. Europa verliert also Wettbewerbsfähigkeit und stagniert. Das ist jedoch vielen Europäern noch gar nicht bewusst.

Die Energiepreise sind bei uns nicht nur so hoch im Gegensatz zu den USA sondern auch zum Rest der Welt. Bei uns wächst eigentlich nur noch Panik, Hysterie, und Überheblichkeit. Aber das kennen wir ja aus der Geschichte Deutschlands. Im Übertreiben sind wir unschlagbar Weltmeister, vor allem in dem Bereich den der Rest der Welt überhaupt nicht interessiert. Da wir aber so eine unfähige Regierung haben wie nie in der deutschen Geschichte wird Deutschland bald nicht nur die rote Lampe tragen sondern bei sich das Licht ausschalten während außen herum alles noch irgendwie leuchtet.
@J. Polczer Leider ist dieses Schreckensszenario real. Die Schweiz will ihre KKWs abschalten, Frankreich macht auch Anstalten dazu - mindestens indem es jede Menge Windräder aufstellt. Wenn das wirklich durchgezogen wird, dann sieht es ganz besonders für Deutschland sehr düster aus. Ganz abgesehen davon, dass die Erneuerbaren, Sonne und Wind doppelte Infrastrukturen benötigen, also noch um einiges teureren Strom produzieren als heute. Warum doppelt? Es müssen konventionelle Kraftwerke bereitstehen um Schwankungen nach unten aufzufangen, die aber nur im Bedarfsfall eingeschaltet werden sollen. Das muss auch mit bezahlt werden. Standortvorteile in punkto Energie? Keine. Wen wunderts, dass grosse Industrien abwandern, oder gar nicht erst hierherkommen.
„Aus europäischer Sicht empfahl ich den Amerikanern vor allem eines: Uns in keinem Fall nachzuahmen.“ Stimmt. Falsches Englisch (incredible shrinking) würde ich als Ami auch nicht nachahmen. Aber die Amis sind da schmerzfrei.
Das ist doch den Schwachmaten wie Habeck und anderen so etwas von sch...egal. Die Hauptsache die Staatsknete winkt. Der mittlerweile völlig verblödete Deutsche hat nur noch nicht gemerkt was diese Bagage anstellt; das kommt erst, wenn die ersten Rentenkürzungen da sind, die ersten Bücherverbrennungen stattfinden und die ersten Schauprozesse á la Mao/Stalin/Hitler/Honecker gegen anders denkende stattfinden. Dann aber ist es zu spät und wir müssen uns gedulden bis Hilfe kommt und diesen Krebsgeschwüren an unserer Volkswirtschaft endlich eine auf das großdeutsche Maul hauen; das hält dann hoffentlich 100 Jahre vor.
Vor lauter Nabelschau interessiert es die Deutschen gar nicht, wo sie im internationalen Vergleich stehen. Wie damals in der DDR, bloß ohne Mauer. – Da wir aber a priori in der besten aller möglichen Welten leben, ist alles überflüssig, was wir nicht haben: StreetView und Netzabdeckung, Kernkraft und Armee, Innovationen und Altersrenten. Wir leben von Luft und Liebe, und wenn das nicht reicht, von Illusionen und Märchen. – „Wir schaffen das“ gehört ganz oben auf die Liste berühmter letzter Worte.
Der Niedergang Deutschlands und der EU lässt sich kaum noch verbergen. Interessant ist immer die Analyse, wo in der Welt investiert wird und wo nicht. Daraus ergeben sich noch immer die besten Prognosen für die Zukunft. Ebenso sind steigende Verschuldungsraten ein zuverlässiger Indikator, wo Probleme auftreten werden und wo nicht. Eine Krise, die das derzeitige Politestablishment wegspülen wird, liegt in der Luft. Ob sich Deutschland und die (dann überhaupt noch existente?) EU nach einer schweren Krise wieder auf Marktwirtschaft zur Wohlstandschaffung rückbesinnen werden, ist aber keineswegs selbstverständlich. Hochqualifizierte verlassen jedenfalls schon heute Deutschland. Unternehmen investieren anderswo. Das ist überaus rational.
Ich habe eine ernst gemeinte Frage, die ich beinahe nicht zu stellen wage: Wie sieht es im restlichen Europa aus? Ist man dort - Schweden klammere ich hier einmal bewusst aus - auch so weit wie hier, bezüglich der Einstellung, dass ,wenn wir jetzt nicht gleich sofort alles stehen und liegen lassen, die "Klima-Apokalypse" naht? Und doch muss ich sagen, dass wenn alle soweit sind oder der Erkenntnis nahe sind, ich kaum eine andere Erklärung benötige. Vielleicht haben ja die anderen "Meinungsträger" mehr Einblick als ich.