Roger Letsch / 07.10.2016 / 11:47 / Foto: Elkawe / 3 / Seite ausdrucken

In der Idylle lauert der Siedler!

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland schaffte es innerhalb einer Woche, gleich zwei Dokumentationen mit jüdischem Bezug zu senden. Interessant sind die unterschiedlichen Sendeplätze. Während die ARD am 26.9.2016 mit einem Bericht über Antisemitismus in Deutschland „Jude. Deutscher. Ein Problem?“, erst um 23:30 Uhr auf Sendung ging, startete arte am Tag darauf gleich 20:15 Uhr mit dem Zweiteiler „Die Siedler der Westbank“, zur besten Sendezeit. Zufall? Ich glaube nicht.

Der Gegenstand der so spät ausgestrahlten ARD-Doku betrifft uns alle mitten in Deutschland, es ist dem Zuschauer  wohl nicht zuzumuten, sich damit zur besten Sendezeit selbstkritisch auseinanderzusetzten. Ganz anders ist das offenbar mit einem Konflikt, der tausende Kilometer weit weg ist und seit Jahrzehnten schwelt. Sowas lässt sich für europäische Befindlichkeiten doch moralisch viel folgenloser bewerten. Die Mainstream-Empörung im Ganzweitweg bedient die Spitzenzielgruppe der Israelverurteiler und Palästinaversteher. Also 20:15 Primtime. So sehen das wohl zumindest die Verantwortlichen der Sender.

Eines vorweg: Wenn man die Bilder der Doku sieht, die wunderschöne Landschaft, die Hügel von Samaria und Judäa, die Wadis, Olivenhaine und Straßen, die sich wie dünne Schlangen durch die Landschaft ziehen, möchte man am liebsten gleich dorthin. Die staubige Luft einatmen, die Bäume berühren und auf einem der Hügel sitzend auf die dunstigen Horizonte hinter den Nachbarhügeln der Nachbarhügel starren.

Schönen Bilder und hässliche inhaltliche Schwächen

Doch Vorsicht! Es lauert der Siedler dort! Der jüdische Siedler, der sich weder von seiner Regierung noch vom unklaren Status des Landes von diesen Hügeln fernhalten ließ und sich auf den Weg machte, genau da zu leben, wo er seiner Meinung nach leben solle. Es ist zugegebenermaßen schwierig, sich in die Gedankenwelt von Menschen versetzen zu wollen, denen ein Stück Land, das nicht viel mehr bietet als Staub und Steine, heilig ist. Es erscheint dem durchschnittlichen Mitteleuropäer geradezu grotesk, all seine Energie, das Leben der Familie und deren Zukunft an einen Flecken Erde zu binden, dessen Status bestenfalls umstritten ist. Mir erscheint es auch tollkühn, sich der permanenten Gefahr von gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den arabischen Nachbarn auszusetzen. Es ist nicht meine Welt, aber eine Welt, die ich gern besser verstehen würde. Kann der Film mir dabei helfen?

Ich denke, nein. Denn dieser Film der schönen Bilder hat einige hässliche inhaltliche Schwächen. Der Kardinalfehler scheint mir zu sein, dass „Die Siedler der Westbank“ , so wie der Film auf arte gesendet wurde, weder in Deutschland noch in Frankreich die richtige Zielgruppe finden kann. Es ist ein Film aus Israel, gemacht von Israelis für Israelis, die in Bezug auf ihre Siedler zwar eine ähnlich ambivalente Einstellung haben wie viele Europäer, aber über das wie, wo, wann und wieviel deutlich besser informiert sind, als wir in Europa.

Hintergrundinformationen werden als bekannt vorausgesetzt oder deren Fehlen in Deutschland und Frankreich billigend ins Kalkül gezogen. Ebenso die Tatsache, dass die Interviewpartner nicht „die Siedler“ sind, sondern nur ein kleiner Teil von ihnen. Ein lauter Teil allerdings. Verfolgt man die Doku hier in Deutschland, verfestigt sich im Durchschnitt leider der Eindruck, die Siedler stehlen den Arabern das Land. Es mag solche Fälle geben, die Regel sind sie nicht. Der Film stellt hier nur Behauptungen auf, deren Beweis er schuldig bleibt.

Ein Araber, der mit dem Finger auf einen Hügel zeigt und sagt „das gehört mir“, ist kein Beweis. Welches Unrecht begeht aber ein Jude, der in Samaria ein Stück Land kauft, um dort ein Haus zu bauen? Oder eine Wohnung dort mietet, weil er sich ein schickes Loft in Tel Aviv nicht leisten kann? Dessen Kauf- oder Mietvertrag wollten die Filmemacher jedenfalls auch nicht sehen, es genügt ja schon der Hinweis „Siedler“, um ihn ins Unrecht zu setzten. Macht ihn das zum „Siedler“, dem die hiesige Presse gern noch das Prädikat „militant“ vorausschickt?

Ist der Kauf einer Finca auf Mallorca nicht auch ein Akt der Vertreibung?

Das Argument, als Siedler vom arabischen Nachbarn mit Argwohn betrachtet zu werden, der sich um eine Weidemöglichkeit für seine Schafe gebracht sieht oder das Land gern selbst kaufen wollte, scheint nur für die „Westbank“ zu gelten – kein Deutscher würde sich durch solch schlechte Nachbarslaune vom Kauf einer Finca auf Mallorca oder einem Ferienhaus im Tessin abhalten lassen. Kein Spanier oder Italiener würde die Teutonen deshalb als Siedler bezeichnen. Militant schon deshalb nicht, weil man die Teutonen nicht vor ihren spanischen und italienischen Nachbarn beschützen muss, weil sie im Land ihrer Träume ihres Lebens nicht sicher sein könnten.

Argumente, die für die Siedler sprächen, scheint es in dem Film nicht zu geben – es sei denn, sie sind religiös und lassen sich aus der Tora ableiten – nichts also, für das der durchschnittlichen Franzosen oder Deutsche auch nur ein Gran Verständnis aufbrächte. Verständnis für muslimische Befindlichkeiten in Deutschland bringt man gern auf, jüdische religiöse Fundamentalisten haben da schon weniger Glück. Ich denke, in Israel ist das ein klein wenig anders, auch wenn selbst dort ein Teil der Bevölkerung nur genervt den Kopf schüttelt über das, was in Samaria und Judäa passiert.

Je komplexer ein Problem ist, umso verlockender ist es, sich für die Betrachtung nur einen kleinen Teilaspekt herauszugreifen und nur zu betrachten, welche Schatten dieser wirft. Blendet man dabei aber alle Schatten aus, die von anderer Seite auf diesen Teilaspekt fallen, wird eine Blackbox aus dem Problem. Genau dies tut der Film. Diese Blackbox sieht am Ende des Films etwa so aus: Siedler gehen rein, palästinensisches Leid kommt heraus. Oder etwas polemischer: Wo ein Siedler ist, gibt es ein Problem für den Frieden. Und zwar für den israelischen Staat, für die Araber, für die Armee, für die Demokratie. Ganz so, als gäbe es keine anderen, positiven Effekte, als hätte es sie nie gegeben, als dürfe es sie nicht geben. Aber auch Siedler arbeiten, bestellen Felder und entwickeln das Land, ziehen Kinder groß…was uns zu einem weiteren Problem des Films führt, der Zeit.

Wenn heute vom Gebiet der sogenannten Westbank gesprochen wird, setzt man als gegeben voraus, dass Juden erst mit der Eroberung dieses Gebietes von der Jordanischen Armee im Jahre 1967 dorthin kamen. Als Soldaten und Siedler. Der Film tut dies auch. Aber Juden lebten dort schon Jahrhunderte lang als unterdrückte Minorität unter Mamelucken, Osmanen und Briten. Das arabische Massaker an Juden in Hebron hätte im Jahr 1929 wohl kaum ohne die massakrierten Juden stattfinden können, oder? Und damals war der Staat Israel noch nicht mal in Sicht, Siedler gab es auch noch keine, nur Menschen, die dort lebten: Araber, Juden, Christen und Andere. Ähnlich ist es in allen größeren Orten in der Westbank. Überall lebten auch Juden, arabische Juden. Gemeinsam mit arabischen Muslimen und Christen, mal besser, mal schlechter. Nach seiner Gründung wurde Israel von allen seinen Nachbarn sofort mit Krieg überzogen, der de facto bis heute anhält. Die Vertreibungen der jüdischen Einwohner aus den arabischen Ländern im Jahr 1948 traf zum Beispiel auch die Bewohner von Hebron, das von Jordanischen Truppen annektiert wurde, genau wie der Rest der sogenannten Westbank. Wenn also 19 Jahre später wieder Juden nach Hebron kamen, kann man nur schwer von den „ersten Siedlern“ sprechen, wie der Film dies tut.

In Palästina kein Platz für Juden, in Israel Platz für zwei Millionen Araber

Aber das sind alles nur Zahlenspiele. Denn es ist die eine entscheidende Frage, die der Film nicht beantwortet: Wer bestimmt, wo Juden leben dürfen, und wo nicht – und zwar deshalb, weil sie Juden sind. Ist es die Vierte Genfer Konvention, die es einem Juden verbietet, nach Samaria zu ziehen? Diese spricht aber nur davon, dass ein Land in Gebieten, die von seiner Armee besetzt gehalten werden, keine Umsiedlungen seiner Bevölkerung dorthin vornehmen darf, unter Zwang! Die „Siedler“ sind aber ausschließlich freiwillig dort, außerdem gegen Bitte und Empfehlung ihrer Regierung.

Selbst wenn heute nicht wenige Menschen aus wirtschaftlichen Gründen und weil das Leben in den Siedlungen billiger ist als zum Beispiel in Jerusalem oder Tel Aviv sich gezwungen sehen, dort zu leben, ist es die israelische Regierung, die sich gezwungen sieht, auf die Siedler aufzupassen, die Siedlungen zu erschließen und zu entwickeln, weil deren arabische Nachbarn nicht dazu zu bewegen sind, in Frieden mit den jüdischen Siedlern zu leben. Die palästinensische Autonomiebehörde glaubt auf jeden Fall, über den Aufenthalt von Juden bestimmen zu können, denn nach deren Willen ist im Staat Palästina kein Platz für Juden. Und zwar nicht für einen einzigen. Warum nur ist dann in Israel Platz für zwei Millionen Araber?

Schauen wir zurück ins Jahr 1948 und versuchen, möglichst nicht dieselben Fehler zu machen, wie die Akteure von damals. Grenzen wurden gezogen, wie man das schon immer gemacht hat. Länder wurden geschaffen, wie das schon immer geschah. Was war also anders, als der UN-Beschluss die Teilung eines Teils der Levante vorsah? Ein arabischer Staat mehr oder weniger, was machte das schon. Es wurden schon andere gegründet, deren Existenzberechtigung in der Folgezeit nie in Frage stand. Aber der andere Teil, Israel, sollte ein jüdischer Staat werden und sowas hatte es in der Neuzeit noch nie gegeben: Juden, die über ihr Schicksal selbst bestimmen.

Je mehr sich die arabische Welt gegen die Existenz Israels stemmte, umso tiefer grub sich Israel in Fels und Sand. Jeder Schritt Israels in Richtung Moderne veranlasste seine Nachbarn dazu, sich einen Schritt weiter in Richtung Extremismus und Mittelalter zu bewegen. Die Uhr zurück zu drehen würde leider nichts nützen, denn kein Ereignis zwischen der Rede Ben Gurions über die Deklaration Israels und der Kriegserklärung sämtlicher arabischer Staaten kurze Zeit später könnte so geändert werden, dass es diesen Krieg nie gegeben hätte.

Welche Wahrheit möchte man hören: die bequeme oder die schreckliche?

Um die Beantwortung einer Frage drückt sich die israelkritische europäische Öffentlichkeit und leider auch der Film trotz seines Siedler-Bezuges immer wieder herum: Was wäre denn, wenn die Siedler in Judäa und Samaria einfach Bürger eines Staates Palästina wären, dort Steuern zahlten, an Wahlen teilnähmen und vielleicht ein paar Abgeordnete einer JPP, einer „jewish party of palestine“ ins Parlament nach Ramallah entsenden würden? Palästinensische Sicherheitskräfte würden sich um den Schutz der „Siedler“ kümmern, die ihre Waren nach Israel exportieren könnten. Dieses Szenario stellt zwei Fragen: Erstens, definieren sich die Siedler zuerst als Israelis, oder als Juden? Und wenn es – wie ich vermute – eher die jüdische Identität ist, die Menschen dazu bringt, in Samaria auf dem Land zu leben, das ihnen heilig ist, warum hat die arabische Seite ein Problem mit potenziellen Mitbürgern aufgrund ihrer jüdischen Identität. Anders gefragt: Wer hat eigentlich festgelegt, dass Samaria und Judäa „Judenrein“ zu seien haben und wofür sollte das gut sein?

Weder Israel noch irgendein anderer Staat auf der weiten Welt ist „Araberrein“ oder „Moslemrein“. Was ist das nur für ein Problem, das die Araber ausgerechnet mit den Juden haben, besonders, wenn diese nicht als unterprivilegierte, Minderheit unter muslimischer Herrschaft leben wollen, die Klappe halten und ab und an ein kleines Pogrom klaglos über sich ergehen lassen wollen? Wäre es nicht so, dass selbst wenn man jetzt per Fingerschnipp einen funktionierenden Territorialstaat Palästina in der Westbank erzeugen könnte, Israel immer noch dessen wichtigster Nachbar sein würde, mit dessen Wirtschaft er noch immer eng verzahnt bleiben würde? Müsste nicht vielmehr die Akzeptanz der Anwesenheit von Juden in der Westbank genauso selbstverständlich sein, wie es die Anwesenheit von Arabern in Israel bereits ist? Die Tatsache, dass es der Weltöffentlichkeit komplett egal ist, wenn Araber in Israel „siedeln“, während sie sich darüber aufregt, dass Juden dasselbe in Samaria machen, zeigt, dass es wie so oft bei Israel-Themen Doppelstandards gibt.

Dabei gibt es sie natürlich wirklich, die Typen unter den Siedlern, die man mit Fug und Recht als durchgeknallt bezeichnen kann. Die Idee eines Großisrael vom Nil bis zum Euphrat, die als eine Art verbindende Idee der Siedlerbewegung kurz vor Ende des Films die Handlung eingewebt wurde, ist eine solche Spinnerei. Die Anzahl der Menschen, die ein solches „Reich“ für möglich halten, dürfte prozentual etwa den Anhängern der Chemtrail-Verschwörungstheorie entsprechen. In einer pluralistischen Demokratie wie in Israel muss man auch diese Typen ertragen, ihre Meinung muss man nicht teilen.

Was soll man denn nun lernen aus diesem Film, wo steckt die Wahrheit und welche genau soll es sein? Die bequeme Wahrheit, der auch viele Europäer folgen, sieht etwa so aus: Israel räumt alle besetzten Gebiete, konsequenterweise auch gleich auch die von 1948, erst dann wäre die PA zufrieden. Die Israelis stellen sich dann mit hochgekrempelten Hosen ins Mittelmeer und fragt die neuen arabischen Herren, ob man vielleicht irgendwo behilflich sein kann. Folgte man der arabischen Parole, dass alle Juden „dahin gehen sollen, wo sie herkommen“, müsste zumindest ein Teil in der Levante bleiben, andere müssten dann schauen, ob sie noch die Schlüssel zu den Häusern in Algerien, Tunesien, Irak, Jordanien, Ägypten, Russland, Polen, Deutschland, Frankreich oder dem Iran haben, aus denen sie einst vertrieben wurden. Denn merke: Araber vertreiben ist schlecht, wenn aber Juden vertrieben werden, zählt das irgendwie nicht. Komisch, oder? Auch hier gibt es offensichtlich Doppelstandards. Die einfache Wahrheit bemäntelt die Lüge von der friedlichen Vor-Israel-Zeit, der sich weder die über Israel empörte Öffentlichkeit noch der Film stellt. Sie funktioniert nur zum Preis der totalen Vernichtung Israels. Wer glaubt, dies fordern zu dürfen, soll sich zum Teufel scheren.

Die Frechheit zu existieren

Die schreckliche Wahrheit ist, dass es nach allen Erfahrungen der letzten 60 Jahre ziemlich egal ist, was Israel tut. Wenn es nicht funktioniert, ist immer Israel schuld. Wenn zum Beispiel die Christen Bethlehem verlassen, nachdem die vollständige Kontrolle der Stadt auf die PA (palestinian authority) übergegangen ist, hat die israelische Besatzung Schuld daran (man frage mich nicht, wie das geht). Wenn Israel meiner Meinung nach aus purer Verzweiflung eine potthässliche, acht Meter hohe Mauer um sein Territorium zieht, die genau das leistet, was sie soll – nämlich den freien kleinen Grenzverkehr für Selbstmordattentäter zu beenden – ist das nicht die Schuld der Attentäter, sondern, sehr richtig: Israels Schuld. Wenn ein Jude sich nicht in Jenin, Ramallah, Gaza oder 99 Prozent  von Hebron aufhalten kann, ohne gelyncht zu werden, ist natürlich auch der Jude schuld – weil er die Frechheit besitzt, zu existieren.

Die schreckliche Wahrheit ist, dass es der islamische Antisemitismus ist, der jede territoriale Entflechtung von Israel und Palästina immer wieder unmöglich und im Versuchsfall immer zur Falle für Israel macht. Das ist ein entscheidender Grund für die Unterstützung, zu der sich die israelische Regierung für die Siedler mal mehr, mal weniger freiwillig entschließt. Gaza ist der beste Beweis dafür, wie es besser nicht laufen sollte. Dort endeten die „Siedlungen“ genau am 12. September 2005 mit einer gnadenlosen Räumung, die genau der palästinensischen Maximalforderung entsprach. Kein Jude hält sich seitdem im Gaza-Streifen auf. Die Welt stutzte kurz, denn das hatte man dem „Hardliner“ Sharon nun wirklich nicht zugetraut.

Doch dann schaute man nur noch interessiert zu, wie das Hardliner-Regime der islamistischen Hamas die Macht im Gaza-Streifen an sich riss. Wie stehen eigentlich die Wetten, was nach einem Abzug der Israelis aus der Westbank dort passieren würde? Ich hätte da einen sicheren Tipp. Ich würde sogar wetten, dass Jordanien seine Grenze zur Westbank genauso dicht machten würde, wie Ägypten dies zum Gazastreifen hin getan hat – und zwar ebenso ohne Grenzübergänge. Einfach aus der berechtigten Angst heraus, von islamistischen Terroristen überrannt zu werden. Und weder im Fall Ägyptens, noch im Fall Jordaniens könnte man ernsthaft von „Islamophobie“ schwadronieren, oder?

Gäbe es den islamischen Antisemitismus nicht, der sich auch gern als Antizionismus tarnt, gäbe es keinen Anlass für einen Araber in Samaria, sich vor seinem jüdischen Nachbarn zu fürchten – und umgekehrt. Der Kampf, der im sogenannten „heiligen Land“ geführt wird, findet nicht um Land, sondern in den Köpfen statt. Die Dokumentation „Die Siedler der Westbank“ lässt sich bei vorurteilbeladenen Menschen leider viel zu leicht als Sprengsatz verwenden. Das ist schade, denn der Blick, den sie in die Welt der Siedler wirft, ist ungewöhnlich und interessant.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Roger Letschs Blog Unbesorgt.hier

Siehe zu diesem Thema auch diesen Beitrag.

Foto: Elkawe via Wikimedia

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Alma Ruth / 08.10.2016

@eric faber - Ja, es war im Jahre 1929. Damals gab es noch kaum Siedlungen und auch der Staat Israel war ein Traum, von dem man keiner wissen konnte, ob es sich je verwirklichen wird. Das hat aber die dortigen Araber nicht daran gehindert, Massaker verüben. Falls ich richtig informiert bin wurde jenes in Hebron vor allem deshalb so bekannt, weil dort während der Jahrhunderte immer Juden gelebt haben. Es gab aber auch manche anständige Araber, denen es gelang, einige Juden zu retten. lg Alma Ruth

robert renk / 08.10.2016

Bad guy, good guy, die Schubladisierung hat längst stattgefunden, die Juden sind die Bösen, die Palis, die Guten. Beinahe lustig die Liebe der links/grünen Medienmacher zu allem arabisch/muslimischen . Ja, wo die Liebe hinfällt, da ist man machtlos, wenn das Herz entscheidet ist der Verstand ausgeschaltet !  

Eric Faber / 07.10.2016

War das Hebron-Massaker nicht im Jahre 1929?

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