Doch es gibt sie noch, die Aufrechten und Unbeugsamen, beispielsweise in Hamburg. Dort versammeln sie sich am – jawohl! – 9. November dieses Jahres in einem Etablissement mit dem schönen Namen Kaffeewelt, um über die „Antisemitismus-Falle“ zu diskutieren, genauer: über „die Funktion eines ungeheuerlichen Vorwurfs innerhalb der Partei Die Linke und gegen sie“. Und das Podium ist fürwahr hochkarätig besetzt: Arnold Schölzel, der Chefredakteur der stets widerständischen Tageszeitung junge Welt, wird es genauso bereichern wie Susann Witt-Stahl, eine Journalistin, die vor allem zwei Arten von Faschismus bekämpft: den Fleischkonsum und die Parteinahme für Israel. Moderiert wird der Abend vom allzeit wackeren Thomas Immanuel Steinberg, der auf seiner Heimatseite unter anderem eine Selektion in „Kriegsjuden“ und „Friedensjuden“ vornimmt und sich im Übrigen durchaus vorstellen kann, dass die Bezeichnung „Antisemit“ einmal zu einem „Ehrentitel“ wird.
http://lizaswelt.net/2011/10/17/wer-anderen-eine-grube-graebt/