
Schauen Sie richtig hin, Herr Bonhorst! Die Demokraten wollen nicht einfach nur Donald Trump ärgern, denn dieses Affentheater haben sie bereits bis zum Erbrechen gespielt und es ist sowieso fraglich, ob “Opa” Trump in vier Jahren nochmals antreten kann und will. Vielmehr geht es den Demokraten darum die “Marke” Trump zu vernichten, bzw. den Namen zu “brandmarken”. Denn viel gefährlicher für die Demokraten, als Donald Trump, ist seine Tochter Ivanka Trump! Das ist nämlich der eigentliche “Jackpot” um den es geht! Das wissen Demokraten, wie Republikaner. Sollte Ivanka Trump die nächste Präsidentschaftskandidatin der Republikaner werden, haben die Demokraten dem kaum etwas entgegen zu setzen. Ivanka ist eloquent, klug und sieht gut aus, sie ist zudem eine Frau und bietet somit für alle republikanisch denkenden Menschen in den USA etwas, vom Hillybilly bis zum Südstaaten-Intellektuellen. Harris kann da nicht mithalten, weder optisch, noch politisch, besonders da sie dann schon vier Jahre “gewohnt” sein wird. Die Strategie der Demokraten kann daher nur sein, a) Harris nach zwei Jahren zur ersten Präsidentin der USA zu machen (um sich schon mal diesen Titel zu sichern) und b) die Marke Trump möglichst so negativ zu konnotieren, das das Publikum/die Wähler sie mit dem Leibhaftigen assoziieren. Gelingt ihnen das nicht, verlieren sie die nächste US-Wahl wahrscheinlich und das wissen die Demokraten. Und genau darum geht es bei dem Zirkus der derzeit aufgeführt wird. Für beide Seiten steht auf absehbare Zeit alles auf dem Spiel. Da mag das Land zerreißen, wie es will. Und es zeigt auch, das Bidens “Versöhnung” mehr eine Verhöhnung des Volkes ist.
Unabhängig von Trump: War denn der “Sturm auf das Kapitol” ein Putschversuch, oder eher eine Warnung? Die USA und Deutschland lassen sich in der Tat - leider - nur noch gegen Null vergleichen. Das war mal anders. Auch wenn Deutschland ein Mehrparteiensystem hat, hier gilt nur noch: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Der ehemaligen RAF und ihren Kindern sind die Opfer egal, wie das schon immer war. Worin liegt also der Vorteil eines Mehrparteiensystems für die USA, Herr Bonhorst? Oder habe ich Sie falsch verstanden?
Egal wie das Verfahren endet, Donald Trump ist gut beraten, sich von den Republikanern zu distanzieren. Die würden es niemals zulassen, dass er noch einmal an die Macht kommt. Eine eigene “Bewegung”, ähnlich wie Macron in Frankreich, wären für ihn die Möglichkeit, wieder ins Spiel zu kommen. Bei günstigem Verlauf kann er selbst nochmal Präsidentschaftskanditat werden, wenn nicht immerhin noch als wahrer Strippenzieher im Hintergrund agieren. Dazu bedarf es der Gründung neuer Medien, die explizit gegen das vorhandene Establishment agieren. Zeit für ein “New Conservatism”. Ein breiter Rückhalt in der Bevölkerung wäre da, dieser muss eben aber medial begleitet und bestärkt werden.
Ist es vielleicht so: wenn Trump das I-Verfahren verliert, kann er nicht ein weiteres Mal als Präsidentschaftskandidat antreten? Ds würde für mich dieses absurde Theater erklären, das dann gar kein Theater mehr wäre….
Die eigentliche Frage hinter all der Hysterie und dem beiderseitigen (mehr aber “demokratischen”) Gelüge war doch die, welche wirtschaftliche Richtung und damit welche Machthabergruppe sich durchsetzt: die mehr binnenmarktorientiert, somit eher friedliche, überwiegend mittelständische und damit nicht übermächtige Wirtschaft - oder aber die Vorstände riesiger Konzerne, Banken, Kapitalgesellschaften und Internetgiganten. Diese wirklichen Machthaber, für die Trumps Präsidentschaft ein einziges Ärgernis war, agieren global, und das heißt imperial. Sie sind “linksliberal”, denn links ist heute die “Elite”, und zwar ausdrücklich gegen die machtlose Bevölkerung. Sie sagen “world first” und meinen damit ihr ungeheuer demokratisch zustande gekommenes “Recht” auf Kriege mit offener (“humanitäre Interventionen”) oder verdeckter Gewalt (Sanktionen, inszenierte Boykotte u.ä.). Das Ganze ist dann die “kapitalistisch-sozialistische Synthese”, die nahtlos in die “Welt jenseits der Zugehörigkeiten” übergehen wird. Einmal wird es soweit sein . . . Und, das Schlimmste von allem: die meinen viel davon ernst! Reiner Zynismus wäre weit weniger gefährlich als die Mischung von emotionaler Instabilität, verletzten Eitelkeiten, einem Hang zur Hybris und dem eigenen Halb-und-halb-Glauben an die gängigen Schlagworte und Ideologien. Angela Merkel und der durchsetzungsfähige Teil der dt. “Elite” in Wirtschaft, Journalismus und Polit-Industrie sind Satrapen der genannten Machthaber. Der Rechtsstaat ist allerdings noch nicht ganz unterworfen, jedenfalls nicht in D und Europa. Wahrscheinlich sind Wahlergebnisse deutlich weniger wichtig als der juristische Widerstand. Dieser hat es jedoch - etwas - leichter, wenn den Grünen und Vergrünisierten eine starke und echte Opposition entgegensteht.
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