Seit Jahren häufen sich die Nachrichten über Firmenpleiten, u.a. aufgrund der hohen Energiepreise. Innerhalb der letzten viereinhalb Jahre gab es 600.000 Insolvenz-Arbeitslose.
Über die Folgen der ruinösen Politik der letzten Bundesregierungen wird immer noch eher verhalten gesprochen, wahrscheinlich weil es immer nur einen teilweisen Regierungswechsel und keinen richtigen Politikwechsel gab. Doch jedem Beobachter, der die Nachrichten von Betriebsschließungen und Firmenpleiten in den letzten Jahren verfolgte, ist natürlich klar, dass dies in steigende Arbeitslosenzahlen münden würde. Der inzwischen erreichte Umfang des Stellenabbaus lässt sich nicht mehr allein durch Frühverrentung und Vorruhestand auffangen. Während sich die Bundesregierung und die Koalitionsparteien in der laufenden Haushaltsdebatte an den Gedanken schuldenfinanzierter Investitionsprogramme wärmen, berichtet bild.de von ernüchternden Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die hätte die Behörde auf Anfrage des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) vorgelegt. Die Zahl der von Insolvenzen betroffenen Beschäftigten stieg demnach im Jahr 2023 auf 165.984. Im Jahr zuvor traf es "nur" 83.597 Beschäftigte.
Im vergangenen Jahr hätten dann genau 184.494 Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz wegen einer Firmenpleite verloren. Auch im ersten Halbjahr 2025 (1. Januar bis 30. Juni) sei es nicht besser geworden: 92.202 Beschäftigte verloren ihre Arbeit durch eine Firmenpleite. Insgesamt gäbe es in den vergangenen viereinhalb Jahren (1. Januar 2021 bis zum 30. Juni 2025) damit inzwischen mehr als 600.000 Insolvenz-Arbeitslose in Deutschland.