
Sehr geehrter Herr Broder. In einem Roman von Erich Maria Remarque heißt es: „Im Westen nichts Neues“. Heute würde er vermutlich sinnierend schreiben: Im Osten nichts Neues. Na gut, die Wessis durften nach 45 u.a. das GG verinnerlichen. Die Ossis aber hatten den Vorteil, nur Staatsfunk Sender zu empfangen. Gebührenfrei. So hatte man viel Zeit zum Stricken, Häkeln und Basteln:-)
Das eine sind “Verschwörungstheorien”, wie geschrieben Theorien, während IM Victoria echt war und ist. Mit Anetta Kahane hat sich das wiederholt, was Ulbricht gegen den Willen seiner Mitkämpfer durchgesetzt hat. Ehemalige NSDAP Mitglieder in die SED zu holen. Willige, obrigkeitshörige Parteimitglieder / Befehlsempfänger werden in jedem Regime gebraucht. Leider kann man das Kainsmal nicht immer erkennen. Da es Ulbricht nicht mehr gibt, wer hat IM Victoria und Kampfgenossen den “Wiedereinstieg” ermöglicht?
Aktion OdeStA läuft. Wann tritt wohl der neue von Schnitzler im Schwarzer Kanal 2.0 auf? Btw, hat die verdiente inter-nationale Sozialistin Viktoria auch schon einen Termin für das Bundesverhöhnkreuz beim Shoa2.0-Planer-Gratulanten? Die Große Transformation geht weiter, Josef G. hätte seine hölle Freude.
Ich verstehe die (westdeutsche) Politik je länger je weniger. Dass eine Frau Kahane eine solche Stellung hat, anstatt ihr restliches Leben im Knast zu verbringen, ist schon schwer zu erklären. Und jetzt will die GROKO (CDU soll sich schämen) noch über eine Milliarde Euro gegen Rechts ausgeben, wobei doch alle wissen, dass dieses Geld im linken Sumpf landet. Quo Wadis Deutschland!
In diesem Land ruft die Äußerung “ich fühle mich wie Sophie Scholl” wesentlich mehr Empörung hervor als der Tweet “man sollte Querdenker gesellschaftlich ächten und ins Lager schicken “. Muss ich das verstehen?
Die Tagesschau ist doch sowieso nur noch übelste Propaganda für salonlinken Quatsch. Eine Sache über die in Deutschland dafür mal wieder so gut wie gar nicht berichtet wurde, ist der Messerangriff eines Syrers in Karlsruhe auf seinen Vermieter Alexander A. am 17.11.20. Dafür gibt es zwei Gründe; erstens: Der Täter ist Syrer. Zweitens: Das Opfer war AfD-Kandidat bei der vergangenen Stadtratswahl und arbeitet für die Partei. Und natürlich war der Syrer, wegen mangelnder Fluchtgefahr, schon wieder auf freiem Fuß, als das Opfer nach einer Notoperation aus der Narkose aufwachte. Man stelle sich vor, das Ganze wäre andersherum passiert. IM Victoria und Konsorten würden wochenlang von einer Sondersendung der Tagesschau bis zu den üblichen Talkshows nicht mehr vom Bildschirm verschwinden.
Endlich ist es soweit, dass uns auch noch unsere Gefühle vorgeschrieben werden. Im “besten Deutschland, das wir je hatten” darf man sich nicht mehr so schlecht wie Sophie Scholl oder Graf von Stauffenberg fühlen. Falsche Gefühle sind antisemitisch und verharmlosen die NS-Diktaur. Ja klar! Ganz anders ist das, wenn eine Politikerin der Opposition als Nazischlampe bezeichnet wird. Das ist nicht nur keine Verharmlosung der NS-Diktatur, sondern dafür gibt es auch noch den richterlichen Segen. Die Altpatien, die sich kürzlich das Ermächtigungsgesetz genehmigt haben, haben das Monopol auf die inflationäre Verwendung aller Nazibegriffe. Bei denen gibt es Orden und Preise bei deren Verwendung, bei Andersdenkenden gibt es die Beobachtung durch den Verfassungsschutz bei gleichem Sprachgebrauch. Nein, ich lasse mir meine Gefühle nicht vorschreiben. Ich fühle mich manchmal so, wie sich vermutlich Graf von Stauffenberg gefühlt hat.
Das Betriebssystem der Berliner Republik hat sicher, sicher einen diktatorischen Kern.
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