Gestern Abend berichtete die Tagesschau in ihrer 20-Uhr-Ausgabe was "nach dem Tod von George Floyd" in den USA so los ist: "USA streiten über Erinnerungskultur". Hier ab Min. 8:45 und auch hier. Der Streit war eine wohlorganisierte und orchestrierte Aktion, wie in den Tagen der chinesischen Kulturrevolution unter Mao. Nur dass diesmal nicht die Denkmäler von "Klassenfeinden", sondern von "Rassisten" gestürzt wurden, vornehmlich Miltärs, die auf Seiten der Konföderierten im amerikanischen Bürgerkrieg 1861–1865 gekämpft hatten. Aber auch Christoph Columbus wurde buchstäblich entsorgt, als hätte Kanzlerin Merkel entschieden, dass die Entdeckung Amerikas ein unverzeihlicher Fehler war, der rückgängig gemacht werden müsste.
Heute nun legt Susanne Beyer aus dem Hauptstadtbüro des SPIEGEL nach und erklärt uns: Warum in den USA die Statuen jetzt fallen müssen. Müssen, nichts weniger als das. Denn: Die Zerstörung der "Statuen von Generälen der Südstaaten..., die im Bürgerkrieg die Sklaverei verteidigt hatten", waren "Gesten im Überschwang, aber sie sind normal, richtig und befreiend, wenn tiefe Wunden aufbrechen".
Gesten. Ganz normal, richtig und befreiend. Ich wüsste gerne, was Frau Beyer schreiben würde, wenn in Deutschland Statuen von Luther, Wagner und Marx mit Gewalt ausgemustert würden, weil diese drei bedeutenden deutschen Denker Hardcore-Antisemiten waren, die Hitler inspiriert hatten. Wären das auch "Gesten", normal, richtig und befreiend?
Im "Überschwang" kann schon mal was passieren, das nicht so gemeint war. Eine harmlose Knutscherei kann in eine Vergewaltgigung ausarten, eine Betriebsfeier mit einem Gang Bang enden. Shit happens.
Und wenn demnächst im Streit um die Erinnerungskultur weitere Statuen in den USA vom Sockel fallen und in Hafenbecken ertrinken, z.B. die Statue of Liberty, wird Frau Beyer vom Hauptstadtbüro des SPIEGEL bestimmt eine Erklärung finden, warum auch das sein musste und weshalb solche Gesten normal, richtig und befreiend sind.

@Martin Sabrow, Historiker: Das ist jetzt nicht Ihr Ernst? Kolumbus als Wegbereiter des transatlantischen Sklavenhandel? Der ging wohl in die andere Richtung, um die amerikanischen Kolonien mit Arbeitskräften zu versorgen. Kolumbus brachte Indianer nach Spanien, um den katholischen Majestäten ihre „neuen“ Untertanen vorzustellen, wie auch andere Produkte der Neuen Welt. Im übrigen war es in dieser Zeit üblich, Kriegsgefangene, wenn sie „Heiden“ waren, zu versklaven. Das war bei den Christen und bei den Moslems üblich. Versklavte Afrikaner einzukaufen und als Arbeitskräfte einzusetzen war in dieser Zeit wohl eher eine „Erfindung“ der Portugiesen, denn die hatten Stützpunkte in Afrika, vor allem in Angola. Sie haben in diesem Zusammenhang sicher schon von Königin Nzinga von Matamba gehört?
@Thomas Taterka / 12.06.2020 : Man muß auf den Tag gefaßt sein, an dem aus dem Theodor Heuss - Platz der Angela Merkel - Platz wird. So sieht’s aus." Wo ist der Unterschied? Siegt mal schön oder merkelt mal schön? D D über nichts! Welcome to the german nightmare!
Das Problem mit dem Antisemiten Wagner ist größer als gedacht. Um hier ein Zeichen zu setzen, müssen die Parteien im Bundestag sofort ALLE Mitglieder ausschließen, die irgendwann seit 1945 die Bayreuther Festspiele besucht haben! FCK WGNR
Ja, die Bilderstürmer. ... hat eigentlich jemand mal die angeblich Diskriminierten gefragt? Ich bin mir sicher, dass es den meisten Afroamerikanern und auch den Commonwealth-Briten in ihrer angeblich so rassistischen Heimat besser geht als den Menschen in der Heimat ihrer Vorfahren. Afrika ist bettelarm, dass viele Millionen freiwillig in die USA oder nach Europa kommen/kommen würden. Von freiwillig ins nationalsozialistische Deutschland einwandernden Juden hat man noch nicht gehört. Rassismus? Ja, da war mal was.
@ R. Licht Ein Stalindenkmal auf Alt-BRD-Seite gibt es meines Wissens nicht. Aber ein Lenin-Denkmal. In Gelsenkirchen. Kein Scherz. "Die linksextreme MLPD wollte in Gelsenkirchen eine Leninstatue aufstellen. Das Coronavirus verhindert dies nun vorerst." (WAZ 13.3.20) PS.: Nein Lenin war nie in Gelsenkrichen nicht einmal bei seiner Reise im plombierte Wagen: "Die Reise Lenins im plombierten Wagen fand während des Ersten Weltkriegs im April 1917 statt. Sie führte Wladimir Iljitsch Lenin zusammen mit weiteren Emigranten vom Schweizer Exil durch das Deutsche Reich über Skandinavien nach Petrograd, dem heutigen Sankt Petersburg. Der „plombierte Wagen“wurde dabei nur auf dem deutschen Streckenabschnitt benutzt." (Wiki) PPS: Die MLDP ist eine ebenso unbedeutende wie stinkend reiche kommunistische Splitterpartei (Parteivermögen etwa 5,5 Millionen €) im Familienbesitz: "Parteivorsitzender war seit der Gründung im Jahr 1982 Stefan Engel, der am 1. April 2017 auf Beschluss des X. Parteitags in dieser Funktion von Gabi Fechtner (geb. Gärtner;) Ex-Partnerin von Engel) abgelöst wurde. Sie ist die Tochter von Monika Gärtner-Engel. (Ex-Partnerin von Stefan Engel)" (Wiki) Natürlich möchte man den echten Sozialismus. Is klar. Und das wird super. Nur Wähler, die haben sie nicht.
Ich kann mir schon überhaupt nicht mehr vorstellen, dass jemand noch freiwillig in den SPIEGEL schaut.
Ach, hätte man diesem G. Floyd doch statt dem "güldenen Sarg", ein Mausoleum gespendet, so könnte all die von Antirassisum Getrieben wenigstens täglich, wie auf dem Roten Platz, ihrem "Helden" huldigen und wenn sich der Wind mal wieder gedreht hat, dieses wieder mit Schimpf und Schande einreissen. Geschichte wiederholt sich immer, immer wieder.