Ältere Journalisten-Kollegen können sich sicher noch daran erinnern: Jedes Jahr mussten sich die Mitarbeiter in deutschen Redaktionen darüber Gedanken machen, welche selbst erdachte Nachricht, die man heute wohl „Fake-News“ nennen würde, sich am 1. April als Aprilscherz platzieren ließe. Wie es – vor allem unter Minderjährigen – auch im richtigen Leben üblich war, würde man das ungläubige Staunen hernach mit einen gut gelaunten „April, April“ auflösen.
Wer die Aufgabe mit der Aprilscherz-Meldung ernst nahm, hatte viel zu bedenken. Allzu offensichtlicher Blödsinn war verpönt. Die Leser, Hörer oder Zuschauer sollten schon zunächst das Gefühl haben, dass es stimmen könnte. Bei genauerem Nachdenken aber erkennen können, dass diese eine Meldung nicht echt, sondern der Aprilscherz ist. Wenn sich heutzutage Medien noch an Aprilscherzen versuchen, wird das meist ein wenig peinlich, denn nach den damals üblichen Vorgaben lassen die sich nicht mehr finden. Inzwischen ist das, was früher sofort als Aprilscherzmeldung erkannt worden wäre, Wirklichkeit geworden.
In meinen Jugendjahren wäre ein Bericht darüber, dass inmitten einer deutschen Großstadt eine Frau von einem Wolf angegriffen wird, was dann von einem Vertreter des staatlich finanzierten Wolfsmanagements, das die Wiederansiedlung von Wölfen betreut, beschwichtigend kommentiert wird, sofort als Aprilscherz identifiziert worden. Wer hätte früher einen Bericht ernst genommen, dass gegen eine Redaktion wegen der Verwendung einer Nazi-Parole ermittelt wird, weil in einem ihrer Artikel nachgewiesen wird, dass ebendiese Parole gar keine spezielle Nazi-Parole war? Stattdessen gehörte sie zuvor zum gängigen Repertoire von Sozialdemokraten.
Allerdings hätte sich damals auch niemand vorstellen können, wie konsequent sich die SPD in den letzten Jahrzehnten von den Grundlagen der deutschen Sozialdemokratie verabschiedet hat. Ihre früheren Spitzengenossen Brandt und Schmidt würden die heutigen SPD-Granden wahrscheinlich längst wegen „Hass und Hetze“ bei einer ihrer Meldestellen angezeigt haben.
Kein Hort des Realismus mehr
Aber zurück zum 1. April. Sie können jetzt einwenden, dass die gerade zitierten Meldungen bereits am 31. März erschienen sind. Doch zu den Hochzeiten des deutschen Aprilscherzes hätte wahrscheinlich fast jeder Medienkonsument gemutmaßt, dass hier die jeweilige Aprilscherzmeldung einfach nur einen Tag zu früh veröffentlicht wurde.
Vielleicht geht es nicht nur mir so, sondern auch anderen, die mit Aprilscherzen aufgewachsen sind: Bei dem, was einem so aus der deutschen Politik erzählt wird, beschleicht einen jeden Tag mindestens einmal das Gefühl, dass am Ende schon ein unausgesprochenes „April, April“ mitschwingt. Doch gerade dort, wo man sich ein „April, April“ wünschen würde, meinen sie es wiederum todernst. Untermalt wird das Ganze dadurch, dass sich auch bei einst hochseriösen Nachrichtensendungen und Politmagazinen immer öfter dieses alte Erste-April-Gefühl aus Kindertagen einstellt.
Egal ob es sich um die politischen Verantwortungsträger handelt, die die Sprengung von Kraftwerken betreiben und sich anschließend über den hohen Strompreis wundern, oder jene Politiker, die über die Masseneinwanderung von Millionen neuer Sozialleistungsempfänger aus aller Welt jubeln, um anschließend die Löcher in den Sozialkassen und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu beklagen. Wer hätte das vor ein paar Jahrzehnten im Mutterland der Aufklärung ernsthaft für möglich gehalten?
Wären die deutschen Regierungen der letzten Jahre mit dem Versprechen angetreten, Aprilscherze Wirklichkeit werden zu lassen, so könnten sie sich heute einer erfüllten Mission rühmen. Heute ist sogar schon Wirklichkeit, was früher selbst für einen Aprilscherz als zu offenkundig blödsinnig galt. Bei dieser Überdosis Blödsinn an jedem Tag, könnte die Politik heutzutage den Bürgern vielleicht stattdessen am 1. April einen rein realistischen Ruhetag gönnen, oder? Die Chancen dafür stehen allerdings schlecht. Denn auf dem Kalender für den heutigen 1. April steht eine Sitzung des Bundeskabinetts. Das ist Außenstehenden bislang leider nicht gerade als Hort des Realismus aufgefallen.

@ Ernest Warbler – „Na, wer hat’s gesagt?“ ---- wäre da zunächst bei Pispers.
Dem Ultra-Selbstabkacker.
Bin mir aber nicht sicher.
Der einstmals honorige Mann hat seinen maximal möglichen Untergang selbst gewählt.
Bin heute sowas von froh (!), dass ich diesem Corona-Jubelperser nie auch nur einen Cent Eintrittsgeld gezahlt habe.
Falls es die Linksmedien-Nutt.., Pardon, der schmierige Jürgen Becker war:
Wenn ich könnte, würde ich dem meine einstmals heißgeliebten Jürgen-Becker-CDs ins Gesicht schmeißen. Ehrlich.
Aus und vorbei.
Diese Drucksäcke a la Becker, Pispers, Gröhlemeyer, Westernhagen, dieser entsetzliche Lachnummer-Dylan Niedecken, die Liste der erbärmlichen Windbeutel ist lang -- wie auch immer sich diese Wendehälse in die Medien pressen:
Aus und vorbei!
Diese Typen stink.., Pardon, riechen allesamt auffallend streng nach Müllhalde für verrottende Systemköter.
Pfui.
Eilmeldung, Eilmeldung. Vor 7 Minuten! Neunundneunzig Prozent der Teutschen können einen Aprilscherz von reinem Irrsinn unterscheiden. Das restliche Prozent sitzt am Tag im Bunten.
Hinweis: Die Prozente wurden von Hand gemessen. Erlauben Sie leichte Farbabweichungen.
Ich habe heute gelesen, daß der ehrenwerte Präsident der USA, seine Majestät Donald I., nach der Lektüre einer Reportage von H.G. Wells und einer Dokumentation von Tim Burton dem Mars den Krieg erklärt habe. Seine Majestät Donald I. sei überzeugt, daß die Marsianer einer Invasion der Erde planten und seine Ehefrau und danach ihn töten wollten, wie das Burton am Besispiel von US-Präsident James Dale dokumentiert habe. Nach dem Endsieg wolle Trump den Mars in Trump umbenennen und seinem Kumpel Musk die Verwaltung von Trump übertragen. Mars, der alte Kriegsgott heißt nun Trump, wie passend. Fast, aber nur fast hätte ich es geglaubt …
Leider auch kein April-Scherz, wenn ich von einem Polizist oder einer Polizistin bedroht fühle, darf ich sie oder ihn totschlagen !?
Ein der ACHGUT-Leserschaft nicht ganz unbekannter Publizist hat bereits vor mehr als einem Jahrzehnt festgestellt:
„Man kann in Deutschland inzwischen beinah alles: gut essen, qualitätsbewusst einkaufen, Luxusreisen online buchen, Politiker mieten und Reptilien als Haustiere halten. Nur eines kann man nicht: Satiren schreiben. Denn keine Fantasie, wie ausgeflippt sie auch ein mag, vermag mit der Wirklichkeit Schritt zu halten.“
Na, wer hat’s gesagt?
@Jörg Themlitz : >>Damit derartige Aussetzer (Aprilscherze) den Politikern nicht mehr passieren, wurde mit Wirkung vom 01.04.2026, analog zu LKW-Fahrern, eine Lenkzeitbeschränkung eingeführt. Ministerpräsident Daniel Günther erhält darüber hinaus ein elektronisches Fahrtenbuch. Mit den Button „Ministerpräsident“ und „Privat“.<<
## Alles hängt mit allem zusammen. Lenkzeitbeschränkungen wurden bereits in den 90-ern angedacht, als auf den Autobahnen die Übernachtungen überhand nahmen. Ich selbst war bei frühen Schneefällen mehrmals für eine Übernachtung auf der Autobahn ausgewählt. Es war aber weitgehend schlaflos. Nun wurde das damalige Konzept wieder hervorgeholt, nachdem die Höchstgeschwindigkeit innerorts auf 15km/h und außerorts auf 25km/h festgelegt wurden. Die Fahrt für den Kini von Mingen bis Balin (587km) verläuft Bis zur A9 (ca. 12-13km) innerorts und in Ballin etwa 7-8 km innerorts.
Wenn man innerorts 20km ohne Sondersignal mit 15km/h führt, braucht man 1h20min. Die 567km außerorts mit 25km/h brauchen reichlich 22h40min, Das macht ziemlich genau 24 Stunden. Eine Strecke.
Da braucht man bei 8h Lenkzeit drei Fahrer. Die Pinkelpausen sind nicht mit gerechnet.
Man sieht dadurch, dass über geeignete Regulierungen Erfordernisse geschaffen werden, die ohne solche Regulierungen nicht notwendig sind. Dazu kommt, wenn man die Fahrer in einem Begleitfahrzeig befördert, muss das Begleitfahrzeug auch drei Fahrer haben. Das bedeutet, mit Begleitfahrzeugen ist eine Skalierung nicht möglich, weil die Zahl der Fahrer mit multipliziert wird.
Die einzige verbleibende Lösung wäre es, Berlin und München näher zusammen zu rücken, idealerweise auf dem gleichen Gebiet. Eine Harmonisierung der urbanen Millhieus ist dafür eine Voraussetzung.
Fazit: Lenkzeiten, vom Laufrad bis zum Kreuzfahrtschiff sind alternativlos. Macht mal einen Plan und dann macht gleich noch einen Plan, Wochenarbeitszeit von 36 auf 22 h reduzieren.
Das schafft Probleme, die längst gelöst sind. Total 100% Zero.
Ich wage folgenden Aprilscherz: Annalena Baerbock wird erste Bundespräsidentin.