Heute wäre der Gelehrte Gunnar Heinsohn 80 Jahre alt geworden. Professor Heinsohn verstarb am 16. Februar dieses Jahres. Geboren wurde er 1943 in Gdingen (Gdynia). Er lehrte als Professor für Sozialpädagogik an der Universität Bremen, Kriegsdemographie an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik Berlin und am NATO Defense College in Rom, Eigentumsökonomik am Management Zentrum St. Gallen und am IFZ der Hochschule Luzern. 1993 gründete er das Raphael-Lemkin-Institut für Xenophobie- und Genozidforschung.
Heinsohn publizierte über 900 Titel, davon 30 Monographien. Seit 2008 schrieb er für Achgut.com. Die Stiftung New Direction verlieh ihm am 15. Juni 2016 den „Liberty Award“ für seine „contribution to an open-minded and honest political debate“. Im September 2021 erhielt er die Medaille „Odwaga i Wiarygodność“ (etwa: Courage und Glaubwürdigkeit) für seine Verdienste um das Bild Polens in der Welt vom polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki überreicht.
Die Familie erinnert heute an Gunnar Heinsohn mit einer Anzeige in der Tageszeitung Die Welt (gedruckte Ausgabe). Darin heißt es: „Vielen war er ein Lehrer – freundlich im Wesen, nonchalant, neugierig und intellektuell standhaft“. Die Redaktion von Achgut.com würdigte ihn erst kürzlich durch die Neuveröffentlichung eines angesichts des aktuellen Hamas-Terrors besonders prophetischen Beitrags vom 19. Mai 2018. Dies diente als Auftakt der neuen Achgut-Serie „Wir haben es gesagt“.
Gunnar Heinsohn ist unvergessen. Sein Werk enthält wichtige Lehren für unsere Gegenwart und Zukunft. Achgut.com wird die Erinnerung an Gunnar Heinsohn pflegen und sein geistiges Erbe lebendig erhalten.
Christoph Kramer, geb. 1978, studierter Historiker, leitet seit 2017 das Achgut-Büro.

Herrn Maar kann ich nur beipflichten!Es ist ein großer Verlust.
@Holger St.: Nicht „gegeneinander“, sondern einer gegen einen anderen, hier die Russerei gegen die UA – in der Hoffnung, dass die Ukrainer schneller ausbluten. Bei Bevölkerung eins zu vier. Geburtenraten spielen hierbei keine Rolle. Alles klar?
In jedem Fall ein Freund Polens und der intellektuellen Wahrhaftigkeit. Gerne hätte ich seine Stimme noch länger vernommen.
Ja, die Genialen machen sich vom Acker…. und die Deppen feilschen um Anerkennung …. Niedergang! MfG
@Holger Steffen: Ganz so habe ich Heinsohn nicht verstanden. Länder mit niedrigen Geburtenraten führen Kriege, halten sie aber entweder nicht lange durch – oder müssen sich auf elektronische Kriegsführung – vom Hacker-Angriff über Raketen bis hin zu Lenkwaffen und Drohnen – oder gleich die atomare Drohung verlegen. Das ungefähr ist es, was wir in der Ukraine erleben. Freilich kann so der Gegner nur zermürbt und seiner Infrastruktur beraubt werden. So etwas wie ein Besatzungsregime im Sinne einer Eroberung oder auch nur echter Territorialgewinne ist dagegen kaum noch möglich, und falls es doch dazu kommt, dann ist es durch asymmetrische Kriegsführung leicht angreifbar. – Helmut Schmidt wird zitiert, gegen Ende des 21. Jahrhunderts würden die Europäer nur noch etwa fünf Prozent der Weltbevölkerung ausmachen. Der Verlust an Menschen und an Kooperation ist also auch ohne Kriege bereits ein Bedeutungsverlust. Und das ist dann richtig dumm gelaufen, außer man flankiert es mit Bildung, Begabtenförderung, Hochtechnologie, auch kultureller Kontinuität und geistiger Freiheit. Das war Heinsohns zweiter Schwerpunkt. Man hätte ihm also vor allem in regierenden Kreisen zuhören sollen. Das war, bevor er nach Polen auswanderte. Heinsohn hat das Nötige gesagt und hinterlassen; er ruhe in Frieden.
Ja, Herr Heinsohn
brachte auch mir bei, daß Länder mit niedrigen Geburtenraten keine Kriege mehr gegeneinander führen ….
Auch ich posaunte diese Weisheit bei jedem 2. politischen Gespräch heraus.
..dumm gelaufen
Ein kluger Kopf dessen Beiträge bleibende Gültigkeit haben – besonders in Bezug auf Russland- und allesamt unter „ Wir haben es gesagt“ wieder veröffentlicht werden können.