David Klein, Gastautor / 22.04.2018 / 12:00 / Foto: David Hall / 9 / Seite ausdrucken

Im SRF wird der Jude durchs Dorf getrieben

Von David Klein.

Kürzlich diskutierte ich mit einem einflussreichen Schweizer Medienmacher über die grassierende Feindseligkeit gegenüber Israel in den hiesigen Print-Medien. „Wir sind ja noch heilig“, so der Journalist, der ungenannt bleiben möchte, während des Gesprächs, „Du solltest mal die Leute von SRF hören.“ 

Tatsächlich stellt das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) Juden entweder als schläfengelockte ultrareligiöse Fundamentalisten aus dem Jerusalemer Viertel Mea Shearim dar, oder als nationalistische israelische Kriegstreiber, die den Palästinensern „ihr“ Land stehlen. Das scheint angesichts von über 200 jüdischen Nobelpreisträgern in verschiedensten Kategorien reichlich eindimensional. Als Antwort auf die Frage, weshalb sich die SRG auf zwei negativ konnotierte jüdische Stereotype kapriziert, antwortet Marc Lehmann, Moderator der Radiosendung „Tagesgespräch“ auf SRF 1 und SRF 4 News am Telefon: „Offensichtlich ist es schwierig, andere zu finden.“ 

Lehmann wurde dann aber doch fündig, mit einer dritten Spezis von Juden, derer sich SRF oft und gerne bedient, dem selbsthassenden „Alibijuden“ (BaZ vom 27.07.2017). An Yom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, interviewte Lehmann im „Tagesgespräch“ den jüdischen Verleger Abraham Melzer, der gemäss einem Urteil des Landgerichts München vom Januar dieses Jahres, amtlich als „berüchtigter Antisemit“ bezeichnet werden darf.

Melzer nannte den israelischen Außenminister einen „Blockwart“ (rangniedrigster Nazi-Funktionär), israelische Ministerinnen sind für ihn schlicht „Nazi-Weiber“. Als Sprecher bei der Konferenz „Palestinians in Europe“ hatte Melzer Parolen wie „Jude, Jude, feiges Schwein“, „Scheiß Juden, wir kriegen euch“ oder „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ als eine „durchaus verständliche Reaktion“ verteidigt, „für die sich keiner entschuldigen muss.“ Lehmann hält Melzer aber trotzdem für qualifiziert, das SRF-Publikum über den Unterschied zwischen Antisemitismus und Israelkritik aufzuklären. Über Melzers Hintergrund erfährt die Zuhörerschaft nichts.

Nummer Sieben unter den Top-Ten

In einer Studie zu Antisemitismus im Internet des World Jewish Congress vom Januar 2018 rangiert die Schweiz in den Top-Ten auf Platz sieben. War früher die Kirche für die Verbreitung und Festigung des Ressentiments gegen Juden verantwortlich, sind es heute die Medien, die ihrem Publikum mit Auslassungen, Verkürzungen, Vorverurteilungen, Opfer-Täterumkehr und krassen Falschmeldungen praktisch täglich ein Zerrbild von Juden präsentieren – vertreten durch Israel, den Juden unter den Staaten.

„Es gibt eine sehr einseitige Berichterstattung in Bezug auf Israel, auch in seriösen Medien wie ARD oder ZDF. Da ist ganz klar eine pro-palästinensische Tendenz zu erkennen“, so die Antisemitismusforscherin Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel, die in ihrem Buch „Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert“ über mehr als zehn Jahre die mediale Berichterstattung zu Israel analysiert hat. „Kein Land wird so heftig kritisiert, so einseitig und realitätsverzerrt dargestellt wie Israel. Mit so einer Berichterstattung fördern Journalisten antisemitische Gedanken.“ 

Bei der antijüdischen Agitation von SRF, die dem von Schwarz-Friesel empirisch belegten Schema punktgenau folgt, sind ausgerechnet Informationssendungen wie „Tagesschau“, „10 vor 10“, „SRF News“, „Rundschau“, „Echo der Zeit“ oder „DOK“ die Flagschiffe der antiisraelischen Desinformation des vermeintlich unabhängigen Medienhauses.

Wenn SRF-Rundschaumoderator Sandro Brotz in der Anmoderation eines pro-palästinensischen Beitrags mit dem tendenziösen Titel „Bauen für die Besatzer“ vom palästinensischen Westjordanland, wo „Kentucky Fried Chicken“ und die trendige Kleiderkette „Mango“ ihre Filialen haben und es gemäß Booking.com allein in Ramallah vier Fünf-Sterne-Hotels gibt, von einem „Gefängnis“ spricht, ist klar, dass SRF in eine weitere Schlacht zieht auf dem zwangsgebührenfinanzierten Feldzug gegen Israel.

Freiwillige gesucht

29. Januar 2018 veröffentlichte SRF News in Bezugnahme auf ein Stelleninserat der israelischen Migrationsbehörde die Schlagzeile: „Israel sucht Freiwillige für die Jagd auf Flüchtlinge“. Die Meldung entpuppte sich als Fake News. Übernommen hatte SRF das Paradebeispiel antiisraelischer Propaganda von „Bento“, dem „jungen Angebot“ von Spiegel Online, das für seine exzessive Israelkritik bekannt ist. Bild-Redaktor Filip Piatov enttarnte die antiisraelische Hetze von Bento: In besagtem Inserat ist weder von „Freiwilligen“ noch von „Jagd“ die Rede. Die israelische Regierung suchte „Migrations-Inspektoren/innen zur Ausführung von Einsätzen/Aufgaben gegen illegale Flüchtlinge/illegale Einwanderer“.

Erst nach diversen Reklamationen – unterdessen hatte auch die ARD-Tagesschau unter dem Titel „Falsche Berichte über Israel“ einen Faktencheck veröffentlicht, in dem SRF explizit erwähnt wird – räumt SRF News Fehler ein. Es wird jedoch keine Richtigstellung veröffentlicht, sondern lediglich ein Zweizeiler, der in den Kommentaren unter dem reißerischen Artikel begraben wird. Da war der Schaden längst angerichtet, was sich in den Kommentaren zum Artikel niederschlug: „Apartheid pur“, „Ausgerechnet die Juden“, „Aus der Geschichte lernen, von wegen“.

Auch SRF lernt nicht: Einen Tag später interviewt Simone Hulliger im SRF-„Echo der Zeit“ unter dem Titel „Israel schiebt Flüchtlinge ab – Flüchtlinge werden ausnahmslos als Eindringlinge bezeichnet“ die deutsche Journalistin Inge Günther. Die als radikal antiisraelisch berüchtigte Nahostkorrespondentin verniedlicht die Terrororganisation Hamas als „eine Art Bollwerk gegen den ultraradikalen globalen Dschihad“ und setzte sich 2012 für die Kennzeichnung israelischer Waren ein, als diese Maßnahme von NPD-Mitglied Udo Pasteurs, der Deutschland als „Judenrepublik“ bezeichnet, als Antrag im sächsischen Landtag eingebracht und 2013 fast wortgleich in einer kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen übernommen wurde.

Eine Quelle namens Bento

Günthers Hintergrund wird dem Publikum ebenso vorenthalten wie der von Melzer. Es sind wohl derartige „Israel-Korrespondenten“, von denen Marc Lehmann spricht, wenn er per Mail schreibt: „Selbstverständlich gibt es nicht den geringsten Anlass, Ihnen offen zu legen, mit wem ich welche Recherchegespräche führe. Sie sind ja nicht das Hohe Gericht. Nur so viel: es waren alles Leute, die für diverse Medien als Israel-Korrespondenten fungieren oder fungiert haben.“ 

Das ist er also, der unabhängige und ausgewogene Qualitätsjournalismus von SRF, der allerorts mantraartig vorgebetet wird: Journalisten, die ihre antiisraelischen Informationen, mit deren ungeprüfter Veröffentlichung das Publikum manipuliert wird, von einem Jugendmagazin wie „Bento“ beziehen, deren türkische Mitarbeiterin Hatice Ince nach dem letztjährigen Herzinfarkttod des ehemaligen FAZ-Redaktors und Bestsellerautors Udo Ulfkotte twitterte: „Hahahaha! Darauf ein Schnaps. Das Jahr fängt gut an #Ulfkotte“. Geliked wurde der Tweet von ARD-Journalistin Julia Rehkopf. Auf Twitter firmiert Ince unter @HatinJuce, was auch als „hatin' jews“ (Juden hassen) gelesen werden kann.

Während einige SRF-Journalisten und Redaktoren immerhin noch vorgeben, unabhängig und ausgewogen zu berichten, macht die SRF-„DOK“-Autorin und Filmemacherin Franziska Schaffner aus ihrer Voreingenommenheit gegen Israel und ihrer Parteinahme für die Palästinenser keinen Hehl. Auf dem „Palästina-Portal“, einem der gehässigsten antiisraelischen Hetzportale, auf dem Israel als „rassistisches Kolonialprojekt“ und Soldaten der israelische Armee als „Kinderschänder“ diffamiert werden, postet die SRF-Journalistin einen Protestbrief an Arte, WDR und die Talkshow „Maischberger“:

Sie sei „schockiert“, dass die lange unterdrückte Antisemitismus-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ „nun doch auf ARD und Arte ausgestrahlt wird“. Die Ausstrahlung erfolgte, nachdem namhafte Antisemitismus-Experten wie die Historiker Götz Aly und Michael Wolffsohn, wie auch der Zentralrat der Juden in Deutschland, von Zensur sprachen und sich öffentlich für die Freigabe des von Arte mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnten Films ausgesprochen hatten: „Das ist die mit Abstand beste und klügste und historisch tiefste, zugleich leider hochaktuelle und wahre Doku zu diesem Thema“, so Michael Wolffsohn. 

Enge Familienbande

Dass SRF-Autorin Franziska Schaffner, deren pro-palästinensisches SRF-„DOK“-Machwerk „Blumen zwischen Trümmern“ in sämtlichen antiisraelischen Foren und Portalen bejubelt wird, sich öffentlich gegen eine Antisemitismus-Dokumentation positioniert, die für ihre Aktualität, Faktentreue und Brisanz von renommierten Zeitungen wie Welt, Zeit oder Frankfurter Allgemeine Zeitung hochgelobt wurde, lässt erhebliche Zweifel an der Unabhängigkeit und Ausgewogenheit von SRF-Journalisten aufkommen. Ob es das ist, was Daniel Pünter, Bereichsleiter „DOK“ und Reportage, Fernsehen SRF, meint, wenn er beteuert: „Autor/innen und Produktionsfirmen, die für ‚DOK‘ arbeiten, werden auf die SRF Richtlinien und die journalistische Qualität hin geprüft“.

„Die hinterhältigste Lüge ist die Auslassung“, schrieb einst Simone de Beauvoir. Ein wahres SRF-Glanzstück in dieser Kategorie ist die „literarische Reportage“ in der Sendung „Kontext“ auf Radio SRF2 Kultur, mit dem Titel „Dem Tod trotzen“, eine Rezension der deutschen Reisejournalistin Bernadette Conrad des Buches „Der Weg zur Quelle: Leben und Tod in Palästina“ von Ben Ehrenreich. Der amerikanische Journalist Ehrenreich besuchte im Westjordanland das Dorf Nabi Saleh, „das für seinen tapferen und hartnäckigen Widerstand gegen die israelische Besatzung bekannt geworden war“, heißt es in der Ankündigung zur Sendung. „In Nabi Saleh schloss er sich vor allem jener Familie an, die die dörfliche Protestbewegung anführte“.

Dass diese „Familie“ der Terror-Clan der Tamimis ist, der mit „Tamimi-Press“ eine schlagkräftige PR-Agentur für palästinensische Propaganda unterhält, erfährt das SRF-Publikum nicht. Hier ein paar Beispiele, wie „tapfer“ und „hartnäckig“ die Tamimis „Widerstand gegen die israelische Besatzung“ leisten.

Ahlam Tamimi war 2001 am verheerenden Terroranschlag gegen das Sbarro-Familienrestaurant in Jerusalem beteiligt, bei dem ein Selbstmordattentäter 15 Menschen in den Tod riss und mehr als 140 verwundete. Unter den Ermordeten befanden sich eine schwangere Frau und sieben Kinder. In einem auf youtube verfügbaren Interview zeigt sich die Terroristin im Nachhinein hocherfreut über die hohe Zahl der toten Kinder, denn sie war von „nur“ drei ausgegangen.

Nizar und Said Tamimi stachen den Israeli Chaim Mizrahi nieder, stopften den Schwerverletzten in den Kofferraum seines eigenen Autos und verbrannten ihn bei lebendigem Leib. Ahlam, Nizar und Said Tamimi, die bis heute keinerlei Reue zeigen, wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, mussten aber 2011, zusammen mit 1.027 verurteilten palästinensischen Mördern und Gewaltverbrechern, im Austausch gegen den von der Hamas verschleppten israelischen Soldaten Gilad Shalit freigelassen werden. Nach ihrer Freilassung heirateten Nizar und Ahlam Tamimi.     

Propaganda für einen Terror-Clan

Ist es wirklich die Aufgabe der SRG, als gebührenfinanziertes, marktbeherrschendes Medienhaus unter dem Deckmäntelchen des „tapferen Widerstands“ Propaganda für einen mörderischen Terrorclan zu machen, dessen Mitglieder 16 Zivilisten auf dem Gewissen haben und die in den sozialen Medien zum Mord an Juden aufrufen? In jedem Fall wird das SRF-Credo deutlich: Die ungeteilte Anteilnahme gilt den palästinensischen Tätern. Empathie mit den israelischen Opfern sucht man vergebens.

„Wenn Sie beanstanden wollen, dass aus Ihrer Sicht die Auswahl der Gesprächspartner und die Berichterstattung zum Thema Israel auf SRF insgesamt nicht ausgewogen ist, dann belegen Sie es“, schreibt Marc Lehmann per Mail. Am 26. Oktober 2017 fand bei der SRG in Leutschenbach die „Aussprache zur Israel-Berichterstattung“ statt, an der folgende SRF-Mitarbeiter teilnahmen: Fredy Gsteiger (stv. Chefredaktor Radio SRF), Franz Lustenberger („Tagesschau“), Christian Dütschler (Redaktionsleiter „10 vor 10“), Mario Poletti (Redaktionsleiter „Rundschau“), Georg Häsler (Produzent „Rundschau“), Daniel Pünter (Bereichsleiter DOK und Reportage), Muriel Spitzer (Redaktorin TV-Fremdproduktionen), Fanny Ambühl (Rechtsdienst SRF), Samira Zingaro (Reporterin/Autorin „Rundschau“).

Ihnen gegenüber standen außer mir selbst weitere sechs regelmäßige Beanstander, darunter ein Nationalrat, eine Bloggerin sowie ein PR- und Medienexperte. Einer der Beanstander machte sich die erhebliche Mühe, über den Zeitraum von 2010 bis 2017 anhand von 68 Beispielen die Israel-Berichterstattung von SRF zu analysieren.

Das schiere Ausmaß der Unausgewogenheit macht sprachlos: Die permanente Opfer-Täterumkehr mit Schlagzeilen wie „Gaza-Stadt: Tote Zivilisten nach Luftschlag“ – obwohl der Raketenbeschuss der Hamas auf israelische Zivilisten der Auslöser für den israelischen Gegenschlag war, die Perfidität und Hartnäckigkeit, mit der immer neue jüdische „Kronzeugen“ gegen Israel in Position gebracht werden sowie jegliche Abwesenheit von „Audiatur et altera pars“, das Anhören von Gegenstimmen, die der unkritisch dem palästinensischen Narrativ „schlechter Jude – guter Palästinenser“ folgenden SRF-Berichterstattung faktenbasierte Argumente entgegensetzen.

Juden sagen Danke!

SRF ist sich keiner Schuld bewusst, obwohl die Israel-Berichterstattung seit Jahren kritisiert wird. Franz Lustenberger von der „Tagesschau“ ist sich nicht zu schade, berechtigte Kritik an der Bezeichnung der Palästinenser als „Volk“ mit den Bücherverbrennungen der Nazis gleichzusetzen: „Auch hier sei nochmals daran erinnert, dass eine nach ethnischen oder staatlichen Grenzen definierte Kultur sehr schnell zur Unkultur werden kann. Die Bücherverbrennungen ab 1933 im Deutschen Reich sollten allen Menschen Mahnung genug sein.“

Auf eine Kritik an einem SRF-„Club“ antwortet die verantwortliche Produzentin: „Zu Ihrem haltlosen Vorwurf, wir propagieren den Judenhass, kann ich Ihnen nur sagen, dass der israelische Botschafter und die beiden anderen jüdischen Teilnehmer der Diskussion, sich beim Moderator der Sendung für eine faire Gesprächsführung bedankt haben.“ Was der Produzentin nicht auffällt: Dass sich jüdische Menschen in einer SRF-Sendung für eine „faire Gesprächsführung“ bedanken (müssen), impliziert, dass man eine solche nicht gewohnt ist und auch nicht erwartet hat.    

Die SRG sieht sich gemäß ihrer Website „wie niemand sonst“ als „Abbild der Schweiz“, in der Gesellschaft „fest verankert“. Angesichts der heftigen Diskussionen über die SRG im Zuge der No-Billag-Initiative kann man diesbezüglich sicher geteilter Ansicht sein. Was die SRG jedoch mit Sicherheit in der Schweizer Bevölkerung „verankert“ hat, ist ein ausgeprägtes Ressentiment gegen Juden, indem der jüdische Staat unablässig an den Pranger gestellt wird. 

Es bleibt wie immer die Frage nach dem Warum. Warum publiziert SRF ausschließlich israelkritische Schlagzeilen? Warum kommen ausnahmslos Protagonisten zur Sprache – jüdische und nichtjüdische – die Israel delegitimieren? Warum informiert sich SRF bei antiisraelischen Medien und übernimmt ungeprüft Falschinformationen? Warum schreiben SRF-Journalisten antijüdische Protestbriefe, die auf den schlimmsten israelfeindlichen Portalen gefeiert werden? 

Die Antwort ist beim Philosophen Thomas Hobbes zu finden. Abgesehen vom ganz gewöhnlichen Antisemitismus und der über 2.000-jährigen antijüdischen Indoktrination durch die Kirche ist die heutige, als „Israelkritik“ getarnte Judenfeindlichkeit geprägt vom Bedürfnis, sich der Schuld für die unterlassene Hilfestellung für die vom Genozid durch die Nazis bedrohten Juden zu entledigen, indem man Juden als Täter verurteilt.

Hobbes entlarvt diesen in unterschiedlichen Spielarten praktizierten Reflex der Schuldumkehr bereits 1651, lange vor dem Holocaust, in seinem „Leviathan“ und beschreibt das Problem in seiner Essenz, das die Welt (und die SRG) mit den Juden hat: „Wer jemandem mehr Schaden zugefügt hat, als er wiedergutmachen kann, wird sein Opfer hassen.“

Erweiterte Fassung eines in der Basler Zeitung erschienenen Artikels.

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Leserpost

netiquette:

Uta-Marie Assmann / 22.04.2018

Nun also auch der SRF. Ekelerregend.

klaus Blankenhagel / 22.04.2018

Serioese Medien wie ARD und ZDF, ist ja eine kuehne Aussage..

beat schaller / 22.04.2018

Zum Glück gibt es noch die BAZ, weil die meisten anderen Zeitungen genau wie SRF am Gängelband geführt werden. SRF hätte ja gerade “entfinanziert"werden können, wurde aber leider von einer breiten Menge durchgewunken. Zuviele hängen leider am Gebührentropfen der öffentlich rechtlichen und werden mit Steuergeldern finanziert. Genau wie die Politiker und ihr Filz, genau wie die Staatseigenen Firmen und vieles mehr…... Bequem liegt man so, mindestens im Augenblick noch. Die Zeiten werden sich aber bestimmt ändern, spätestens beim nächsten Wirtschaftseinbruch. Gut kann man sich nicht für andere schämen. Danke an die BAZ b.schaller

Matthias Braun / 22.04.2018

@Esther Burke: Die Dokumentation “Auserwählt und ausgegrenzt” ist noch bis                     21.06.2018 in der ARD-Mediathek verfügbar.

Theresia Meier / 22.04.2018

Ich frage mich immer nach dem Warum. Lange habe ich das für Quatsch gehaltenen, aber mittlerweile bin ich mir sicher: Da ist ein System dahinter. Was wollen die erreichen?

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