Manchmal denke ich, dass die Welt leichter zu ertragen wäre, wenn ich denn nur eine andere Meinung hätte, die ein wenig mehrheitskompatibler wäre. Allerdings bin ich mit der Zeit zu dem Schluss gekommen, dass es allen anderen auch nicht anders geht. Es hätte also gar keinen Sinn, zum linken Heuschreckenbekämpfer oder CO2-Fetischisten zu konvertieren, denn diese Leute fühlen sich politisch ebenso einsam wie ich.
Woher kommt also das Gefühl der permanenten Minderheit? Und warum ist man als denkender Mensch ständig in der Opposition? Ein paar Gedanken dazu gibt es heute von mir im Forum der Tageszeitung “Die Welt”. Der Titel des Essays: “Ihr habt ja alle keine Ahnung” - ach so, und ich schließe mich da durchaus selbstkritisch ein: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.