Kurt Georg Kiesinger hat den kuriosen, aber prophetischen Satz gesagt: Ich sage nur: China, China, China. Ich bin versucht, in Anlehnung an den alten König Silberzunge zu sagen: Ich sage nur: Thüringen, Thüringen, Thüringen.
Ja, gibt’s denn sowas! In diesem schönen Bundesland, in dem schon Goethe und Schiller eine Wahlheimat gefunden haben, soll nicht mehr die Linke, also die Post-SED, zusammen mit der SPD und den Grünen regieren? Horror, Schock und Entsetzen, dass es ohne diese lupenrein demokratische Volksfront gehen soll.
Die SPD, die sich mit den SED-Linken auf die Matratze gelegt hat, fällt plötzlich entsetzt von der Bettkante. Die Grünen, die den Schmusekurs mitgemacht haben, sind enttäuscht, dass der flotte Dreier keine Neuauflage findet. Und die Merkel-CDU steht mit dem Nudelholz hinter der Tür und wartet darauf, die unbotmäßige Thüringer CDU mit einem kräftigen Bums zu empfangen. Wehe, du Trunkenbold, wenn du nach Hause kommst.
Also, zugegeben: Die Thüringer AfD, die eigentlich den Schock eines FDP-Ministerpräsidenten möglich gemacht hat, gehört nicht zu den attraktivsten Vereinen unserer schönen Republik. Sogar Markus Söder, der, wie sein Übervater Franz Josef Strauß, rechts keinen Gott neben sich dulden kann, gibt sich hell empört. Das ist ein nachvollziehbarer parteipolitischer Zwang. Aber die politische Erfahrung lehrt auch, um es englisch auszudrücken: Shit happens.
Bertolt Brecht folgend, ein neues Volk wählen
Und wenn etwas nicht so läuft, wie es sich die politische Oberliga wünscht, dann liegt das meistens am Versagen der politischen Oberliga. Am Trainer und an den allzu selbstgefälligen Spielern. Das gilt auch für den Thüringen-Schock. Sicher, der Thüringen-Schock wird nicht vorhalten. Neuwahlen sollen dafür sorgen, dass die Welt wieder in Ordnung kommt. Aber schau'n wir mal, ob das gelingt. Einfacher wäre es wohl, wenn sich die Regierung, Bertolt Brecht folgend, ein neues Volk wählen würde.
Als Journalist muss ich bekennen: Ich habe eine Schwäche für Sensationen. Ich finde es köstlich, wenn es erstens anders kommt und zweitens, als man denkt. Darum wünsche ich mir durchaus das eine oder andere Thüringen. Nicht wegen der meiner Meinung nach im Zweifel doofen AfD. Wohl aber, um der einschläfernden deutschen Politik mal ein bisschen Feuer unter dem Hintern zu machen. Man muss Donald Trump und Boris Johnson nicht mögen. Aber die bewegen wenigstens was. Die haben Power. Ganz anders als die alternativlose Bewegungsarmut unserer Berliner Politik. Thüringen bietet sicherlich keine Lösung, kann aber wie das Lebenszeichen eines Koma-Patienten wirken.
Ja, könnte es sein, dass wir noch leben? Was für eine Überraschung. Und zum real existierenden Leben gehört nun mal die AfD, ebenso wie Greta, die Jungfrau von Stockholm.

Ach ja, und googelt mal den "Ulkbär" en (Cartoon). Ein Profi, der von Deutschland keine Ahnung hat! Mutti, Mutti, was hast du getan??????
Ach Herr Bonhorst, die AfD ist so doof, dass sie als einzige Partei merkt, wie Deutschland von Merkel verramscht wird. Nein, nicht nur von Merkel, sondern von sämtlichen Einheitsparteien. Nun, Sie mögen die AfD nicht, das ist Ihr gutes Recht. Aber sagen Sie mir, wer den Ausverkauf Deutschlands an die Globalisten um Soros und Genossen verhindern soll? Da die AfD das will, wird sie kurzerhand zu einer Nazi-Partei erklärt. Mit dieser Keule kann man in Deutschland alles erschlagen. Und warum nutzen die anderen Parteien und die Medien diese Keule? Weil die AfD in einer Wunde stochert, die diesen Herrschaften sehr weh tut. Hören Sie sich die Debatten im Bundestag an und denken Sie sich bei der AfD das ihr fälicherweise verliehene Etiktt "Nazi" weg. Da hören Sie Reden, die so vor zwanzig Jahren auch von der Union gehalten wurden. Damals war auch die Union noch patriotisch und nicht links/grün versifft. Und vor allen Dingen stand sie nicht unter der Fuchtel der transatlantischen Strippenzieher, deren Vollstreckerin Merkel ist und Deutschland mittels Massenimigration mit einem zerstörerischen Multikulturalismus überziehen will. Immer noch die doofe AfD?
„ Darum wünsche ich mir durchaus das eine oder andere Thüringen.“ Kann ich nur unterstreichen, aber was heißt wünschen, so geht Demokratie! Oder steht irgendwo, der Kanzler der BRD hat ein Wahl-Veto-Recht? Mehr solcher Wahlen ersetzen glatt das Nachrichtenprogramm von denen, die uns zahlende Zwangskunden erst zum besseren Framen in die erste Reihe setzen, aber einem dann doch ein Auge zuhalten wollen. Die Abpressung von politischen Handlungen gegen den freien Willen von gewählten Parlamentsabgeordneten ist schon im Ansatz unter empfindliche Strafe zu stellen!
Ach, Herr Bonhorst, doof ist nicht gleich doof. Das weiß doch jeder Chinese. Wie doof sind Sie denn? Ihr doofer Leser.
Pardon, das China-Zitat ist von Kiesinger, nicht vom Kohl. "Aufpassen! Setzen, 5."
Bernhard@Freiling, das ist das Dilemma mit der bürgerlichen Seriosität. Kritiker der Einheitspartei wie Tichy and friends, sind stets krampfhaft bemüht, sich in eine undefinierte Zone des „Überparteilichen“ zu schreiben, indem sie einerseits die grün- linke Politik erregt anprangern, andererseits sich aber auch ostentativ von der braun geredeten AFD distanzieren. Der erste Fehler dieser Inkonsequenz besteht darin, daß diese Autoren mit dieser Distanzierung über das dargebotene linke Stöckchen springen, indem sie sich von Stalinisten- und Maoablegern den braunen Schuh anziehen lassen. Richtig wäre es, den politischen Gegner zurechtzuweisen und auf die eigenen ideologischen Vordenker zu stoßen, um sich danach ausschließlich den politischen Inhalten zuzuwenden. Die AFD IST die bessere Alternative, inhaltlich und was ihr demokratisches know-how betrifft. Und ganz genau deshalb scheut die deutsche Einheitspartei deren Einsatz. Die Demokratie, der Nationalstaat muß weg, und jeder, der sich nicht so deutlich positioniert wie Herr Broder bei seinem Besuch der AFD, der arbeitet an ihrer Desavouierung mit! LG
Sie sagen nur: Thüringen, Thüringen, Thüringen . Ich sage nur: überflüssig, überflüssig, überflüssig,