
Lieber Herr Ackner, es sind die sogenannten kleinen Leute, die die Wertschöpfung erbringen und den Konstrukteuren der “Neuen Zeit” die Materialien und die Infrastruktur, ja sogar die Lebensgrundlagen für ihre gesamte Existenz herstellen, bauen und liefern. “Neue Zeit”, das ist die alberne Bezeichnung für brachiale Umwälzungen, die auf dem Reißbrett der Eurokraten geplant und auf geradezu grotesk dilettantische Weise gegen den Willen der Bevölkerung durchgepeitscht werden. Die Richtung, in die sich Parteien und Politiker von ihren Wählern entfernen, ist die nach oben. Sie erheben sich über uns und beherrschen uns, anstatt uns zu vertreten.
Interessenvertreter, dass sollte die SPD vor allem für ihre Wähler sein. Wie jede andere Partei auch. Und sich nicht in ideologischen Hirngespinsten verlieren. Aber genau das macht sie, und deshalb meldet sie sich gerade aus der Parteienlandschaft ab. Wie Sie schon richtig schreiben, Herr Ackner, Themensetzungen wie die Vereinigten Staaten von Europa, eine uferlose Transferunion, massenhafte illegale Zuwanderung in die Sozialsysteme, gesellschaftliche Transformation und mehr Islam reichen, jedes schon für sich alleine betrachtet, um den bisherigen SPD-Wählern den Garaus zu machen. Gibt es bei der SPD eigentlich keine in der Realität lebenden Berater und Experten? Aber möglicherweise kriegen die nur dann ihre Rechnungen bezahlt, wenn sie die Ansichten der Ideologen bestätigen.
.... so wir Ihr heute lebt, haben wir nie gearbeitet…. oder, noch präziser…. so wir Ihr heute leben wollt, können wir gar nicht arbeiten…
Genau so geht es mir auch. Die SPD lebt fast nur noch von langjährigen Genossen, die immer noch nicht begreifen wollen, dass die heutige SPD nichts mehr mit der von früher zu tun hat. Heute haben wir eine ganz andere Partei die sich um die Belange der arbeitenden Bevölkerung überhaupt nicht mehr schert, sondern sie nur noch zur Ausbeutung und die Auslebung irrationaler Phantasien benötigt. Man muss sich wirklich ernsthaft überlegen ob man sich dafür noch das ganze Jahr aufopfern soll oder besser weniger arbeiten und kürzer treten. Denn, dass unsere Renten sicher sind, daran sind große Zweifel angebracht. Sollen ruhig mal die neuen Fachkräfte dafür sorgen, dass dem Staat auch künftig genügend Steuereinnahmen zur Verfügung stehen. Dieses Gefühl verdanke ich vor allem auch der heutigen SPD.
Hallo Herr Ackner, sie haben mich durchschaut. Die CDU stellt sich prinzipiell identisch dar. Eigentlich bin ich nur noch gespannt, wann sich beim Spitzenpersonal der nicht mehr so großen Volksparteien zarte Anzeichen der politischen Vernunft zeigen könnten. Wann hört endlich dieser Wettlauf um die Durchsetzung der beklopptesten Positionen, unter Verbrennung der Ressourcen, die von wertschöpfend Arbeitenden erzeugt werden, auf?
Wunderbar! Genauso ist es. Ich bin es schon lange leid, dass vernünftige Denkweise als „Stammtischgerede“ abgetan wird. Die Arroganz der Politiker ist unerträglich. Es läuft schon seit vielen Jahren einiges schief, der Klimax kommt noch. Meine Zeit wird es noch dauern, habe ich gedacht ! Falsch gedacht, das Rad dreht sich immer schneller. Ich sorge mich wirklich um meine Kinder und Enkel. Es betrübt mich und macht mir Angst, dass es soviele Politiker gibt, die nichts Gutes mit Deutschland im Sinn haben, der Rest ist feige.
Man möchte dieser neuen, parasitären Feudalkaste (herrliche Formulierung) zurufen: “Alles was ihr seht, wenn ihr euch umseht, wurde erdacht, erschaffen und erhalten von früheren Generationen von Männern, auf die ihr heute mehrheitlich voller Verachtung herabseht. Schämt euch!”
Leider ist der Zug abgefahren. Die SPD wird nie wieder Politik für den Arbeiter machen. Wer sie dennoch wählt, macht den Brandstifter zum Feuerwehrmann.
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