Nachdem Elmar Brok am Morgen nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Straßburg dem DLF ein obercooles Interview gegeben hatte, das sogar Hermann, den Cherusker zu Tränen gerührt hätte, würdigten wir seine Standfestigkeit (Gerade wir Politiker müssen doch zeigen, dass wir dann das normale Leben weiterführen und uns durch diese Terroristen nicht das Leben vergraulen lassen...) mit einem Beitrag auf der Achse.
Brok war darüber not amused, hatte er sich doch in 38 Jahren als MdEP daran gewöhnt, mit "Exzellenz" angesprochen und in einer vollklimatisierten Sänfte durch Brüssel und Straßburg getragen zu werden.
Also setzte er sich hin und diktierte seinem Privatsekretär eine Depesche, die dieser dann mit einem reitenden Boten der Achse überbringen ließ. Darin hieß es:
Sehr geehrter Herr Broder,
Ihr schon oft zum zum Ausdruck gebrachter Hass gegen mich hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Ihre Interpretation von ausgesuchten Teilen des Interviews, um das ich kurzfristig gebeten wurde, berücksichtigt weder die Fragen und die Zusammenhänge. Auch haben Sie keine Ahnung, was es heißt, wenn Ihre Mitarbeiterinnen in der Mitte des Geschehens sein könnten und auch waren.
Die Polizei hatte die Schließung des Europäischen Parlaments angeordnet. Ich wäre hinausgegangen. Ihr Hass gegen die EU und Ihre zunehmend arg rechte Meinung führt nach der Art Ihres Seelenverwandten Bannon zu solchen Ausfällen.
Mit freundlichen Grüßen. Elmar Brok
Wir baten den Boten, von seinem Westfalen abzusteigen, gaben ihm und seinem Ross ein wenig Warsteiner Alkoholfrei zu trinken und schrieben mit einem Federkiel auf feinstes Pergament eine Antwort an Elmar Brok.
sehr geehrter herr brok,
bitte, bleiben sie auf dem boden. ich hasse labskaus, haferschleim und tee der sorte Earl Grey. sie nicht. dazu sind sie zu unwichtig.
kommen sie gut über die feiertage und ins neue jahr.
herzlich, ihr hb
Und seitdem haben wir nichts mehr von ihm gehört. Seltsam. Er wird doch nicht beleidigt sein?

Vielleicht hat ja Herr Brok durch die (angeblichen) Schläge der Femen-Aktivistin am 14. März 2013 (danke, Wikipedia) in Brüssel, Grund waren angeblich Bordellbesuche, sein persönliches Trauma in puncto Angriffe auf Leib und Leben so nachhaltig geprägt, dass er beim kleinsten Ton einer polizeilichen Trillerpfeife sofort in Todesangst erstarrt. Wer 38 Jahre ohne den angepeilten juristischen Abschluss im Politikgeschäft überlebt ist ohne Karriere fördernde Hämorhoidensalbe faktisch aufgeschmissen und sollte entsprechend gewürdigt werden. Leider ist er offensichtlich (die Browsersuchfunktion empfahl mir nach der Eingabe von Elmar Brok sofort noch den Tag "alkohol") bei gewissen Zuständen nicht mehr in der Lage, Hass von Spott unterscheiden zu können. 2 Legislaturperioden und dann Schluss mit Mandat wären bei ihm gut angebracht gewesen. Aber wo sollte er dann hin, ohne Gabelstablerführerschein?
Einfach herrlich, ein gelungenes Jahresendstück für den Pfeifenraucher des Jahres. Ich zitiere Brok: " ...Ihre zunehmend arg rechte Meinung..." Gerne würde man eine solche Bemerkung durch einen Grundschullehrer bewerten lassen.
Lieber Herr Broder, Sie haben also eine "zunehmend arg rechte Meinung", - da hamses! Wie wollen Sie damit nun weiterleben? Einziger Trost dabei, daß es Ihnen gelungen ist, Herrn Brok dazu zu bringen, sich als Linker zu Outen, sonst würde er sich ja die leichtfertig - unverschämte Zuordnung von allem was nicht links ist, nicht zu eigen machen. Hoffentlich haben das alle seine Wähler mitbekommen.
Ihre Abneigung gegen die Teesorte "Earl Grey" kann ich absolut nicht nachvollziehen. — Ansonsten keine Differenz. — CDU-Brok ist als hochbezahlter Zivilversager des Politbetriebs (Jura + Politologie ohne Abschluss) ein würdiger Vorläufer des CDU-Ziemiak, über den der Bundesschatzmeister der CDU-Mittelstandsvereinigung bekanntlich schrieb: "Unglaublich, wie man jemanden zum General vorschlagen kann, der noch nie mit bodenständiger Arbeit Geld verdient hat, der keinen vernünftigen Abschluss vorweisen kann und das reale Leben nur aus der Politikbrille kennt. (…) Offensichtlich haben das viele Delegierte auch so gesehen. Bei einem Ergebnis 503 von 1001 Delegierten würde ich mir ernsthaft Gedanken über meinen Rückhalt in der Partei machen. Das war dann der erste Griff ins Klo von AKK." — Warum soll man eigentlich seinen Kindern Disziplin, Fleiß und Durchhaltevermögen beibringen und dass man seine Abschlüsse in Schule, Uni und Berufsausbildung machen muss, wenn solche ungustiösen Gestalten mehr absahnen, als 90 Prozent der hart arbeitenden Bevölkerung je erreichen? — Und von wegen "arg rechts"! Sobald solche Ausdrücke fallen, ist klar, dass der Endpunkt der geistig-argumentativen Potenz beim Diskutanten erreicht ist. Beim Brok ist das schon beim ersten E-Mail der Fall. Seine mangelhafte Beherrschung der deutschen Sprache (z. B. "berücksichtigt weder die Fragen und die Zusammenhänge") entspricht der intellektuellen Dürftigkeit seiner Argumentation. Griff ins Klo bleibt Griff ins Klo, auch wenn die Schüssel im Europaparlament steht.
Hätte die Polizei das Parlament nicht für immer schließen können? Ich darf gar nicht daran denken, was der Herr Brok in 38 Jahren in Brüssel und Straßburg an deutschen Steuergeldern abgeräumt hat.
Elmar erwähnt nur Mitarbeiterinnen (keine Mitarbeiter) die "in der Mitte des Geschehens sein könnten und auch waren". Er hat es sich offensichtlich - neben seinem vom Steuerzahler finanzierten fettem Gehalt - auch sonst in Brüssel u. Strassburg behaglich eingerichtet.
Wunderbar noch zur rechten Zeit zu lesen bekommen. Wie ich ihn kennen gelernte hatte, wird dies ihm die Zigarre aus dem Nebel zerstört haben. Sein damaliger Büroleiter auf ca. 8 qm in Strasbourg hatte ich immer wieder bedauert, wg. dem ständigen Qualme in dem der umherirren mußte, um seinem Herrn und Meister stets zu Dienst war. Hoffentlich hat wenigestens diese die Reißleine gezogen und ging von dannen. Was aber so umtriebige Diener der Herrschaften am Hofe eines Provinzfürsten erleben, das sollte er zum gegebenen Zeitpunkt zum besten geben dürfen. Ich glaube seine ZEIT wäre reif genug, um seinem "Herrn" dem Fürsten am Hofe von "uns Juncker" von Merkeliesels Gnaden, ebenso den Garaus zu machen. Wünschenswert und Wunderbar. Tot ziens im anderen Läbe. -ibLw-