Ich habe Zweifel

Liebe Leser, 

da dieser Text von Mathias Döpfner, der gestern zuerst in Die Welt erschienen ist, dort inzwischen hinter einer Bezahlschranke steht, können wir ihn hier nicht weiter kostenlos anbieten. Hier ist der Link zum Text bei Die Welt, ein Abo lohnt sich. Achgut.com wird Mathias Döpfners Beitrag zu gegebener Zeit wieder einsetzen, wenn er dort im kostenlosen Angebot freigegeben ist. Wir danken Mathias Döpfner noch einmal dafür, dass wir den Text zunächst einsetzen durften.

Foto: axelspringer.com

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Leserpost

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Frank Volkmar / 24.03.2020

Klaus Schmid Dr. @... Das kennt man doch wohl aus der DDR. Wenn etwas nicht da ist, wird man wohl kaum betonen wie wichtig es ist. Heute früh kam im DLF die Meldung, das nur noch die Lufthansa fliegt und die Passagiere dort dicht auf dicht sitzen. Frage an Herrn Scheuer war, wie man denn dort für Distanz sorgen wolle. Das konnte er nicht beantworten, wobei auch nicht die Frage gestellt wurde warum keine Schutzmasken da sind. Die Beantwortung dieser Frage würde wieder in eine Richtung weisen, die nun überhaupt nicht erwünscht ist !

Frank Stricker / 24.03.2020

Bei aller berechtigter Kritik zu Bild und deren “Mainstream-Wohlfühloase-Journalismus”, die haben auch einen Ralf Schuler in ihren Reihen, der auch mal Tacheles redet , wenn man ihn denn läßt , wie neulich bei Plasberg !

Wolfgang Nirada / 24.03.2020

@F. Johnson: Die Geschichte mit der Tür erklärt so einiges…

Frances Johnson / 24.03.2020

Das ist jetzt ein wenig ot, so halb. Die Jungen meinen, sie könnten das nicht bekommen, weit gefehlt. Es ist Pech, wenn man es kriegt, aber auch Jüngere haben es, und vorgestern wurde vom Tod eines 18jährigen auf der Insel berichtet. Die Jungen gehen entsprechend arrogant damit um (natürlich nicht alle) und streckenweise höhnisch. Ihr Hühnerstalllied sprach auch Bände, und so zwischen 2006 und 2009 hatte Tobias Kaufmann in der alten Achse einen link zum Kölner Stadtanzeiger mit einer Phantasie, wie die Jungen 2021 oder 23 die Alten umbringen. Die Jüngeren und Medien reden ebenso höhnisch über “geburtenstarke Jahrgänge”. Das ist im Kern falsch, denn sehr viele Frauen fanden gar keinen Mann, sehr viele Männer waren in beiden Kriegen gefallen. Einige bekamen mehr Kinder, während andere ihr Leben lang solo bleiben mussten, manchmal auch wollten, wie meine Großmutter nach WWI. Diese wiederum schafften wohl die Trümmer weg. Eine aus meiner Familie, 19 Jahre, wurde auf der Flucht in Ostpreußen vergewaltigt und verschwand. Mein Großvater fand sie vier Jahre später in der Psychiatrie. Sie hat niemals geheiratet. Man muss aufpassen, was man sagt. Wer nur Computerspiele und Facebook-Likes kann, sollte sich erstmal über 1918-1948 gründlich belesen, dann kriegt er alles auf einmal abgeschminkt von seinen Tränen: Antisemitismus, Hass auf Alte, blöde Sprüche über Amerikaner, Kranke nicht wahrnehmen. Ein Besuch in Arromanches ist auch empfehlenswert. Und ein Buch über den Mediziner Mengele, um immer schön skeptisch zu bleiben. Die Behandlung von Hysterie hat auch einige interessante historische Verfehlungen in D aufzuweisen. Kurz: Eigentlich muss man zusammenhalten zwischen Alt und Jung.

HaJo Wolf / 24.03.2020

An die Achgut-Macher: ich bin ein Verfechter der Meinungsfreiheit, getreu dem oft fälschlicherweise Voltaire zugeschriebenen “ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Du es sagen darfst”. Dennoch muss ich, und ich denke, da geht es so manchem Achgut-Leser ähnlich, mich fragen, warum der Mann hier veröffentlichen darf, der Chef ist zahlreicher Medienerzeugnisse, die unkritisch eine linksgrüne Politik hofieren, Merkel auch bei katastrophalen Aktivitäten noch loben und in journalistisch wie politisch absolut indiskutabler Weise lautstark den “Kampf gegen Rääächts” anführen. Für mich ist der Mann ein Paradebeispiel dafür, wie heruntergekommen der deutsche Journalismus ist, ja, er ist sogar dafür mitverantwortlich, weil er es zumindest durch Nichtstun duldet und fördert. Sorry, bei aller Meinungsfreiheit, man muss in einem Medium nicht jede Meinung publizieren.

Peter Holschke / 24.03.2020

Wir sehen eine Massenhysterie, Ja, liebe Leute so etwas gibt. Über Massenphänomene gibt es sogar Bücher, welche man für ein paar Euro kaufen kann. Ich bin echt erstaunt über die Dummheit der Leute, bzw. über den Unwillen oder das Unvermögen aus der eigenen Beschränktheit herauszuklettern. Gibt es zwei Sorten Menschen? Welche mit Vernunft und welche mit Herdeninstinkt? Lernen Menschen nur auf die harte Tour? Nach dem unsägliche Geschwätz der letzen Jahre, ist die gignatischen Unsinnsmaschine zu stehen gekommen. Wofür das Ganze? Nur für trocken Socken, frisches Essen und eine warem Bude? Oder war da mehr? Und jetzt reiben sich alle beleidigt die Augen, sich fragend, ob ihre Strategien und Pfünde zukünftig ein Auskommen sichern. Hier werden Diskussionen von Gestern geführt, statt sich die Frage zu stellen was man zukünftig habe will. Wer man sein will und in welchen Verhältnisse man leben möchte. Der Schwindel ist in der Zwischenzeit so groß, dass allen schwindlig ist. Es geht nicht ohne Zäsur.  Alles wurde schon mal gedacht und gar niedergeschrieben. Warum wird rumgeschwätzt, wie seit jeher rumgeschwätz wurde?  Ich ende mit der Definition von Kant über den gesunden Menschenverstand: Selbstdenken, An der Stelle jedes andern denken, Jederzeit mit sich selbst einstimmig denken.

Florian Bode / 24.03.2020

Nicht wenige Tschornalisten haben noch vor kurzem konstatiert, dass ihre Aufgabe keine neutrale Berichterstattung sondern Volkserziehung ist. Und plötzlich ist das anders im Hause Springer? Nee, wahrscheinlich hat Angela bei Friede einen Durchhalteartikel bestellt.

Jürgen Fischer / 24.03.2020

Das Zitat von Prof. Streeck wirft eine Frage bei mir auf: hätte man, wenn es sich um eine Grippe handeln würde, mit der gleichen Hysterie die gleichen Maßnahmen ausgerufen? Oder hat man hier lediglich die Gelegenheit am Schopf gepackt? Oder war am Ende schon alles erwartet und geplant (ich hab’ da immer diese ominöse Bundesdrucksache 17/12051 vom 3.1.2013 im Hinterkopf)? Und es ist immer noch nicht die Frage beantwortet, wem das nun alles nutzt. Außer, dass die “Verantwortlichen” a) wieder ein bisschen Zeit gewinnen vor dem Crash, und b) hinterher einen Sündenbock bzw. eine Ausrede haben. Aber ist das alles? Ich kann es mir nicht vorstellen. Warten wir mal ab, bis der Spuk so halbwegs vorbei ist, die Linksgrünen wieder aus ihren Löchern gekrochen kommen und sofort wieder die übliche dicke Lippe riskieren, als hätten sie die “Krise” alleine “besiegt”. Und dann wundert man sich auch nicht mehr, warum in Deutschland so wenig gelacht wird. Weil wir immer weniger zu lachen haben.

F. Bothmann / 24.03.2020

Ein entschiedenes NEIN! Ich sage ein entschiedenes NEIN zu den Technokraten! Die Gesellschaft besteht nicht aus Viren, sie besteht auch nicht aus CO2, aus NOx, aus Feinstaub, aus Glyphosat oder Nitrat. Die Gesellschaft besteht nicht aus Grenzwerten. Sie besteht aus einem komplexen sozialen und ökonomischen Beziehungsgeflecht auf der Basis von gesellschaftlichen Werten. Die technokratische Sicht und die eindimensionalen vermeintlichen Lösungsansätze auf der Basis eines Grenzwertes führen zur Auflösung des gesellschaftlichen Systems. Sie sind die Fortsetzung einer über alles erhobenen Individualisierung unsere Gesellschaft. Die derzeitige Politik spielt in der ersten Liga dieser Individualisierungsstrategien. Sie bedient immer diese, die am lautesten schreien! – Auch die jetzige Krisenpolitik ist einzig reaktiv und alles andere als gesamtgesellschaftlich ausgerichtet. Herr Spahn bedient die Finanzinteressen der Krankenhausunternehmen damit lukrative Operationen möglich bleiben. Frau Giffey verkündet so etwas wie eine „Zu-Hause-bin-ich-sicher-Gesetz“ weil –Achtung Partikularinteresse – auch die Familienministerien aktionistisch in den Medien stehen will. – Ich sage NEIN zu den Technokraten, die mit ihren Einzelinteressen unsere Gesellschaft zerlegen. Das tun jetzt auch die Virologen. Das tut die Politik, das tun die Medien, das tut der Souverän, dass sie an den Lippen dieser Technokraten hängen. Die Drostes, Kekules und Wielers habe ich mir alle angehört – NEIN, sie können und sie dürfen nicht darüber bestimmen wir unsere Gesellschaft funktionieren soll. – Wie ist die Perspektive nach der Corona-Krise? Es muss doch von der Politik oder von klugen Köpfen auf der Basis gesellschaftlicher Werte eine Startperspektive entwickelt werden.

Thomas Kania / 24.03.2020

Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich mal einen Artikel von Herrn Döpfner für das beste und differenzierteste halten würde, was ich zu einem Thema lese. Es ist aber so. Einen Gedanken, den Herr Döpfner nur kurz anspricht, möchte ich aufgreifen: Das Thema Dunkelziffer, weil diese aus meiner Sicht nicht bedrohlich ist, sondern der größte Hoffnungsbringer. Unterstellen wir einmal, dass es am 1. Februar nicht einen Corona-Infizierten in Deutschland gab, sondern 100, die irgendwo seltsamen Husten oder sonst etwas hatten, was damals kein Mensch mit Corona in Verbindung gebracht hat. Wenn dann exponentiell von einer Verdoppelung der Infizierten alle drei Tage ausgegangen wird, wären wir Ende März bei über 50.000.000 in Deutschland und damit im relevanten Bereich “durchinfiziert” und (hoffentlich) immun. Ich bin nun weder Virologe noch Mathematiker und in meiner Rechnung mag vieles nicht ganz richtig zu sein. Aber eine ernsthafte Diskussion über solche Berechnungen würde ich mir schon wünschen.

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