
Mitten aus dem Leben, lieber Herr Schuler. Der schönste Spruch ist aber der des Taxifahrers am Schluß. Das alte Berlin - wo ist es hin?
“Fremd ist der Fremde nur in der Fremde” Da ist vorbei, wenigstens in der Grosstadt. Wer London kennt, kennt die Welt,spart weite Reisen, denn da muss man nur hin, wenn man gutes Wetter und original Sehenswürdigkeiten braucht. Kultur,vor allem Essen,hat es auch hier. Berlin ist anders, diese Freundlichkeit, der Umgang im Alltag,wie sieht dann erst Streit aus. Wir wissen es ,nach verbal kommt Handgreiflichkeit bzw. Messer, da reicht Widerspruch,ein in die Augen schauen, zack. Das Revier markieren und abstecken ist in vollem Gang, RRG sei Dank,No-Go-Zone finanziert vom Klassenfeind,det is Berlin, wallah!
Neulich am Kölner Haupbahnhof. Ich erhastete ein Taxi und ließ mich auf dem Beifahrersitz nieder. “Un wo soll et hinjonn?” (Und wo soll es hingehen?) begehrte der Fahrer mein Ziel zu erfahren. “No Neppes, an et Jymnasium am Leipzijer” (nach Nippes, ans Gymnasium am Leipziger Platz). Das Taxi setzt sich in Bewegung und ich schiebe nach: “E Wunder, e Taxi in Kölle medenem deutsche Fahrer, und dann och noch ene Kölsche!, söns kritt mer jo bloß esu ene Mijrant dä niddens Deutsch versteht, vun Kölsch ja nit eets ze schwaade” (Ein Wunder, ein Taxi in Köln mit einem deutschen Fahrer, und dann auch noch ein Kölner, sonst bekommt man ja nur so einen Migranten, der nicht mal Deutsch versteht, von Kölsch ganz zu schweigen). Der Fahrer winkt ab: “Bliev mer fott met denne! Et mäht kene Spaß mieh, dat es nit mieh ming Kölle” (Bleib mir weg mit denen, es macht keinen Spaß mehr hier, das ist nicht mehr mein Köln). “Un wie die sich benemme, die han allt dr Flochhafe besatz un looße do kene Deutsche mie op dr Stellplatz” (Und wie die sich benehmen, die haben schon den Flughafen besetzt und lassen da keinen Deutschen mehr hin)- “Wenn ich künnt”, fährt er fort, “wör ich alt längs fott he, ävver met Frau un Pänz… ” (Wenn ich könnte, wäre ich schon längst weg hier, aber mit Frau und Kindern…). Wir tauschten en Rest er Fahrt unseren Unmut über die zunehmende Überfemdung und Verrohung der Sitten aus. Lange habe ich eine Taxifahrt nicht mehr so genossen.- Übrigens: wann haben Sie, geneigte Mitleser, zuletzt eine Hotline angerufen? Wenn es nicht gerade Mercedes ist, werden sie in 99,5% aller Fälle von radebrechenden Hotlinemitarbeitern begrüßt, vorwiegend aus dem osteuropäischen Raum, gelegentlich auch mit arabischem Einschlag. Ist ihre Frage oder ihr Problem etwas komplizierter - prima, sie dürfen das wenigstens dreimal erklären, bis der/die/das Hotliner/in/¿ sie endgültig nicht verstanden hat und sie weiter verbindet zum nächste Undeutschen, wo das Spiel von vorne beginnt.
Haha, sehr gut beschrieben, den Original Berliner Taxler. >>>>Beleibte, hübsch geschminkte Damen aus Saudi-Arabien an viel zu kleinen Designtischchen im Frühstücksraum, die ihr Handy permanent grüßen, aber nicht den Tischnachbarn, eine Servicekraft aus Peru im Dirndl, völlig überfordert, der Asylanwärter füllt Brötchen auf, am Empfang Praktikanten, die dem Computersystem den Vorrang vor Geschäftssinn geben. Ein Klangteppich aus fremden Sprachen in einem Münchner Hotel stimmte uns wehmütig. Niemand redet mit den Tischnachbarn, aber whatsapped andauernd. In einem Museum hilft eine freundliche Dame aus einem Südland unbürokratisch beim Aufladen des Handys, während Deutsche das Naki-System verkaufen wollen. Japaner und Chinesen scheinen uns nur als Museum wahrzunehmen, aber nicht als zu grüßende oder gar zu fragende Menschen. Irgendwie Fernsehen ganz nah. Viele Kanäle muss man direkt abschalten, um nicht verrückt zu werden. Der Opa vor der Feldherrnhalle bereitet die grässlich furchterregenden Plakate vor für schüchterne Mädchen, die mit Totenköpfen für extinction rebellion supporten wollen. Das Ende ist nah und die Girlies mitten drin in ihrem Abenteuer. Multikulti ist freilaufendes Museum mit wenig Positivem, in dem jeder heilfroh ist, wenigstens einen Fetzen Heimat zu finden. So wie im echten bayerischen Biergarten tatsächlich Urbayern bedienen, ein weiß blaues Wunder bei der schönsten deutschen Fremdsprache, die man so gerne hört! In ReisEnde steckt ein schönes Wort. Allzuviel ist ungesund.
Es muß natürlich heißen: “Jäger*Innenschnitzel”
Es wird weder schöner, noch leichter in Globalistan. Ich empfehle die gewissenhafte Auswahl der Dienstleister. Ich hatte neulich eine Service-Hotline, da quatschte mich einer auf Englisch voll, der muß in Indien oder Pakistan gesessen haben, er redete sehr schnell und war so selbstbewußt, daß er sich offensichtlich nicht vorstellen konnte, daß die von ihm benutzte Sprache mit dem, was ich einst gelernt habe, hinsichtlich Wortwahl und Intonation nicht viel gemein hatte. Die Geschwindigkeit des Sprechaktes sollte wohl die überlegene Sprachbeherrschung demonstrieren.
Wenn Fremdsprachler kein richtiges Deutsch zustandebringen, dann ist das ja noch verständlich; völlig haarsträubend finde ich es aber, wenn deutsche Muttersprachler ein Germish-Kauderwelsch pflegen, wie das in der Werbung und des Business längst üblich ist. Wobei die englischen Anteile dann auch noch oft genug so falsch gebraucht werden, dass ein englischer Muttersprachler da auch nicht mehr mitkommt. Welcher Engländer oder Amerikaner kann sich schon erklären, was ein Deutscher unter “Event Management” oder “Facility Management” versteht?
Am effektivsten fand ich den chinesischen Friseursalon (all we can shave), wo eine Dame nur fürs Dolmetschen ({nicht wirklich hörbares} Flüstern - Deutsch) zuständig war.
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