Von Horst Szentiks.
Er heißt Jan Philipp Albrecht und er feiert das (sein) neue(s) Datenschutzgesetz: „Geschafft! EU-Datenschutz-Grundverordnung" Sieht doch ganz sympathisch und harmlos aus, der junge Mann, oder? Hier können Sie ihn in einem Video live erleben.
Für diesen Grünen-Politiker ist jeder Cookie und jede Datenspeicherung, die ganz normalen alltäglichen Gepflogenheiten entspricht, offensichtlich ein „Überwachungsvorgang", inklusive Datendiebstahl. Lesen Sie sich mal aufmerksam seine Ausführungen und Beschwichtigungen, die ich eingangs verlinkt habe, durch. Beachten Sie aber auch die Kommentare dazu. Speziell den von Sascha Lobo, den ich zwar persönlich auch nicht besonders gut leiden kann, aber dem ich in diesem Fall doch weitestgehend inhaltlich zustimme.
Dass große Social Media-Portale wie ein Krake die privaten Daten ihrer User überwachen, abfischen und damit Geschäfte machen, das ist bekannt. Aber ich interessiere mich überhaupt nicht für das Bewegungsprofil meiner Webseiten-Besucher. Ich werte da gar nichts aus. Ich will meinen Börsenbrief verkaufen. Und dazu versuche ich, möglichst viele richtige Einschätzungen zur Börsenentwicklung abzugeben.
Und wenn sich dann ein Besucher freiwillig bei mir meldet, mir seine privaten Kontaktdaten mitteilt, damit ich ihn beliefern kann, dann ist das ein ganz normaler, alltäglicher Geschäftsvorgang, der den üblichen Gepflogenheiten und Notwendigkeiten entspricht, damit das überhaupt funktioniert. Man nennt das auch zwischenmenschliche Kommunikation, die ohne Austausch von Daten einfach nicht funktionieren kann.
Anstatt mir mit einer Strafe von 20 Millionen Euro zu drohen, obwohl ich nichts Verwerfliches verbrochen habe, fände ich es richtiger und angemessener, diese EU-Bürokraten würden mit solch drastischen Strafandrohungen gegen diejenigen vorgehen, die diese unvermeidliche Kommunikation mittels Hackerangriffen et cetera zu stören versuchen. Das sind die Kriminellen und nicht ich!
Dieses verdammte neue Gesetz hat mich drei Wochen unproduktive Arbeit und Stress gekostet. Diesen Arbeitsaufwand würde ich nur zu gerne – zu meinem üblichen individuellen Stundensatz selbstverständlich – dem Herrn Abrecht in Rechnung stellen.
Ich fände es richtiger, dieses neue Gesetzes-Ungetüm radikal zu vereinfachen:
1. Man verbiete einfach strikt den großen Konzernen, mit den Daten ihrer User Handel zu betreiben – bei Androhung von 100 Millionen Euro Strafe bei Zuwiderhandlung. (50 Millionen Euro sind ja schon bei „Hass"-Postings fällig.)
2. Angriffe auf Webseiten, den Mailverkehr und den daraus resultierenden Datenhandel oder andere Straftaten müssen als schwerer Eingriff in die Privatsphäre und öffentliche Sicherheit verfolgt und geahndet werden – mit mindestens 10 Jahren Gefängnisstrafe.
Schließlich ist der Staat dafür zuständig, auf den Straßen unserer Republik für Ordnung, Sicherheit und reibungslosen Verkehrsfluss zu sorgen. Er möge das bitte auch auf der Datenautobahn machen und nicht mir die Verantwortung dafür in die Schuhe schieben.
Ausnahmslos alle Kleinunternehmer, Handwerker, Blogger, Vereine, Journalisten et cetera müssen von dem neuen DSGVO ausgenommen werden. Die ganz normale alltägliche Kommunikation privater und geschäftlicher Art darf nicht kriminalisiert werden. Ansonsten fühle ich mich unrechtmäßig verfolgt.
Es kann ja wohl nicht sein, dass wir Opfer zu Tätern gemacht werden! Obwohl diese Brüsseler Bürokraten es ja auch schon geschafft hatten, die natürliche Krümmung der Gurken zu beseitigen. Darf man diese dann als „Gurkentruppe" bezeichnen? Wahrscheinlich nicht, denn das würde wohl schon als Hass-Posting eingestuft. Ich bin sooo sauer, das können Sie sich gar nicht vorstellen!
Nachtrag der Redaktion:
Der eingangs erwähnte Jan Philipp Albrecht ist mit „seinem" Monstergesetz DSGVO einer der neuen Stars der Grünen. Er ist Nachfolger des neuen Bundesvorsitzenden der Grünen, Habeck, im Amt des Umweltministers von Schleswig-Holstein. Dort kann er sein segensreiches Wirken mit Hilfe von CDU und FDP an anderer Stelle fortsetzen.
Horst Szentiks ist Börsenspezialist und gibt einen Börsenbrief heraus.
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Beitragsbild: Jacek Halicki CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Jan, Ska und Terry - die Teletubbies sind wieder auf Sendung. Ich dachte, die wären seinerzeit wegen nachweislicher Kinderverdummung still und leise wieder aus dem TV verschwunden. Sehe gerade, Herr Bechlenberg hatte denselben Gedanken. Der drängt sich wohl auf bei den drei Gestalten.
Vielen Dank für dieses lustige Video für das Sandmännchen-Kinderprogramm. Mir tun die allenfalls fachlich kompetenten Leute leid, die mit diesen demokratisch gewählten Teletubbie-Darstellern über allenfalls komplexe Problemstellungen/-lösungen diskutieren bzw. die Teletubbie-Darsteller-prioritätensetzung bei der Themenwahl schlucken und dabei ernst bleiben müssen. Die Entschädigung dafür kann gar nicht hoch genug sein. Das grenzt schon an Körperverletzung. juhuu und winke, winke
Bleiben uns dann zukünftig auch Videos/Fernsehverunstaltungen erspart, in denen wir Bilderchen von dt. Politikern ertragen müssen. Ich hoffe sehr, dass das genannte Gesetz eben auch die Veröffentlichung solcher Ungestalten verhindert.
Allein schon die Beweislastumkehr halte ich für rechtsstaatlich sehr bedenklich.
Völlig falscher Denkansatz. Ziel ist es doch gerade, Blogger, Forenbetreiber, freie Journalisten, bevorzugt bei alternativen Medien tätige, mit allen Mitteln mundtot zu machen und zu verdrängen. Um den Anschein zu wahren, sind halt "et cetera" mit erwähnt. Oder glaubt hier wirklich irgendjemand, daß sich Zuckerberg und Co. für die DSGVO interessieren? Nicht die Bohne.
Wenn ich es richtig verstanden habe, sind fortan keine Bilder mehr erlaubt, auf denen bereichernde Goldstücke marodierend einen Zug durch die Gemeinde machen? Außer, wenn man sich von ihnen zuvor die Erlaubnis eingeholt hat? Ich frage für einen Freund.
Langsam bekomme ich wirklich angst vor Deutschland. Dass die EU ein Irrenhaus ist, das habe ich schnell gelernt,. Dass die Deutschen aber sich dieses Gebilde noch überordnen und zusätzlich dann noch befeuern, das ist kaum zu glauben. Da hätte ich lieber den Kindergarten in der Regierung. Die Kinder wären dann immerhin echt und offen, nicht schlecht und besoffen. b.schaller