
Liebe Liana Friedrich, einen ganz herzlichen Dank für Ihre bewegenden und authentischen Worte, die nebenbei die Diskrepanz der ideologischen Grundhaltung ost- und westdeutscher Jugend (und Erwachsener) erklärt. Der westliche Wohlstandskokon verhindert bei unseren Wohlstandsbratzen den Blick auf die Realität. Die natürliche Energie, die per Geburt für unseren Lebenskampf zur Verfügung gestellt wird, bleibt in einer überbehüteten Umgebung ungenutzt und findet in grünen ´Übersprungshandlungenˋ ein Ventil, wird zur Destruktion unter linker Propaganda eingesetzt. Unvorstellbar für Menschen, die hart an der Verbesserung ihrer eigenen Lebensumstände arbeiten. Als ich gen Ende Ihres so leicht und flüssig geschriebenen Textes die Anzahl ihrer Lebensjahre erblickte, war ich echt perplex! Nicht das Alter ist offensichtlich für Intelligenz, Vernunft und Einsicht ausschlaggebend, sondern Eigenverantwortung, Beobachtungsgabe und die Fähigkeit zum selbstständigen Handeln und Denken ...und vielleicht noch ein paar ´Härtegrade ˋ, die einem das Leben mitunter kostenlos mitliefert, und die bewußt bedacht und verarbeitet gehören. Danke für die Aufklärung. Ich kenne bereits ein paar sehr nette Konserven und kann sie jetzt noch besser verstehen. Sie, so finde ich, sind auch eine sehr sympathische Konserve und klug dazu.
Man sollte wissen, dass rund 38 % der weißen Amerikaner angaben, deutsche Wurzeln zu haben. Sehr zum Erstaunen der US-Statistiker. Aber, wo keine Melde-pflicht und viel Namensähnlichkeit besteht, kann schnell ein Fehlschluss passieren. TRUMP ist als Herkunfts-Deutscher von Amerika-Deutschen gewählt worden. Da Weiße aus eigener Zahl keinen Presidenten mehr stellen können, muss die Zahl süd-und mittelamerikanisch abstammender Amis entscheiden, das sind 18 % der Wähler. Man muss zur nächsten Wahl auf diese Gruppe schauen. Auf Schwarze kommt es nicht mehr an, die kaum 10 % der Wähler stellen. Ergo, wer gegen Trump stimmt, tut das entgegen deutscher Interessen. Wären diese Tatsachen besser bekannt, hätten es die dt. Medien bei ihrem offenen oder ver-steckten Anti-Amerikanismus viel schwerer.
Liebe Frau Friedrich, ich kenne aus meiner Kindheit sowohl „Sandmännchen“ als auch „Nu, Pagadi!“ und kann Ihnen versichern, dass die sowjetische Action-Serie über den asozialen „Ulligan“ (Rowdy) Wolf und dem kleinen, sportlichen „Priwjet Fisskultura!“-Hasen sich dem einlullendem Sandmann gegenüber niemals zu verstecken brauchte. Nicht storymäßig, nicht musikalisch und schon gar nicht in Sachen Animationskunst. Der andere „Osten“-Dauerklassiker, „Bolek i Lolek“, hatte übrigens auch Weltklasse, wenn wieder ganz anderer Art. Ganz zu schweigen von dem Kleinen Maulwurf und sonstigen tschechoslowakischen Kinderfilmen, die sich so gern zwischen Märchen und Surrealismus wie selbstverständlich hin und her schwangen: fabelhaft. Viele Grüße und danke für Ihren erhellenden Text!
Die “Konservendeutschen"sind in diesem Land nichts,- im Vergleich zu den Konserventürken oder den Konservenarabern. Welche Blindheit auf dem ” linken ” Auge !
Der Begriff «Konservendeutscher» bringt ganz wunderbar zum Ausdruck, was mir schon länger im Kopf herumgeht. Eine ganze Reihe Eigenschaften, Werte, Ansichten etc. wurden bewahrt, die den nicht konservierten Deutschen eben zum guten Teil längst abhanden kamen oder abtrainiert wurden. Daher empfinde ich den Umgang mit den «Konservendeutschen» auch als sehr angenehm, aber gleichzeitig stimmt es auch wehmütig, weil einem gezeigt wird, was perdu ist und vermutlich auch bleibt.
Ein sehr informativer und interessanter Beitrag. Ich wünsche mir den komplementären Artikel eines"Konserventürken”, der in der dritten Generation in Deutschland lebt.
Frau Friedrich, das Hauptproblem ist doch wie so oft die Dummheit bzw. bei Kindern die Unwissenheit von Menschen. Und dagegen haben schon die Götter vergeblich gekämpft. Und natürlich nicht zu vergessen auch der Neid, aber da haben es Millionäre deutlich einfacher über den Dingen zu stehen als Geringverdiener bei denen auch schon einmal das Geld vor dem Monatsende alle sein kann. Ihr letzter Satz zeigt doch aber, dass man auch als fleißiger Angehöriger einer Minderheit etwas erreichen kann und Mut machen sollte. Und ich persönlich kenne in unserer nächsten Umgebung nur anständige und fleißige Russlanddeutsche, die nach 30 Jahren den gleichen Wohlstand wie die Einheimischen erreicht haben.
Ich bin angehöriger der deutschen Minderheit aus dem Banater Bergland eine Gruppe die zumindest bis 1998 Aufnahme als Aussiedler im Bundesgebiet fand. Danach hat die Rot-Grüne Regierung alle Anträge abgelehnt. Meine Generation, die der Enkelkinder nach dem Krieg haben im Banat keinen einzigen Tag deutsche Schulen Besucht. Diese wurden fast vollständig abgeschafft bzw. es fehlten als folge der andauernden Aussiedlung die Lehrer dafür. Für mich sind 90 % der Aussiedler aus den Sowjet Staaten definitiv keine Deutsche. Die wenigen Deutschen darunter kamen vor 1990 in die Bundesrepublik. Da haben viele noch Deutsch gesprochen besser sogar als Aussiedler aus Polen. Danach waren es überwiegend Russen, die russischen Namen wurden sogar von den Behörden ins deutsche Übersetzt. Aus Medwedew wurde Bär. Ihre Aufnahme brachte den Begriff des Aussiedlers in eine ecke mit dem des Ausländers. Darunter leiden alle Aussiedler aus Rumänien bis heute. Auch Aussiedler aus Polen die bis 1990 die Mehrheit darstellten waren zu 60 % keine Deutsche, sie waren aber zumindest Deutschstämmig! Nur Aussiedler aus Rumänien haben Ihre Deutsche Kultur nie verleugnet. Auch dann nicht als sie zur Deportation nach Sibirien gebracht wurden. Die Kulturlandschaft, die sie in Rumänien hinterlassen haben kann man bis heute überall sehen. Wer heute ins Banater Bergland fährt, findet hier Bayrisch sprechende Deutsche, die alle seit 1998 auf abgelehnte Aussiedleranträge sitzen. Auch in der Bundesrepublik sprechen die überwiegende Mehrheit der Aussiedler aus Russland, Kasachstan nur Russisch unter sich und die erste Generation kaum Deutsch. Das erlebe ich überall im ganzen Land und höre von Verwandte und Freunde die in der ganzen Republik verteilt sind nichts anderes. Aussiedler aus Polen und vor allem aus Russland mußten nicht denselben Nachweis z. B. einer deutschen Abstammung vorlegen wie Aussiedler aus Rumänien. Viele haben sogar Ostasiatische Gesichtszüge.
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