
Ja, das Schlimme ist, daß die angeblich so hoch Gebildeten aus den Geschwätz-Studiengängen , die uns medial vor die Nase gesetzt werden, in Wahrheit strunzendumm sind. Sogar, wenn sie sich auf das hochstrapazierte Gebiet der Termini des 3. Reichs begeben. Wer z.B. den SS-Reichsführer in der Öffentlichkeit als “Reichsheini” oder A.Ziegler, den Präsidenten der Reichskunstkammer, als “Reichsschamhaarmaler”, L. Riefenstahl als “Reichsgletscherspalte” usw. usf bezeichnete und denunziert wurde, für den konnte es schmerzhaft enden, wenn der Denunzianten-Dunstkreis stimmte. Besonders im späten Verlauf des Krieges. “Reichskristallnacht” zählt darunter und war im offiziellen Sprachgebrauch ein No-go. Auch weil Hitler gern diese Sache aus diplomatischen Gründen ungeschehen gemacht hätte.
“Wenn die Schweine fett werden, werden sie genossen.” (Deutsche Bauernregel)
Mit der Bitte um Nachprüfung: Die Reichskristallnacht trägt jene Bezeichnung, weil die damalige Versicherungsbranche vor dem Problem stand, die Glasschäden, soweit versichert, ersetzen zu müssen. Die Summe der von ihnen zu zahlenden Schadensersatzleistungen hätte die finanzielle Potenz der betroffenen Versicherungsunternehmen gesprengt und zu Insolvenzen geführt. Daraufhin beschloss die NSDAP,, daß die Geschädigten den Ihnen durch Mordbrennerei zugefügten Schaden selber zu tragen hätten und die Propaganda schuf den Begriff Reichskristallnacht. Auf diese Weise, nämlich durch die Verwendung des Wortes Kristall für Glas, wurde das Vorkommnis umschrieben und nicht als das bezeichnet, was es war und ist - ein Progrom. Der Ordnung halber müßte nämlich der Beschluß der NSDAP lauten: “Die ihnen durch willkürliche Gewalteinwirkung zugefügten Schäden.tragen die Geschädigten selber.” Eine Formulierung, die seinerzeit vom Innenministerium des Dritten Reiches für schwer vermittelbar gehalten wurde. So kam es unter Mitwirkung hoher Offizieller des Regimes zur Wortschöpfung Reichskristallnacht, in der neben Mord und Totschlag, Brandschatzung und Plünderung auch ,entglast’ worden ist. Der Begriff Reichskristallnacht findet bis heute in unserem Sprachgebrauch Verwendung und verstellt den Blick auf die wirklichen Vorkommnisse - ein später Erfolg der nationalsozialistischen Propaganda. Sie wirkt immer noch und der Begriff Entglasung nimmt dem Betrachter den direkten Blick auf in Stuttgart verübte Straftaten.
Den Namen einer Institution wie den RIAS zu usurpieren, allein das ist schon der Gipfel der Unverschämtheit. Nie werde ich vergessen, mit welcher Begeisterung wir über die von der “DDR” gestörten Mittelwelle z.B. die aufschlußreiche Sendung “Aus der Zone - für die Zone” nahezu inhalierten. Die Kehrseite der Medaille: Ich hatte eine Kollegin, die vor dem Mauerbau von Stasispitzeln beobachtet wurde, wie sie das RIAS - Gebäude in Schöneberg betrat - wohl um Infos dort zu übergeben - und dafür für acht Jahre hinter den Mauern des Gelben Elends (Bautzen) und Waldheim verschwand.
“Buntglasnacht” oder “Tausend und eine Nacht der Scherben” wären ein wertvoller Hinweis auf den künstlerischen und orientalischen Aspekt in dieser einzigartigen Nacht gewesen, Sie Verharmloser.
Die sind doch irgendwie doof. Gelinde ausgedrückt. Verzeihung, aber nachdem ich gelesen habe was Herr Broder uns so mitzuteilen hat, muss es raus. Die sind einfach nur doofdreist, diese verkappten Antisemiten…mit Verlaub.
Formulieren hätten Sie sicher dürfen, dass es nach Kristallnacht röche. Sicherheitspolizeihalber versehen mit dem Hinweis auf BAP bzw. Herrn Niedecken. Dann wären Sie fein raus gewesen.
Verharmloser sind die, die ein Manöver zur Vorbereitung einer demnächstigen Übernahme ganzer Städte als “Partygeschehen” bezeichnen. Oder Invasoren als “Flüchtlinge”.
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.