
Herr Gabriel ist mir in letzter Zeit auch mehr positiv denn negativ aufgefallen. Und ich bin kein Pegida-Fan, wahrlich nicht.
Sigmar Gabriel ist aber nicht als politischer Funktiosnträger, sondern nach eigenem Bekunden, als Privatmann dort gewesen. Frage: Kann jemand wie Sigmar Gabriel in einer solchen Runde überhaupt als Privatmann angesehen werden?
Aber innerhalb der SPD scheint es mit der Disziplin nicht besonders gut zu stehen. Frau Fahimi, die Generalsekretärin, müsste jetzt eigentlich ein Parteiausschlussverfahren anstrengen gegen ihren Vorsitzenden: Wenn man Sigmar Gabriel heißt, ist man bei so gravierenden Zeichensetzungen eben nicht privat. Man kommt aber nicht umhin anzuerkennen, dass es der einzig richtige Weg ist, nämlich das Gesprächsangebot anzunehmen. “Mit den Organisatoren reden wir nicht!” würdigen den Gesprächspartner herab und sollen die eigene Größe hervoheben; womit Herr Gabriel den Status des Privatmannes (“Wir”) verlassen hat. Trotzdem: Richtig ist es, auf die Gesprächsangebote der Straße einzugehen. Die SPD war nicht die erste Partei, die das tut. Und es wird hoffentlich nicht die letzte bleiben. Jetzt fehlen nur noch Signale aus der Politik wie: “Wir haben verstanden.”
Ok! Da hat jemand das Wort Demokratie verstanden! Nicht mehr und nicht weniger, aber immerhin!
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