Ulli Kulke / 25.01.2015 / 00:00 / 4 / Seite ausdrucken

Hut ab, Sigmar!

Ich schicke mal lieber, wie man es heute ja bei anderer Gegenheit tunlichst machen muss, vorsorglich voran: Nein, ich werde nicht die SPD wählen, und auch nicht in die Partei eintreten, und ob ich bei irgendwelchen SPD-Demos mitmarschiere, sehe ich auch nicht. Aber ich muss feststellen, dass ich Sigmar Gabriels Bereitschaft, mit Pegida-Demonstranten zu sprechen, gut finde. Nicht mehr und nicht weniger. Das sage ich – auch das sei vorsorglich angemerkt – ohne nähere Kenntnis des des Ergebnisses. Hat er es gesagt, um seine Generalsekretärin Yasmin Fahimi in die Schranken zu weisen? Egal.

Übrigens: Auch bei der aufgeregten Situation nach dem Pariser Terroranschlag von Paris hatte Gabriel noch die beste Figur im Vergleich zu allen anderen SPD-Betonkoepfen gemacht.
Na bitte, geht doch.

Sihe auch Ulli Kulkes Blog Donner und Doria

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Roland Wolff / 26.01.2015

Herr Gabriel ist mir in letzter Zeit auch mehr positiv denn negativ aufgefallen. Und ich bin kein Pegida-Fan, wahrlich nicht.

Kai Schirmer / 25.01.2015

Sigmar Gabriel ist aber nicht als politischer Funktiosnträger, sondern nach eigenem Bekunden, als Privatmann dort gewesen. Frage: Kann jemand wie Sigmar Gabriel in einer solchen Runde überhaupt als Privatmann angesehen werden?

Andreas Rochow / 25.01.2015

Aber innerhalb der SPD scheint es mit der Disziplin nicht besonders gut zu stehen. Frau Fahimi, die Generalsekretärin, müsste jetzt eigentlich ein Parteiausschlussverfahren anstrengen gegen ihren Vorsitzenden: Wenn man Sigmar Gabriel heißt, ist man bei so gravierenden Zeichensetzungen eben nicht privat. Man kommt aber nicht umhin anzuerkennen, dass es der einzig richtige Weg ist, nämlich das Gesprächsangebot anzunehmen. “Mit den Organisatoren reden wir nicht!” würdigen den Gesprächspartner herab und sollen die eigene Größe hervoheben; womit Herr Gabriel den Status des Privatmannes (“Wir”) verlassen hat. Trotzdem: Richtig ist es, auf die Gesprächsangebote der Straße einzugehen. Die SPD war nicht die erste Partei, die das tut. Und es wird hoffentlich nicht die letzte bleiben. Jetzt fehlen nur noch Signale aus der Politik wie: “Wir haben verstanden.”

Werner Reitzel / 24.01.2015

Ok! Da hat jemand das Wort Demokratie verstanden! Nicht mehr und nicht weniger, aber immerhin!

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen

Es wurden keine verwandten Themen gefunden.

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com