Die CDU glänzt in letzter Zeit ja nicht gerade mit strategischen Meisterleistungen. Umso mehr musste man sich wundern, warum sich Hendrik Wüst Knall auf Fall auf den Weg nach Istanbul gemacht hat. Aber das Beste kommt erst noch: Einer seiner Mitreisenden hat ihn dabei gefilmt, wie er in den Flieger steigt. Nein, kein Regierungsflieger der Flugbereitschaft, nicht mal die Business Class einer Linienmaschine. Wüst saß in einer Maschine von SunExpress – dem Joint-Venture von Lufthansa und Turkish Airlines. Ein waschechter Touristen-Bomber für Mallorca- und Antalya-Urlauber. Volltreffer!
In der türkischen Community geht das Video natürlich gerade steil. Der Grundtenor: „Da kannst du mal sehen, die deutschen Politiker sind nicht so abgehoben wie unsere. Die kommen noch aus der Mitte des Volkes!“ Nun gut, das ist zwar eine charmante Fehleinschätzung, aber man muss ja auch nicht jeden Irrtum sofort korrigieren. Die sollen erst mal abwarten, bis Philipp Amthor fliegt. Da gibt es dann einen Staatsflieger und in der ersten Reihe steht ein blau-weiß gestreifter Strandkorb. Mindestens. Dann lohnt es sich sogar, nach Antalya zu fliegen.
Dabei fing die dreitägige Reise von Wüst mit einem echten Paukenschlag an. Dass sich Herr Erdoğan überhaupt in die „niederen Ebenen“ begibt und einen bloßen deutschen Landesfürsten empfängt, ist für Wüsts Image-Konto von unschätzbarem Wert. Der Sultan aus Ankara kann nämlich auch ganz anders, wenn er will.
Einen Tross von 30 Journalisten und eine Wirtschaftsdelegation im Schlepptau.
Offizieller Anlass der Reise ist das 65-jährige Jubiläum des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens. Aber am Rande wurde natürlich harte Wirtschaftspolitik betrieben. Erdoğan hat sich dabei vermutlich nichts anmerken lassen – schon gar nicht, dass die türkische Wirtschaft eigentlich komplett auf Grund gelaufen ist und nur schwer wieder auf die Beine kommt. Stattdessen ging es um eine Modernisierung der Zollunion mit der EU. Wüst mahnte laut den paar türkischen Medien, die überhaupt noch frei über negative Dinge berichten dürfen, artig die Rechtsstaatlichkeit und die Menschenrechtslage an. Ich denke, genau an dieser Stelle dürfte Wüsts eigener Blutdruck das Maximum erreicht haben, während Erdoğan sich wahrscheinlich viel mehr für die jüngsten Wahlergebnisse im fernen Deutschland interessierte.
Damit die Daheimgebliebenen auch alles mitbekommen, hatte Wüst einen Tross von 30 Journalisten und eine Wirtschaftsdelegation im Schlepptau. Der Besuch im Werk des Henkel-Konzerns dürfte ihm gefallen haben – Henkel ist seit Jahrzehnten in der Türkei aktiv und dort in vielen Bereichen Marktführer.
Dass der Fokus auf NRW liegt, ist kein Zufall: „Mein“ Bundesland ist seit jeher der stärkste Handelspartner der Türkei in Deutschland und hat eine mächtige Repräsentanz in Istanbul. An der Spitze von NRW.Global Business (früher NRW.INVEST) sitzt mein guter Freund Dr. Adem Akkaya. Seit 2008 leistet er dort einen fantastischen Job und hat mittlerweile rund 1.200 türkische Unternehmen nach NRW geholt, die hier eine feste Dependance oder ihren Firmensitz angemeldet haben. Damit konzentriert sich mehr als jede dritte türkische Unternehmensbeteiligung Deutschlands in NRW. Rechnet man die lokalen Betriebe, Gastronomen und das Kleingewerbe von türkischstämmigen Gründern hinzu, reden wir sogar über stolze 24.000 Unternehmen.
Ein gutes Wort bei der türkischen Wählerschaft
In der Türkei wird NRW deshalb völlig zurecht oft als Paradebeispiel für Wirtschaftsstärke herangezogen. Proportional stellt das Bundesland die Türkei locker in den Schatten: Mit gerade einmal 18 Millionen Einwohnern kommt NRW auf ein BIP von satten 909 Milliarden Euro. Die Türkei braucht für ihre 1.406 Milliarden Euro BIP (beide Zahlen von 2025) immerhin 86 bis 88 Millionen Menschen.
Kein Wunder also, dass die deutschen Medien diesen Besuch ganz genau beobachten. Da Hendrik Wüst im Hintergrund immer als potenzieller Kanzlerkandidat der Union warmgehalten wird, werten Beobachter diesen stark inszenierten Auftritt auf internationalem Parkett als Demonstration seiner Qualitäten als Staatsmann.
Na gut. Wenn er denn irgendwann Friedrich Merz folgen sollte. müsste sich die CDU trotzdem fundamental ändern, damit sich im Land etwas bewegt. Nur die Köpfe an der Spitze zu tauschen, bringt am Ende gar nichts. Aber einen großen Vorteil hat die Nummer jetzt schon: Erdoğan kennt jetzt den Wüst. Vielleicht legt er ja beim nächsten Mal bei der türkischstämmigen Wählerschaft in Deutschland ein gutes Wort für ihn ein.
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Die Schleimspur der Politiker, besonders bei Autokraten und Diktatoren, ist immer besonders eklig.
Der personifizierte Verrat! Schulterschluss mit dem Türkislamisten, der auch den Türken dort den Laizismus genommen hat und seinen religiösen Fanatismus auch nach Europa trägt. Seine Fantasien lassen am Ende auch für Wüst keinen Raum, aber das kriegen die Schwarzen sowieso nicht mehr in ihre Köppe – zu groß ist die kurzfristige Gier nach Geld und Macht.
Erdogan hat ja irgendwann einmal,so ähnlich gesagt, daß die türkischen gebärfreudigen Frauen und die starken Männer das erledigen, in D. Ich habe keinen Anspruch auf die wirkliche Wortwahl, aber so ähnlich klang das. Wer glaubt denn, daß Der,
Wüst wirklich ernst nimmt. Die deutschen Politik „Darsteller“ sind einfach nur noch die Vorspeise. Erdogan hat eigene Pläne.
Auf Apollo News heißt es, Wüst habe zudem noch behauptet, die Türken hätten Deutschland nach WK II aufgebaut. Eine unverschämte glatte Lüge. Als meine Großmutter sich den Körper mit dem Schleppen schwerer Teppiche ruinierte, direkt nach dem Krieg, um die Familie zu ernähren, gab es weit und breit keine Türken. Diese kamen erst ab Anfang der Sechzigerjahre und da war der Aufbau längst abgeschlossen. Dass sie dann in den Fabriken ihren Teil beitrugen und dafür gut entlohnt wurden, ist eine völlig andere Geschichte. Und dass sich Wüst in solch schon niederträchtig zu nennenden Weise bei den Türken andient und damit die Leistung unserer Großeltern in den Staub tritt, ist ein alarmierendes Zeichen im Hinblick auf seine Kanzlerambitionen. In keinem Fall sollte jemand Kanzler werden, der ein fremdes Volk im eigenen Land präferiert. Und man sollte gut prüfen, welche Art Geschäfte Wüst hier zwischen der Türkei und seinem Bundesland fördert, man denke nur an Eralp und ihre Freunde.
Wenn die SPD auf unter 10% sinkt, dann sind die 60% Erdoganwähler in NRW natürlich durchaus ein interessantes Potenzial. Die Frage ist nur, wie tief die CDU dem Sultan in den Allerwertesten kriecht. Und das es überhaupt funktioniert, ist keineswegs sicher. Erstens gibt es auch noch biodeutsche CDU-Wähler, die andere Interessen haben als die Doppelpass-Türken, und zweitens hat Erdogan eine veritable Wirtschaftskrise am Hals, da kann er schlecht noch mehr Privilegien an seine Türken in D verteilen, ohne im eigenen Land Schwierigkeiten zu kriegen.
Wenn Wüst etwas geleistet hätte, dann ein erneutes Abwerbe-Abkommen, in dem Erdo seine Mio. Kolonial-Truppen ohne Kombattanten-Status in Deutschland für die Türkei abwirbt.
Die armen Mitarbeiter vom Söder, die müssen jetzt leiden, denn der Chef ist momentan gewiss übel gelaunt. Wenn ihm der Wüst dazwischengrätscht, dann wird das niemals was mit der Kanzlerschaft, dann ist der nämlich zu alt dafür. Dann hat der die Kernkraftwerke in Bayern ganz umsonst abreißen lassen, für nichts die Berliner Verschwendungsorgien finanziert und all die Flüchtigen aufgenommen. Alles für die Katz, man hat ihn nach Strich und Faden verarscht und dieses Umstandes wird er gerade gewahr.