90 Cent könnte die 0,7l-Wodkaflasche bald im Preis steigen, die Literflasche Cola um über 30 Cent. Denn die Bundesregierung will einige Verbrauchssteuern erhöhen, teils massiv, und eine Zuckersteuer für Limo & Co. einführen. Das ist einer der Unterschiede zwischen dem Staat und einem Zuhälter: Letzterer bedient sich nur bei den Einnahmen, ersterer gönnt sich zusätzlich bei den Ausgaben reichlich Provision. Da aller Dinge drei sind, ergänzt die Obrigkeit diese Doppelbesteuerung noch um die Erhebung der Mehrwertsteuer auf Alkohol-, Tabak- oder Zuckersteuer. Steuern auf Steuern zahlen, das passt zu einem Steuerstaat, wo nicht nur Geld eingenommen, sondern auch das Verhalten der Menschen dadurch gesteuert werden soll.
„Der Zucker ist viel teurer noch als Gold […] Der Preis von Spirituosen, der wird dann steigen“, sang Vader Abraham schon vor einem halben Jahrhundert über die Finanzpolitik der damaligen niederländischen Linksregierung. „Erst wenn man tot ist und einsam begraben wird, lässt die Regierung einen gerne in Ruhe“. Na ja, dann fällt noch Friedhofsgebühr an – die kann vom besteuerten Erbe beglichen werden.
Besonders heftig soll eine Kaskade von Tabaksteuererhöhungen ausfallen. Allein im vergangenen Vierteljahrhundert hat es bereits vierzehn (!) Erhöhungen gegeben, die letzte Senkung erfolgte zu Ludwig Erhards Zeiten vor über 70 Jahren. Inzwischen sollen die Raucher längst nicht nur gemolken, sondern vor allem geschlachtet werden: Die turmhohe Strafsteuer dient dazu, sie zum Verzicht zu zwingen. Dabei kommen Raucher den öffentlichen Kassen billiger, einer finnischen Studie zufolge um beachtliche 133.800 Euro über ihre Lebensdauer hinweg.
Die Bundesregierung wollte die Genießer dieses besonders unbotmäßigen Lebensstils so zur Kasse bitten, dass ein rauchendes Ehepaar nach Nius-Berechnungen 1.200 Euro pro Jahr mehr hätte berappen müssen. Aktuelle EU-Pläne würden sogar zu einer doppelt so großen Zusatzbelastung führen, sind aber in dieser Höhe noch keineswegs durch. Dafür kursieren bei der Unions/SPD-Regierung Pläne für noch krassere Erhöhungen als ursprünglich beabsichtigt, 12 Euro pro Schachtel Zigaretten sollen es bis 2030 werden. Den Elefanten im Zimmer erkennen selbst Staatsbedienstete: „Wenn legale Produkte teurer werden, illegale Ware aber billig verfügbar bleibt, steigt der Anreiz für den Schwarzmarkt“, kommentiert die Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft.
Wer trinkt am meisten?
Solche „Sündensteuern“, aber auch generell indirekte Steuern, wirken regressiv, sie belasten die Menschen umso stärker, je schmaler deren Geldbeutel ausfällt. Im Fall des aktuell geplanten Beutezugs lohnt aber ein genauerer Blick, wen es am härtesten trifft. Den Drogenbeauftragten der Bundesregierung jedenfalls nicht. Ex-Corona-Experte Prof. Hendrik Streeck (CDU) hatte sehr für die Strafbesteuerung geworben. Ob eine Dose Whiskey-Cola zu seinen Konsumgewohnheiten gehört, entzieht sich meiner Kenntnis, das MdB mit seinen fünfstelligen Einkünften könnte sie aber mit dem Aufkleber „Eure Armut kotzt mich an“ verzieren. Jüngst beklagte er „Stalking“ durch die „Tabaklobby“, das war kurz nach dem Spahn-Rücktritt wegen der Leihmutter-Affäre – vielleicht wollte Streeck durch Rumopfern von irgendetwas ablenken.
Lassen wir also Abgeordnete außen vor, die können sich Whiskey-Cola von der Alkohol- und bald auch Zuckersteuer der anderen leisten. Wo gibt es die meisten Raucher? Nach Bundesländern aufgeschlüsselt, sind die aktuellen Zahlen der statistischen Ämter noch nicht erschienen, deshalb greifen wir auf Daten aus den Mikrozensus von 2020 zurück. Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen führen, fast alle übrigen ostdeutschen Länder und Berlin befinden sich ebenfalls unter den Top Sechs – nur Brandenburg fällt ab, seiner vielen Siedler-Kolonialisten aus West-Deutschland wegen. Männer rauchen etwas mehr als Frauen, wie auch der Mikrozensus 2025 bestätigt, am meisten greifen 35- bis 55-Jährige zu Tabakwaren.
Beim Konsum der bald der Zuckersteuer unterliegenden Softdrinks führen laut einer Studie der Techniker-Krankenkasse von 2019 Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, also auch wieder die Ossis (den Begriff wird man wohl noch sagen dürfen, wie ein alter weißer Mann zu Recht anmerkt). Beim Alkohol beschränken wir uns mal auf den Branntwein, da die Biersteuer in ihrer Höhe bleibt, auf Wein keine Steuer erhoben wird und Alkopops keine Erwähnung verdienen. Generell trinken Männer mehr als Frauen (was auch für die Softdrinks gilt). Regional führt laut Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie der Nordosten mit den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Vom Aschenbecher zur Urne
In Meck-Pomm und Sachsen-Anhalt wird nächsten Monat der Landtag gewählt. Dort steht die AfD an der Spitze der Umfragen. Die ostdeutschen Länder sind Hochburgen der Partei. Sie wird von mehr Männern als Frauen gewählt, wenngleich eine INSA-Sonntagsfrage als Indiz für eine weitgehende Schließung der Lücke herhalten kann (vielleicht liegt das an der „Vermännlichung“ durch Limotrinken).
Nun kommt hinzu, dass die Blauen unterproportional von Alten gewählt werden, einer Gruppe, in der der Raucheranteil nachlässt, weil viele aufgehört haben. Umgekehrt finden wir geringeren Alkohol- und Tabakkonsum bei Minderjährigen, die noch nicht wahlberechtigt sind. Umso stärker schneidet die AfD bei der mittleren Altersgruppe ab, also der mit dem höchsten Raucheranteil. Außerdem spricht sie als „Arbeiterpartei“ mehr bodenständiges Volk an, das öfter raucht und dampft als andere Klientele. (Einschränkend sei das Nord-Süd-Gefälle beim Schnaps erwähnt – umgekehrt zu den Wahlergebnissen der Schwefelpartei.)
Im Schnitt sind also Ossis, Männer und AfD-Wähler – letztere nicht nur wegen höherer Repräsentanz in den beiden vorgenannten Gruppen – besonders stark von der aktuellen Sündensteuer-Politik betroffen. Die AfD könnte von der Zuckersteuer profitieren, mutmaßt schon die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Bisher hat die Partei noch kein ganz klares Profil bei solchen Volkserziehungsfragen gewonnen. Allerdings lehnt die AfD-Bundestagsfraktion die Zuckersteuer ab und positioniert sich generell gegen „maximale fiskalische Ausnutzung“ durch Verbrauchssteuererhöhung. Wer weiß, vielleicht bekommt Ulrich Siegmund am Ende die entscheidenden Stimmen von Wodka-Red-Bull-trinkenden Rauchern.

Die höhere Tabaksteuer wirkt schon, die Einnahmen aus ihr sind laut Finanzministerium im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum selben Zeitraum 2025 um 15%… gefallen.
Allerdings hofft das Finanzministerium das sich bis zum Jahresende der Verlust nur auf 4,2% zum Vorjahr summiert.
Man könnte natürlich verstärkt in den vielen neuen Shishabars und Tabakläden mit E-Vapes kontrollieren, aber das ist in den rot-grün regierten Bundesländer ja verpönt weil rassistisch.
Aber bei der Erhöhung der Tabak- & Branntweinsteuern wird es nicht bleiben.
Die Mehrwertsteuer wird ganz sicher nach den Wahlen im Herbst erhöht, da sie den schnellen Effekt mit wenig Aufwand erzielt.
Ganz sicher wird das als Reform verkauft, mit ein paar populären Senkungen, z.B. die Packung Tampons für 5 €uro wird nur noch mit 7% belastet, der Schrank für 2000 €uro mit 25%.
Warum nicht auch die Steuer noch mehr erhöhen für ungesunde Dinge wie z.B. Schweinefleisch, Bier und Wein? Ist eh haram, und die neuen Wählergruppen von SPD und Grünen sind davon ja nicht betroffen.
Dafür könnte man die Steuer für Fleisch mit Bio- & Halalsiegel senken, da freut sich dann auch der Grüne Gutbürger der nur selten Fleisch ist, dann aber natürlich nur das dry-aged Waygu vom Demeterhof wo das kg 50 €uro kostet.
Oberstes Gebot der staatlichen Steuereintreiber: Die Kanallje soll’s nicht merken, dann plärrt sie nicht Die Umsatzsteuer (euphemistisch „MwSt“ genannt) wird am ehesten akzeptieret, weil das ja „alle trifft“. Dass das die unsozialste aller Steuern ist, merken sie nicht: Denn es trifft die niedrigen Einkommen relativ am härtesten, weil die ihr ganzes bisschen Geld umsatzsteuerpflichtig ausgeben müssen, um zu leben, während die mit mehr Geld mehr Spielraum haben. Wie kann man generell gesprochen USt hinterziehen? Indem man wenig kauft und alles selber macht, Amen.
Ja. Rauchen und saufen hoch besteuern geht in Ordnung. Die vorgesehene neue Bepreisung hat weniger einen erzieherischen Zweck, der ist vorgeschoben. Es geht darum, den gesamten Helotenpöbel auf weitere Steuererhöhungen einzustellen. Vorbeugendes gaslighting. Die Bürger sollen sich an jährliche Erhöhungen gewöhnen. Die Ouvertüre ist beschlossen und die vielen vergangenen Erhöhungen beweisen es.
Gerade deshalb ist ihr Artikel so wichtig. Die QM begreifen das gewiss, müssen wegen des Platzes im Regierungsflieger indessen die Füße stillhalten.
Irgendwoher muss das Steuergeld für Alimentierungen doch kommen, für die Wähleralimentierung und die Eigenalimentierung der Parteien. Irgendwen muss es treffen, so oder so, da braucht gut gewählte Narrative zur Täuschung und gleichzeitiger Entmündigung. Weniger Steuereinnahmen will doch noch keine Partei.
Das Ganze auszudifferenzieren ist wahrlich nicht einfach, deshalb hilft immer die Schaffung einer permanente Krisenstimmung, Hitze, Dürre, Waldbrände, Klimawandel, Gesundheitsschäden, der Russe, die KI, der Demokratiefeind, Rechts, der Reiche, der unschuldige hilflose arme Migrant – immer Schwarz-Weiß-Feindbildung – aus einem Fünkchen Wahrheit und der persönlichen Freiheitsentscheidung wird immer alternativlos Machtpolitik verordnet.
Denn Souverän ist wer den Ausnahmezustand beherrscht.
Aber wehe, wenn die Leute nicht betrogen werden wollen, kann sie sowieso niemand davon abhalten, oder?
@Christian Weis: Ja das geht mir ständig im Kopf herum. Wer wird mal diese ganzen Subventionen bezahlen bzw. wo kommen die dann fehlenden Steuern von Benzin, Diesel, Heizöl, Gas usw. her? Stichworte E-Auto, Wärmepumpe usw. Es entsteht in mir keine Freude, wenn dann sowohl die gut gefüllten Konten der E-Autofahrer, als auch mein Konto leergeräumt werden. Ob direkt durch den räuberischen Staat oder indirekt durch eine Hyperinflation, kann uns dann egal sein. Krieg wäre noch eine Möglichkeit. Angesichts des Zustandes der Bundeswehr und der Kriegsmüdigkeit im Lande, mal von Strack-Zimmermann und Roderich Kiesewetter abgesehen, ein sinnloses Unterfangen.
Das Auftauchen des Wodka Gorbatschow an deutschen Supermarktkassen zeigt den geistigen Zustand der Deutschen. Sie können nicht unterscheiden. Weil sie mehrheitlich dumm sind. Während in der damaligen Sowjetunion der Schnaps stark zurück gedrängt wurde. und Gorbatschow damit seine Akzeptanz beim Alkoholiker, der Mehrheit, riskiert hat, wurde der deutsche Alkoholiker zum begeisterten Gorbatschow-Fan. Die dahinter stehende geistige Leere ist letztendlich die Ursache dafür, dass der Frieden im WESTEN restlos vergeigt wurde. Weil im Westen nicht nur die unheilbaren Alkoholiker leer in der Birne sind. Wer das HOHNLACHEN hinter den Kulissen nicht gehört hat, hört auch die Peitschen und die Mordaufrufe nicht. Hohl eben.
Das kann man moralisch nicht bewerten, weil Dummheit keine Moral hat. Man muss das DUMME BEKÄMPFEN!
Heute, vom Sozialgericht Koblenz: Wenn man also 10.000 Euro im Lotto verspielt und 100 gewinnt, werden diese 100 Euro auf die Grundsicherung angerechnet. Punkt. Aus. Tipp von mir: Die „Gewinne“ immer persönlich in der Annahmestelle abholen und NIEMALS NIE aufs Konto überweisen lassen! Was für ein Unsinn, oder? …