
Bravo, Herr Lassahn, was für ein wundervoller Beitrag! Ein Lichtblick, selbst für die ohnehin immer lesenswerte Axt des Guten. Danke! In dieser deprimierenden Zeit tut es gut, sich einmal wieder selbst korrekt zu verorten: In jeder Beziehung haushoch über den verkniffenen, dummen, peinlichen Mächten des Bösen. Wir haben allen Grund zur Überheblichkeit, lassen wir es sie ruhig spüren! Und besser gelaunt sind wir auch :-) So!
Selbst als junger Mensch und alles andere als ein Anhänger der CDU konnte ich mit den Grünen nie etwas anfangen, da sie auf Krawall gebürstet waren, ein “Soziologendeutsch” einführten und alles anders machen wollte, aber schlechter. Als Berliner war mir eigentlich schon immer klar, dass sie von der SED beeinflusst waren, auch wenn ich das ganze Ausmaß, über das die Medien den Mantel des Schweigens decken, damals nicht für möglich gehalten habe. Ich kann mich daran erinnern, dass mein Bruder, der in der IG Bau Mitglied war, mir anlässlich der Eröffnung des ICC erzählte, dass ein Kollege ihn für die entstehende Partei mit einer Liste werben oder erpressen wollte, auf denen seit 1964!!! sämtliche Besuche bei der DDR-Verwandtschaft seiner Frau verzeichnet waren. Die meisten Künstler haben kein politisches Gespür, sie laufen oft den Falschen nach, da sie die Demokratie schon deswegen verachten, weil sie bei Wahlen einer Reinigungskraft gleichgestellt werden. Und über die verheerenden “Irrtümer” von Grass u. a. berichtet ganz kühl Jens Hacker in dem Buch “Deutsche Irrtümer”. 1989 kurz vor dem Mauerfall kam “endlich” der von der SED gewollte SPD/AL-Senat zustande, der nach einem Strategiepapier mit gefälschten!!! Vorschriften und unzutreffenden Gründen unter schlimmstem Missbrauch der Verwaltungsgesetze unbescholtene Bürger wie Verbrecher jagte, während man diesen den roten Teppich ausbreitete. Die Katze war aus dem Sack und ist bis heute nicht eingefangen worden.
Sie ersparen mir einen längeren Text Andeas@Rochow . Wer aus der Geschichte nichts gelernt hat muß sie wiederholen. An einer Universität werde Armbänder für Geimpfte angeboten. Ungeimpfte bekommen keine. Mein Urgroßvater musste noch den Davidsstern tragen und ich sehe Parallelen zu heutigen Zeit. Ich kam ins Gefängnis weil ich den Befehl des töten an der Mauer nicht nachkommen bin. Mein Stern war Unsichtbar von Mitte der Sechziger bis Milke gehen musste. Sichtbar für Jehne die immer wussten wo ich war und was ich machte. Alles sauber aufgelistet in meinen S-Akten.Und ich habe den Mut es ganz offen zu sagen,man feiert hier schon wieder Urstände einer Zeit die nie wiederkommen sollte. Alles ist Nazi,selbst nie Nazi gesehen. Ich muß noch einmal erleben was ich dachte es ist für immer vorbei. Wo liegt der Unterschied zwischen Bändchen, Armbinde und Stern. ? Die Deutschen sind wie ich es in der Jüdischen Rundschau lesen kann ,wieder auf einen “Guten Weg ” den Stern anzulegen oder die Koffer zu packen. Ich hoffe das die Jungen gehen .Wir Achtzig++ können nichts mehr für sie tun. Für uns wird sich Geschichte wiederholen . Halt auf modernerer Art,wie es Bärbel Bohley beschrieben hat. Ausgefeilt und voller Raffinesse. Es wird keinen Aufschrei geben wenn die Deutschen wieder die Mistgabeln der Geschichte herausholen. Ich habe als Kind die ganze Wucht dieser Spaltung erleben müssen. Die bei den Kindern anfing Mutter und Vater zu verraten. Und die Lehrer meiner Kinder sie fragten wie die Uhr aussieht wenn sie Abends Nachrichten schauen, der Papa und die Mama. Man macht wieder Jagt auf “Sozialschädlinge” und Nazis sind heute die ,die einen Kopf zu denken haben. Die Geschichte kennen und sie nicht vergessen haben. Wer sind den nun die Demokratie und Judenhasser ???
Tut mir leid, aber wer postuliert, dass jeder ein Künstler sei, wie Beuys, oder freies Geleit für RAF Terroristen fordert, wie Böll, oder Israel ablehnt, wie Grass, der war damals schon genau so linksverblödet wie die Künstler von heute. Da war früher gar nichts besser ...
@Lucius De Geer : Volle Zustimmung und fünf Daumen hoch . Schon damals ( Abi ´82 ) war auch ich (mit wenigen anderen , ausschließlich männlich ) Dissident und Querdenker in meiner norddeutschen höheren Lehranstalt entgegen “grün-woken ” zottelbärtigen Lehrern und batikhemdigen Mitschülerinnen . Zum zwanzigjährigen Abijubiläum erschienen diese im Businesszweiteiler und jene bartlos und beide ohne Lennonbrillen . War jetzt peinlich ... .
Wie traurig und wie wahr sind diese Zeilen!
Ich, obwohl damals selbst noch Teen, hab diese Tachinierer schon von Anfang an durchschaut.
Das war wohl die Zeit der APO, der Außerparlmentarischen Oppoition, es lohnt eine Befassung, aus welchen Motiven diese Bewegung damals entstand. Das war mehr als lediglich Ausfluß der Nachrüstunsdebatte. Man war durch die Bank unzufrieden mit den Parlamenten. Die Grünen waren Teil davon und haben es leider gechafft, diese APO an die Wand zu fahren mit der unausgesprochenen Zusicherung, sich um die Anliegen in den Parlamenten zu kümmern. Bedauerlicherweise, indem sie dort gleich Regierungsbeteiligungen anstrebten. Ganz vorne dabei der erwähnte Joschka Fischer, der dann auch erster Minister der Grünen unter Dachlatten- Börner wurde. Von da ab ging es bergab. Die bis dahin starke, weil unberechenbare APO-Bewegung, vor deren Engagement keine traditionelle Partei sicher sein konnte, verlief sich, zerfiel. Wer Fischer (und Klein) in Niedernhausen miterlebt hatte wußte, daß diese große Chance der Emanzipation der Bürger vor Bevormundung einkassiert werden würde. Heute sind alle schlauer. Sobald irgendwo etwas sich etabliert mit der Bezeichnung “Alternative” werden die rhetorischen Gehirnwäche- Waffen durch die Bank weg in Gang gesetzt. Bedeutungslose Wahlen sind geblieben. Denn was sollten Wahlen ändern, wenn ein Parlament - unter Vermeidung eines Vertragsverletzungsverfahrens seitens der EU - lediglich noch jene Vorgaben zu verabschieden hat, die von der Kommission vorgegeben wurden. Der Merkel-Bewunderer Fischer und seine Grünen haben eine Einebnung Deutschlnds offen angekündigt. Sie haben nicht nur den Fun gekillt.
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.