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Satiresendungen wie die “heute-show” oder auch “Extra3” sind bieder, zotig und berechenbar (geworden) - und treten gleichzeitig noch immer mit dem alten und übrigens spezifisch deutschen Anspruch des politischen Kabaretts auf, die große Volkspädagogik zu betreiben. Jüngst hat Dieter Nuhr im Gespräch mit Ralf Schuler diesen Anspruch als “Lebenslüge” des deutschen Kabaretts bezeichnet. Diese Mischung ist es, welche die Sendungen mit ihren “Satirikern” so unerträglich macht. Dabei muss man nur zehn oder zwanzig Jahre zurückgehen um zu sehen, wie sehr das Niveau seitdem verflacht ist. Ich möchte wetten, dass beispielsweise “Extra3” seine Satire über das Berliner Holocaust-Mahnmal heutzutage nicht einmal mehr mit der Kneifzange aus dem Giftschrank holen würde.
Möglicherweise hat der Autor den einen Satz in dem Interview von Frau Prayon übersehen: “Ich bin lange nicht aufgetreten wegen meiner Post-Vac-Erkrankung, ...”. Möglicherweise hat dies auch zur Läuterung bzw. Ausstiegsentscheidung beigetragen.
Zwangsfinanzierte Staatsmedien bilden eine ‘heimliche’ Regierung. Unangreifbar, unabwählbar, unbestrafbar. Willkür und Meinungsdiktatur, mit der Macht Menschen zu zersetzen und sie um ihre Existenz und ihr Leben zu bringen. Ich würde was drum geben, die zu erwischen.
@Gunnar Holler: Vermutlich, weil der Nuhr zwar Gender und Klima kritisiert, aber damit man ihn nicht aus dem Programm wirft - immer schön AfD-Bashing betreibt und deren Wähler den gesunden Menschenverstand einfach abspricht. Er verunglimpft Gen’Impfstoff‘-Verweigerer und hält sich bei der illegalen Masseneinwanderung und Migrantengewalt auch ganz fein zurück. Da macht es auch nichts mehr wett, wenn er Sätze in Kanaksprache raushaut. Bei mir ist er inzwischen unten durch.
Too little, too late.
Sich von etwas zu distanzieren, wenn schon die ersten “Schwanzfedern brennen”, ist nicht die größte Tat! Es ist oft nur der Instinkt von Personen mit “Wendehals- Charakter”, der sie dazu veranlasst! Dennoch kann man es “akzeptieren” - ohne jedoch eine heroische Leistung daraus abzuleiten. MfG
Als etwas feineren und freieren Hintergrund zu den beiden gebührenpflichtigen SpaSStitanen Jan Böhmermann und Oliver Welke erlaube ich mir, hier an die frühe Corona-Performance des österreichischen Kabarettisten Josef Hader zu erinnern. Welcher über die Grenzen hinweg für weit tiefgründigeren Humor bekannt ist, als die betreffenden Brechstangenhumoristen. Hader veröffentlichte im noch jungen Jahr 2020 wohl in Anlehnung an Helmut Qualtingers berühmtes Stück „Der Herr Karl“ ein kurzes Youtube-Video. In welchem er den typischen Querdenker zu persiflieren vermeinte. Ein offen dümmlicher Typ, mit Baseballcap und Red-Bull-Dosen im Hintergrund. So war das Werk nicht nur optisch relativ einfach als pure Rohkost erkenntlich. Dennoch schien der Schauspieler Hader (wie so viele und wie hypnotisiert vom Massenwahn?) nicht zu bemerken, dass nicht die vorzuführende Figur des Andersdenkenden, sondern vielmehr der Darsteller selbst den eigentlichen Herrn Karl verkörperte. Später dürfte es dem Künstler dann doch irgendwann gedämmert haben. Denn das Video ist wie so vieles heute nicht mehr auffindbar. „Heit is ma jo a überoi. Gewerkschoft und so. Denkt sie a nix dabei. Schaun Sie, die Leute in so einen Gemeindebau waren ja jahrelang unbetreut. Hat se do keiner um sie gekümmert. Ich habe eben nicht nur die Beiträge kassiert. Wei des hob i so nebenbei gmocht. Des hab i do kennan vom Sparverein. Ich habe ihnen Sprüche gebracht. Sinnsprüche. Von Goethe und Hitler. Gesundheit ist Pflicht. Und soiche Sochn…“
Ist heute auf Bild-Online: „Nach Knallhart-Abrechnung“ etc etc. Hat die Jagd auf Frau Prayon begonnen? Birte Schneider kann sich ja mit Herrn Steimle zusammentun. Und ihm das linke Pendant, den Gegenpart geben. Gebührenfrei denken, gegensätzliche Positionen satirisch vertreten.
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