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Wer in der “heute-show” auftritt, kann kein Kabarettist sein. Durch ziemlich lange und fast flächendeckende Abstinenz der “Öffentlich-Rechtlichen und nur sehr stichprobenartiges Anschauen dieser miesen Propagandasendung ist mir die Rayon völlig unbekannt. Na gut, wenn sie nun Abstand nimmt davon, dann ist das schon zu begrüßen, aber dass das zehn Jahre gedauert hat, macht es nicht wieder gut. Zehn Jahre auf Anderen rumgetrampelt, und nun?
Satire ist immer zweischneidig. Ein guter Satiriker hält sich öffentlich aus politischer Schubladisierung heraus und macht Satire in alle Richtungen, siehe z.B. Dieter Nuhr, der von allen Seiten angegriffen und somit einer der besten Satiriker des Landes. Satiriker, die sich nur an bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen abarbeiten, sind einseitig satirisch. Wer das mag, Satiriker und Anhänger, mag es eben - es gibt keine Gesetze, wie korrekte Satire sein muss. Wenn sich Satiriker gegenseitig Satire negativ vorwerfen, dann wird Kultur zum Propagandaschlachtfeld. Another brick in the wall bei der Zerbröselung des Systems.
Liebe Frau Prayon, man könnte es reduzieren auf „lang genug mitgemacht haben Sie ja“. Aber Selbsterkenntnis fällt nicht leicht. Wie wir alle wissen sollten. Ich bin mit Schmidt und anschließend Kohl aufgewachsen und in den 80ern Mitglied der CDU geworden. Das Kabarett war in meinem Werdegang eine echte Hürde. Denn ich musste erst verstehen lernen, dass es die edle Aufgabe hat, die Torheit der Regierenden zu entblößen. Da ich Kohls Regierung zugeneigt war und diese recht lange dauerte, erlebte ich immer nur Kabarett „von links“. Das fand ich schwierig, aber ich lernte es zu akzeptieren. Als dann der Wechsel zu Rot/Grün kam, war das zunächst schmerzhaft für mich, aber ich dachte bei mir, dass nun wenigstens mal die Witze über die Genossen gerissen werden, statt ewig „Birne“ zu brüllen. Weit gefehlt. Der „große“ Dieter Hildebrandt blieb in der ARD bei seiner Linie. Nun versuchte er halt die Opposition lächerlich zu machen. Ich begann erste Zweifel an der Rolle des Kabaretts im öffentlichen rechtlichen Rundfunk zu entwickeln. Und als Schröder seine „Agenda 2010“ auflegte, ging es tatsächlich wieder gegen die Regierung. Allerdings nur von links. Hildebrandt und andere haben erklärt, echtes Kabarett könne nur linke Standpunkte vertreten, weil sich eine bürgerliche Sicht der Dinge und Kabarett schließlich selbst widersprächen. Seitdem bin ich fertig damit. Es gibt aber durchaus gutes Kabarett. Nur halt selten im Fernsehen. Ich weiß, dass Sie selbst sich eher politisch links verorten. Was völlig in Ordnung ist. Was viele dabei nicht verstehen ist, dass es gar nicht um die politische Einstellung des Kabarettisten geht - sondern um die Ethik seines Berufs. Vielleicht wird es ja eines Tages wieder populär, sich um solche Dinge Gedanken zu machen. Vorläufig haben Sie sich aber selbst aus dem Geschäft genommen. Die Merkelianer habe ich vor einigen Jahren verlassen. Und auch das war ein längerer Weg der Selbsterkenntnis. Gruß aus dem Westen Adam
Moin Herr Buurman! Auch ich schließe mich gern Ihren Glückwünschen an. Ihnen Frau Prayon wünsche ich für die Zukunft alles Gute und Gesundheit.
Sehr gut, wenn jetzt sogar Systemlinge umkippen. Ich gratuliere Christine Prayon zu ihrer Erkenntnis. Besser spät als nie!
Es ehrt Sie, lieber Herr Buurmann, dass Sie sich verbeten haben, über „Ungeimpfte“ zu lachen, die nicht anwesend sein durften, weil sie Opfer des Corona-Faschismus waren. Ich frage mich allerdings, was es über „Ungeimpfte“ zu lachen gibt, wenn sie anwesend sind.
Habe früher einmal die Heute-Show ganz gerne angesehen. Jetzt ist sie gleichgeschaltet - woker Mist!
“Einzelfall” trifft hier leider wirklich zu. Die Reihen werden sofort durch systemkonforme “Kulturschaffende” geschlossen. “ROT-GRÜN MARSCHIERT” , im Gleichschritt zum Endsieg.
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