Die Kabarettistin Christine Prayon, die durch ihre Rolle als Reporterin Birte Schneider in der „heute-show" Berühmtheit erlangt hat, will nicht mehr in der ZDF-Show auftreten, weil dort „Stimmung gegen Andersdenkende" gemacht werde.
Es gibt Menschen, die haben Witz, andere haben Humor und wieder anderen besitzen Ironie. Der Rest schaltet den Fernseher an und schaut Kabarett auf ARD und ZDF. Da nämlich tummeln sie sich, die öffentlich-rechtlichen Inquisitoren, die gemeinsam mit einer Horde im Publikum ein Feindbild auslachen und niedermachen. Bei ARD und ZDF macht das Ausgrenzen Spaß, denn dort wirken Hofnarren als Scharfmacher. Sie erschaffen Feindbilder, an denen das Publikum dann die eigenen Gefühle abreagieren kann.
Mehr als zehn Jahre lang hat Christine Prayon in der „heute-show" als Reporterin Birte Schneider bei dieser Scharfmacherei mitgemacht. Mittlerweile aber sind ihr Zweifel gekommen. In einem Interview mit der „Kontextwochenzeitung" erklärt sie: „Ich habe mit der Art, wie die großen gesellschaftlich prägenden Themen seit Corona behandelt werden, zunehmend Bauchschmerzen bekommen.“
„Nein, ich bin überhaupt keine Freundin mehr von Satiresendungen, egal ob Böhmermann, ,Anstalt' oder andere“, sagte Christine Prayon, und erklärte auch, warum. Sie wolle sich einfach nicht daran beteiligen, Andersdenkende der Lächerlichkeit preiszugeben. Außerdem dürfe Satire sich nicht daran beteiligen, den Diskurs zu verengen. Das aber würde beim ZDF stattfinden:
„Da werden Narrative und Positionen von Gruppen, die gesellschaftlich in der Hierarchie weit oben stehen, unablässig wiederholt und gleichzeitig wird Stimmung gegen Andersdenkende gemacht. Das hat nach meinem Dafürhalten nichts mehr mit Satire zu tun."
Für Christine Prayon ist besonders eine Sendung von Jan Böhmermann in Erinnerung geblieben:
„An eine Sendung kann ich mich noch gut erinnern. Da ging es um Nichtgeimpfte, und dann lehnte er sich zurück und zeigte zwei Stinkefinger. Ich dachte, wie kann man das machen?"
Corona hat die Brutalität der Öffi-Spaßmacher offenbart
Ja, wie kann man das machen, das habe ich mich auch immer wieder gefragt, als ich in der Corona-Zeit als Stand-up-Comedian auf einer Bühne gestanden habe. Ich habe jedoch stets erklärt, dass ich keine Witze über ungeimpfte Menschen machen werde, solange sie nicht ins Theater dürfen.
Ich habe einige Monate lang nicht auf der Bühne über Ungeimpfte geredet. Es gehört sich nämlich nicht, über Menschen in ihrer erzwungenen Abwesenheit zu sprechen. Da wir aber in einer Zeit gelebt haben, da Ungeimpfte nicht in ein Theater gelassen wurden und somit nur geimpfte Menschen im Publikum sitzen konnten, habe ich es mir in der Zeit verbeten, über jene zu lachen, die nicht einmal die Möglichkeit hatten, anwesend zu sein.
Die Corona-Krise hat die Brutalität der öffentlich-rechtlichen Spaßmacher offenbart. Durch die öffentlich-rechtlichen Anstalten werden Narren an den Hof berufen, um dort als zwangsfinanzierte Hofnarren Propaganda zu machen. Durch die Zwangsfinanzierung werden die Hofnarren bewaffnet, während sich all die anderen Narren unbewaffnet auf dem Feld des Humors behaupten müssen.
Megafone an ausgewählte Narren verteilt
Historisch gesehen hielt sich der Hof einen Hofnarren als vermeintlichen Vertreter des Volks gegen den Herrscher. Im Mittelalter war er oft der Einzige, der den Monarchen ungestraft kritisieren und verspotten durfte. Allerdings wurde der Hofnarr nicht vom Volk gewählt und war daher kein Vertreter des Volkes. Er war lediglich das Bild, das sich der König vom Volk machte.
Ein Hofnarr ist ein Narr mit staatlicher Macht. Die Verballhornen der Macht ist jedoch eines der wichtigen Themen eines jeden Narren. Durch das öffentlich-rechtliche System werden Megafone an ausgewählte Narren verteilt und damit brüllen sie alles nieder, was ihnen und ihrem König gefährlich werden könnte.
Ich möchte Christine Prayon herzlich gratulieren, diesem fürchterlichen Schauspiel der öffentlich-rechtlichen Spaßzentrale endlich den Rücken gekehrt zu haben. Mit diesem Austritt hat für sie das Treten nach unten nun endlich ein Ende.
Beitragsbild: Stefan Müller CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

Wichtiger Nachtrag zum „Klassiker “Polizei in der Hafenstraße„ XwP4JZMzLhY“ Die Polizei durfte nicht anders laut Senatsanweisung reagieren. Es war damals Klaus von Dohnanyi der bewusst keine Eskalation wollte und es zu einem Dialog fast quasi bis heute schaffte. Er erhielt großen Respekt von links bis nach rechts. Klaus von Dohnanyi, ein Mann mit echter Haltung. Chapeau
Ja, sorry, meine Nachricht von heute Mittag ging wegen so einem Cooky-Feld unter. Jetzt geht es schon wieder gegen Mitternacht. Wer liest denn jetzt noch Achgut? Ach ja, die Gegner-Jäger der Grünen. Heute-Show allerunterstes Niveau. Schlimmste Ausfälle gegen Andersdenkende, zur Gaudi eines johlenden und sehr tief gesunkenen Publikums. Nur noch zu vergleichen mit den widerlichen Gladiatoren-Kämpfen der Antike.
@Rolf Menzen „Stellt euch doch selber auf die Bühne, ihr Pappnasen!“ Für das Geld würden viele ihre Seele verkaufen und mehr leisten.
Wie ultra perfide die ARD speziell NDR ist, hier ein kurzer Abriss. Es gab damals Extra Dry mit Hans-Jürgen Börner, die gesamte Sendung zum totlachen bissig. Zum Abschluss in die Rente, durfte Börner sein eigenes Projekt produzieren. „Meine Stasi“..und ich. Er war direkt im familiären Umkreis betroffen! Danach hat der NDR aus Extra Dry, Extra3 gemacht und versagt kolossal in epischer Breite. Die Stasi-Gesinnung, (via Kahane Sekte?) ist nun im eigenem NDR Haus. Es sind Lichtjahre Unterschiede zwischen Extra Dry und Extra3, in allem. Der Christian Ehring kann nicht mal dem Ursprung eine Tasse Tee reichen, so extrem schlecht. Paar Hinweise siehe ZAPP 2008 „Verstrickt – Alte Stasi-Seilschaften agieren noch immer im Medienbetrieb“ Viele angebliche Satiriker sind einfach nur billigste Hof-/ aähm Blödelkasper. Das konnte ich bei Christine Prayon nicht feststellen. Liebe Christine Prayon, bitte bleiben Sie kritisch und setzen sie ihre Punkte. PS. Extra DRY, nicht 3, der Klassiker „Polizei in der Hafenstraße“ XwP4JZMzLhY .. höchst politisch und zum totlachen.
Ja, @Judith Panther, es ist wie immer, die kleinen Verbrecher finden auch im folgenden System ihr Auskommen. Ihr Beitrag trifft es.
Glückwunsch an Frau Prayon zu dieser Erkenntnis. Die Systemlinge, die Welkes und Böhmermanns dieser Welt werden dafür noch ihre Quittung bekommen. Oliver Welke war ja nie ein geborener Kabarettist. Der unwitzige Vogel liest doch nur vom Teleprompter ab. Dieter Hildebrandt und Werner Schneyder hätten sich geschämt für so ein propagandistisches Niveau. Ich bin fest davon überzeugt, daß sie in solchen Situation niemals mitgemacht hätten, ihr Sujet wäre die heuteshow-Truppe selbst. Das hätte äußerst bizarr und witzig werden können.
Gunnar Holler: wer keine Waffen in Kriegsgebiete liefern will, das Eingreifen der NATO auf Seiten eines Nicht-NATO-Mitglieds ablehnt und von Anfang an Verhandlungen fordert, unterstützt Putin? Geht’s noch?