Ein kurzer Blick hinter die Kulissen der Bundespressekonferenz, einer Berliner NGO mit der Lizenz zum Ausgrenzen. Jetzt hat sie zwei Querulanten gemaßregelt, Reitschuster und Broder.
Die Bundespressekonferenz ist eine sehr deutsche, geradezu bundesrepublikanische Einrichtung. In den meisten Ländern der Welt werden Regierungspressekonferenzen von den Regierungen veranstaltet, und Journalisten, die daran teilnehmen und die goldenen Worte der Regierenden im Original erhaschen wollen, müssen sich bei irgendwelchen Regierungsstellen akkreditieren lassen.
In der Bundesrepublik Deutschland möchte man zeigen, dass die Presse ganz besonders unabhängig ist. Deshalb ist die Bundespressekonferenz ein privater Journalistenverein, der als Veranstalter jener Begegnungen von Medienvertretern und Regierungsvertretern fungiert, bei denen gefragt und manchmal auch nachgefragt werden darf.
Die Mitgliedschaft in diesem Verein wird durch dessen Satzung geregelt. Dort heißt es:
„Der Verein ist ein Zusammenschluss deutscher Parlamentskorrespondenten, die aus Berlin und/oder Bonn ständig und weit überwiegend über die Bundespolitik berichten. Die Korrespondententätigkeit muss hauptberuflich als angestellte(r) Redakteur(in) oder freie(r) Journalist(in) für Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Wochen- und Monatszeitschriften, Nachrichtenagenturen, Presse- und Informationsdienste oder elektronische Medien ausgeübt werden, die ausschließlich gegen Entgelt verbreitet werden und einer sachlichen Information der Öffentlichkeit über das politische Geschehen dienen. Den in Satz 2 aufgeführten Medien sind Hörfunk- und Fernsehanstalten sowie Online-Medien gleichgestellt.“
Der Kanzlerkorrespondent als Rausschmeißer
Unter Berufung auf diese Statuten und unter Absehung von deutscher Rechtschreibung hat der Vorsitzende des Mitgliedsausschusses Joerg Blank, seines Zeichens „Kanzlerkorrespondent“ bei der Deutschen Presse-Agentur, dem freien Journalisten Boris Reitschuster kürzlich dessen Rauswurf mitgeteilt, weil er seine „Tätigkeit aus Berlin oder Bonn für eine Firma, die in Deutschland ansässig ist, ausüben“ müsse. Jedoch: „Ein aktuelles Impressum der Webpage www.reitschuster.de weißt (sic!) eine Firma und Tätigkeit in Montenegro aus.“
Tatsächlich wohnt Reitschuster in Montenegro an den warmen Gestaden des Mittelmeers, und man kann es den Blanks und dem ganzen Berliner Bundespressekonferenzvorstand durchaus nachfühlen, dass ihnen dieser Umstand schlechte Laune macht. Dank der modernen Möglichkeiten der Luftfahrt vermag Reitschuster aber durchaus seiner Tätigkeit als aufmerksamer Besucher von Regierungspressekonferenzen in Berlin nachzugehen.
Allerdings geht es bei dem Versuch, Reitschuster auszuschließen, zweifellos und eindeutig um einen politischen Feldzug gegen einen kritischen Kollegen. Dafür gibt es Indizien genug – von der Schmutzkampagne der „Süddeutschen Zeitung“ im Februar dieses Jahres über „Spiegel“ und „T-Online“ („Reitschuster fiel dort regelmäßig mit skurrilen Auftritten und Fragen auf“) bis zu dem voreilig jubilatorischen Bericht im Deutschlandfunk „Reitschuster kein Mitglied mehr“.
Fakten! Fakten! Fakten?
Wenn aber ein Satzungsparagraph aufgeboten wird, um jenseits von politischer Missliebigkeit eine Ausschlussbegründung zu konstruieren, dann darf man wohl erwarten, dass es da betonharte Fakten und glasklare Regeln gibt, die für alle gelten. Letzteres ist Journalisten, die bekanntlich immer für Recht und Gerechtigkeit kämpfen, ein Herzensanliegen: Der Ruf nach Gleichbehandlung gehört zur Grundausstattung des freiheitlich-demokratischen Wörterbaukastens.
Zufällig geriet uns dieser Tage das Mitgliederverzeichnis des „Bundespressekonferenz e.V.“ in die Hände. Und welches Erstaunen befiel uns angesichts von zahlreichen Domizil-Angaben außerhalb Deutschlands, die im Gegensatz zu Reitschusters Montenegriner Adresse offenbar ganz unproblematisch sind: zum Beispiel das „Luxemburger Wort“, „Servus TV“ in Österreich oder die US-amerikanischen Medien „Wall Street Journal“, „Bloomberg“, „Reuters“ sowie „Associated Press“.
Und da wir schon bei der genauen Lektüre sind: Unter den Mitgliedern tummeln sich Dutzende von Kollegen, auf die mitnichten zutrifft, dass sie „aus Berlin und/oder Bonn ständig und weit überwiegend über die Bundespolitik berichten“ und „einer sachlichen Information der Öffentlichkeit über das politische Geschehen dienen“.
Etwa eine ganze Riege von Klima-Propagandisten der Firma „Clean Energy Wire“ in Berlin, die unter der Devise „Journalism for the energy transition“ ihre Angebote kostenfrei zur Verfügung stellen. Oder ein Haufen Karteileichen, die seit langem entweder gar nichts oder nichts im Zusammenhang mit deutscher Bundespolitik publiziert haben. Oder Leute, die sich unter dem Mantel obskurer Mediendienste wie beispielsweise „golem.de“ angemeldet haben, einem multimedialen Magazin für IT-Experten.
Wir sparen uns hier, die Namen all derer aufzuführen, die schon seit Jahren auf einen Brief von Joerg Blank warten, in dem er mitteilt, „dass durch Wegfall der in § 2 festgelegten Mitgliedschaftsvoraussetzungen Ihre Mitgliedschaft beendet ist“.
Auf den Chefredakteur von „T-Online“, Dr. Florian Harms, der noch nie als Parlamentskorrespondent tätig war, trifft es allemal und exemplarisch zu. Genauso wie auf Moritz Döbler, Chefredakteur der „Rheinischen Post“, der sich seit seiner Zeit als Berliner Bürochef von „Reuters“ eine nostalgische Anhänglichkeit für die Bundespressekonferenz bewahrt hat. Aber das ist sechzehn Jahre her.
„Wir kennen Sie!“
Neu ist, dass die Bundespressekonferenz inzwischen proaktiv agiert. Es ist einfacher, jemand nicht aufzunehmen, als ihn später auszuschließen. Unser „elder statesman“, Henryk M. Broder, stellte Anfang des Jahres einen Antrag auf Aufnahme in die Bundespressekonferenz. Es dauerte einige Wochen, bis er einen Zwischenbescheid bekam: Man berate über seinen Antrag und werde demnächst entscheiden.
Am 4. Mai war es so weit. Joerg Blank, Vorsitzender des Mitgliedsausschusses, teilte Broder das Ergebnis der Beratungen mit:
„Wir alle kennen Sie als viel beachteten Kommentator, Kolumnist und Publizist. Jedoch ist für die Entscheidung über eine Mitgliedschaft ausschlaggebend, dass die Satzungskriterien erfüllt sind. Und diese schreiben eine weit überwiegende Korrespondententätigkeit über Bundespolitik vor, die hauptberuflich ausgeführt werden muss. Leider sehen wir diese Punkte bei Ihnen nicht erfüllt und müssen daher Ihren Antrag ablehnen.“
Der Mitgliedsausschuss der BPK lässt sich nicht hinter die Eiche führen. Irgendwie muss der Vorsitzende Joerg Blank herausgefunden haben, dass Broder hauptberuflich für eine transnistrische NGO arbeitet, die gebrauchte Teebeutel recycelt, und nebenbei, also nicht hauptberuflich, Anleitungen für den Bau von Papierfliegern für ein mazedonisches „Do-it-Yourself“-Magazin schreibt. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als anzuerkennen, dass die BPK seinen kleinen Schwindel durchschaut hatte.
Nun ist Reitschuster raus und Broder kommt nicht hinein. Die Bundespressekonferenz bleibt sauber und porentief rein.

CORONA TRANSITION, 29. Dezember 2021
„Fauci, Gates und Co. wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit angeklagt
Anfang Dezember 2021 haben britische Aktivisten eine entsprechende Klage beim Internationalen Strafgerichtshof eingereicht. Zu ihnen gehört auch der ehemalige Vize-Chef von Pfizer, Michael Yeadon. Von LifeSiteNews“
Veröffentlicht am 29. Dezember 2021 von RL. „Am 6. Dezember hat eine Gruppe von Aktivisten im Namen britischer Bürger beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) eine Klage gegen zahlreiche Verantwortliche des Covid-Regimes eingereicht. Die Gruppe, zu der unter anderem auch der ehemalige Pfizer-Vizepräsident Michael Yeadon zählt, wirft mehreren mächtigen Akteuren Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.“ WEITERLESEN, CORONA TRANSITION; 29. Dezember 2021. Rafael Rasenberger, das finde ich auch, viel zu anständig. Diese Typen müßten mit ihren eigenen Waffen geschlagen werden. Aber offenbar stehen beiden, vielen anderen übrigens auch, eine GUTE KINDERSTUBE und ihre Intelligenz im WEG! Wenn ein Typ wie der Montgomery, der nur durch die Millionen Patienten ins Amt gelangen konnte, sich m. E. gossenartig über „KLEINE RICHTERLEIN“ ausläßt, (hoffentlich hagelt es KLAGEN !) zeigt mir, der Mann scheint das Ende zu fürchten, denn dann kommt er HOFFENTLICH vor ein TRIBUNAL, zusammen mit HUNDERTTAUSENDEN anderen auch. Das NEUESTE VIDEO bei UNCUT-NEWS, 28. Dezember 2021 von Prof. BHAKDI über die verheerenden Nebenwirkungen spricht Bände !
Reitschuster wohnt nicht „in Montenegro an den warmen Gestaden des Mittelmeers“, sondern im kalten Berlin und hat lediglich seinen Blog auf „eine Ersatzlandebahn“ im Ausland verlegt, wie er schrieb. Oder wohnt er doch? In den „Apartments Jeremic“ in Herceg Novi an der montenegrinischen Adria, wie sein Impressum nahelegt? Auch sein Anwalt Steinhöfel ist an dem Punkt leider ungenau. –– Reitschusters Ausschluss aus der Bundespressekonferenz ging übrigens ein Offener Brief von 58 braven BPK-Journos voraus, darunter Phoenix-Frau Anke Plättner, die befanden, dass Verbreiter von „Verschwörungsmythen und Desinformationen“ keinen Platz an ihrem „einzigartigen und schützenswerten Ort der Pressefreiheit und der professionellen Informationsbeschaffung“ hätten. Gemeint waren zweifellos Boris Reitschuster und Russia Today. Ein Offener Brief, verbreitet ausgerechnet am 3. Mai 2021, dem Welttag der Pressefreiheit. Siehe auch „Epoch Times“: „Offener BPK-Brief kritisiert kritischen Journalismus als Propaganda“.
@ Hjalmar Kreutzer – Volle Zustimmung, Herr Kollege! Es ist aber wesentlich schlimmer: Die Hirnwäsche des staatlichen Desinformationsfunks und das Netzwerkdurchsetzungsgesetz schalten gewaltsam und verfassungswidrig jede öffentliche Kontroverse aus und basteln sich ihre ideologischen Wunschwahrheit bis auch der letzte Rest seine Urteilskraft verloren hat. Perfekter kann man eine Despotie nicht einfädeln. Die Beherrschten lassen sich als „Zivilgesellschaft“ feiern und werden auf primitive Feindbilder geeicht, ohne noch das Gespür dafür zu haben, wie sie für den neuen globalistischen Faschismus instrumentalisiert werden! Der öffentlich rechtliche Propagandafunk ist der Vortrupp dieser fürchterlichen „Transformation“, die niemand von uns will!
Das „Kartell“ (Manfred Kleine-Hartlage) fürchte verständlicherweise die richtigen Fragen. Es erwartet die untertänigsten Kniebeugen eingeschüchterter Untertanen. Boris Reitschuster hat grob gegen die Diskursregeln des Kartells verstoßen und die in der BPK präsidierenden Schranzen ins Stottern gebracht. Sie entlarven sich mit ihrem Ausgrenzungsfuror gegen die letzten aufrechten Journalisten, weil sie sich an ihnen nicht messen lassen wollen. Die BPK – ein Bollwerk gegen die politisch gewünschte Wahrheit, Meinungsfreiheit und Demokratie! Grotesk und dramatisch, wie sich hier Journalisten der BPK kastrieren, um beim Kartell mitmischen zu dürfen. Wir dürfen sicher sein: Die Eunuchen des Bundeskanzleramts werden fürstlich besoldet. Nichts gegen Prostitution!
Ich wollte nur sagen, dass ich bei ihnen (Bundespressekonferenz) nicht mitmache! Irgendwie ein Spruch von Karl Valentin.
Herr Broder, Herr Reitschuster das ist nicht ihre Liga,
lassen sie sich bitte nicht auf das unterirdische Niveau dieser ungewollten, erbärmlichen Komödianten ein. Sie sind es ihrem Stil schuldig!
Habe Herr Reitschuster immer bewundert, wie er dieses dem Journalismus unwürdigen Spiel ertragen hat. Aus der Feder eines Lesers, ihnen beiden mein Respekt und meine Hochachtung! Herr Reitschuster hat auf seiner Seite 45 Millionen Klicks im Monat, will er 83 Millionen haben?:) Herr Broder mit seinen handverlesenen
Gastautoren ist 100 mal interessanter wie der gesamte ÖRR.
Niemand darf eine kritische Nachfrage in der BPK stellen, niemand. Es ist schon ein Meisterstück der Berliner Filzokratie, wie sie Kritiker draußen hält.
@Rafael Rasenberger, ihre Hinweise an Herrn Broder, er sei zu nett und solle künftig mehr auf Offensive setzen, beruhen m.E. auf einer falschen Wahrnehmung. Broder und die Autoren der Achse, ebenso wie Reitschuster, agieren sehr wohl mit streitbarer Brillanz und offensiver Angriffsfreude. Sie verschwenden ihre Kraft jedoch weniger auf fruchtlose juristische Auseinandersetzungen als viel mehr auf erfolgversprechendere Offensivgefechte mit den Waffen des geschliffenen Wortes. Broder hat, wenn ich recht erinnere, einen Verzicht auf weitere juristische Auseinandersetzung mit einer Claudia Roth damit begründet, seine Kräfte auf sein Hauptmetier der journalistischen Arbeit konzentrieren zu wollen – künftig wohl auch auf das Teebeutelrecycling, ich bin auf die sicherlich auch hierbei hervorstechenden Ergebnisse gespannt). Die von Ihnen bemängelte sprichwörtliche Nettigkeit des Herrn Broder entspricht nicht nur einem sympathischen persönlichen Naturell, sondern trägt erfolgreich zum Schliff seiner Klinge bei. Dass die offensichtlich arg genervte Gegenseite auf Broders Flèches und Riposten mit so durchsichtigen, so hilflosen und so eindeutig antidemokratischen Finten reagiert, zeigt, dass – und wie – die Achse jene zu ärgern imstande ist (und im übrigen, dass sie auch von vielen aufmerksam gelesen wird, die das nie zugeben würden.) Und bedenken Sie auch, wenn Sie Broder und Co. die Übernahme unfairer Zersetzungsmethoden der Antidemokraten nahelegen wollen, dass dies die moralische Glaubhaftigkeit seiner Anliegen ernsthaft beschädigen würde.