Gegenüber Juni ist das Haushaltsdefizit noch einmal gewachsen, um den Koalitionsfrieden zu wahren. Finanzminister Lars Klingbeil will bis 2030 über eine Billion Euro Schulden machen.
Am kommenden Mittwoch soll das Kabinett den Haushalt für 2026 und die Finanzplanung bis 2030 verabschieden. Anfangs wurde für 2027 bis 2029 ein Defizit von 144 Milliarden Euro prognostiziert, das sich durch politische Kompromisse noch auf 150 Milliarden Euro vergrößert hat, wie handelsblatt.com berichtet. Beispielsweise sei die Einführung der neuen Mütterrente auf 2027 vorgezogen worden, was 4,5 Milliarden Euro zusätzlich kostet.
Bis 2030 plant Klingbeil, über eine Billion Euro an neuen Schulden aufzunehmen. Zwischen 2025 und 2029 sind bereits 846,9 Milliarden Euro Nettokreditaufnahme geplant. Allein im Jahr 2030 wird die Neuverschuldung aufgrund der Verteidigungsausgaben und Infrastrukturinvestitionen über 150 Milliarden Euro betragen.
