Aus der Lücke im Bundeshaushalt wird mittlerweile ein Abgrund. Letzte Woche war noch von 150 Milliarden Euro die Rede, mittlerweile sind es 172 Milliarden Euro.
Die Bundesregierung steht vor der Herausforderung, in den nächsten Jahren erhebliche finanzielle Lücken zu schließen, meldet welt.de. Für die Jahre 2027 bis 2029 wird jetzt ein Defizit von rund 172 Milliarden Euro erwartet. Mitte Juni hatte Finanzminister Lars Klingbeil eine Lücke von 144 Milliarden Euro prognostiziert, auch dieser Wert war schon schwindelerregend, aber zu niedrig gegriffen und letzte Woche wurde das Finanzierungsdefizit auf mindestens 150 Milliarden angepasst (Achgut hatte berichtet).
Diese Lücke hat sich nun weiter vergrößert, unter anderem durch milliardenschwere Ausgleichszahlungen für Steuerausfälle von Ländern und Kommunen und die vorgezogene Einführung der erweiterten Mütterrente ab 2027. Zudem erhöhen gestiegene Zinsausgaben den finanziellen Druck. Die Finanzplanung wird im Entwurf für den Bundeshaushalt 2026 behandelt, der Ende November vom Bundestag beschlossen werden soll.
