Seit den jüngsten Raketenangriffen auf Israel drängt sich unvermeidlich die Frage auf, ob der Iran Atomwaffen hat. Leider besteht wenig Grund zu Optimismus. Der Mullah-Staat hat vor den Augen der Welt und der Internationalen Atombehörde seine Bombe gebaut.
Die geheimen nuklearen Anstrengungen des Iran reichen bis in die späten 1980er Jahre zurück, als das Land ein geheimes Programm zur Anreicherung von Uran begann, für das es Ausrüstung und Material aus Pakistan und China importiert hatte. Diese Aktivitäten mündeten zu Beginn der 2000er Jahre in den Amad-Plan, der explizit die Entwicklung von Atomwaffen zum Ziel hatte. Schließlich schöpfte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) Verdacht, und eine Inspektion entdeckte 2007 Bestände an Uran, wie sie in dieser Anreicherung und Menge gemäß Atomwaffensperrvertrag (NPT) nicht zulässig waren.
Der Fund führte zu schmerzhaften, langjährigen Maßnahmen gegen das Land, insbesondere zur Sperrung iranischer Konten im Ausland. Nach zähen Verhandlungen mit den „5+1“, den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen plus Deutschland, wurden die Sanktionen im Juli 2015 schließlich wieder aufgehoben. Mit viel Pomp wurde damals der entsprechende Vertrag, der Joint Comprehensive Plan Of Action (JCPOA) verabschiedet, den auch der damalige Außenminister Steinmeier im Namen Deutschlands unterzeichnete. Damit hatte der Iran wieder Zugriff auf seine Gelder im Ausland und verpflichtete sich im Gegenzug zur Einstellung der Entwicklung von Atomwaffen.
Der Iran fühlte sich dennoch keineswegs genötigt, seine geheimen Entwicklungsarbeiten zu beenden. Es war Israel, welches diesen Bruch des JCPOA aufdeckte, woraufhin die USA, unter Präsident Trump, ab Mai 2018 erneut Sanktionen verhängten, die im Prinzip noch heute in Kraft sind. (Mehr Details dazu im Achgut-Artikel vom 29.9.2018).
Milliarden von Jahren
Nach dem Ausstieg der USA aus dem JCPOA wurde das Abkommen vom Iran nicht mehr ernst genommen, obwohl doch von den ursprünglich „5+1“ immerhin noch „4+1“ mit von der Partie waren. Jedenfalls führte man jetzt die Aktivitäten, die bis dahin im Geheimen stattfanden, ganz ungeniert vor den Augen der Welt durch. Man versteckte sie auch nicht vor den Inspektoren der IAEA. Was waren das für verbotene Aktivitäten im Einzelnen?
Dazu ein paar Worte in Sachen Uran. Es ist auf den ersten Blick ein ganz normales Schwermetall, von Blei kaum zu unterscheiden. Es ist schwach radioaktiv, und hat eine Halbwertszeit in der Größenordnung von Milliarden Jahren, so konnte es seit Beginn der Schöpfung bis heute überleben. Normale, stabile Materie, so wie sie uns umgibt, hat ja unendliche Halbwertszeit, und davon sind die Jahrmilliarden nicht weit entfernt.
Wie die meisten Elemente besteht natürliches Uran aus einer Mischung unterschiedlicher Atome, die „von außen“, insbesondere in den chemischen Eigenschaften, nicht zu unterscheiden sind, deren Atomkerne aber verschieden schwer sind. So besteht der Stickstoff, den wir jede Minute literweise ein- und ausatmen, aus zwei verschiedenen „Isotopen“, die als N14 und N15 bezeichnet werden, wobei die Zahlen für die Masse der Kerne stehen. Uran besteht aus U235 und U238. Für die gängigen Kernkraftwerke und für Bomben ist nur U235 geeignet, und ausgerechnet dieses Isotop kommt in der Natur nur zu 0,72 Prozent vor: unter 140 Atomen ist also nur eines von der gewünschten Sorte. Um einen typischen Reaktor zu betreiben, muss diese Konzentration von 0,72 Prozent auf mindestens 4 Prozent „angereichert“ werden. Für den Bau einer Atombombe müssen es aber 90 Prozent sein. Diese „Anreicherung“ des natürlichen Urans ist ein extrem aufwändiger Prozess.
Pro Bombe 25 kg
Um ein Land daran zu hindern, seine eigenen Atombomben zu bauen, aber ohne den Zugang zu friedlicher Atomenergie zu versperren, wurde 1957 unter dem Dach der Vereinten Nationen die schon erwähnte IAEA gegründet. Deren Inspektoren sollen sicherstellen, dass kein Uran über das Maß von mehr als 4 Prozent hinaus angereichert wird. Diese Grenze war auch mit dem Iran im JCPOA nochmals festgesetzt worden. 2021 aber verkündete das Land lauthals, man werde jetzt auf 20 Prozent anreichern.
Im Februar 2024 entdeckten IAEA Inspektoren dann in unterirdischen Fabriken Vorrichtungen, die mit einer noch höheren Anreicherung installiert waren. Im August fand die IAEA schließlich 165 kg auf 60 Prozent angereicherten Urans. Eine weitere Anreicherung auf 90 Prozent, also auf das Anderthalbfache, wäre nun ein kleiner Schritt. Mit anderen Worten: Aus dem 60-prozentigen Vorrat könnten in kurzer Zeit 100 kg waffenfähiges Uran hergestellt werden! Pro Bombe bräuchte man 25 kg.
Und so warnte der DG, der Generaldirektor der IAEA, Rafael Mariano Grossi, dass Teheran über genügend nahezu waffenfähiges Uran verfüge, um „mehrere“ Atombomben herzustellen, wenn man das wollte. Und dass die Mullas das wollen, daran besteht wohl kein Zweifel. Wozu sonst hätte man sich all die Arbeit gemacht. Und sie haben auch nichts dagegen, dass die Welt davon erfährt.
Hans Hofmann-Reinecke studierte Physik in München und arbeitete danach 15 Jahre in kernphysikalischer Forschung. In den 1980er Jahren war er für die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien als Safeguards Inspektor tätig. Er lebt heute in Kapstadt. Dieser Artikel erscheint auch im Blog des Autors Think-Again. Der Bestseller Grün und Dumm, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich.
Beitragsbild: Khamenei.ir, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

@Verena Keller : „Was ich nicht verstehe, warum stehen die Millionen normalen Moslems nicht endlich auf und stürzen die bärtigen Psychos“? Vermutlich aus dem gleichen Grund , aus dem die Millionen ganz normaler Russen nicht einen blassen , kleinen Schütterhaarträger stürzen … ( Tipp : mediales Dauerfeuer , Minderwertigkeitsgefühle , Verfolgungswahn etc. ) .
Ja, ich sehe förmlich die Entrüstung und Stirnknitterfalten beim Vorwurf, dass der Iran nach Atomwaffen strebt. Das „Streben“ nach Atomwaffen gilt seit 2003 als ausreichender Grund für einen Krieg. Falls man sich irrt, ist es ja um die beseitigten Schurken (inklusive der Kollateralschäden) auch nicht schade, oder?
@A:Ostrovsky. „Nein, das schafft keinen Frieden, wenn sich alle im Dreieck täglich mit vollständiger Vernichtung drohen. Das ist die Hölle!“ Ja, genau so ist es seit dem Sündenfall im Paradies – Eva und Adam fallen auf die Verführungskünste des Satan / „Vater der Lüge“ herein -: Jeder gegen jeden → Mensch gegen Mensch, Mensch gegen Tier, Tier gegen Mensch und Tier gegen Tier. Deswegen heißt es in der Bibel, von mir kurz gefasst: „Die ganze Schöpfung seufzt mit uns und sehnt sich nach Erlösung.“ Römer 8, 22-23.
Wie viele der Messermörder, Gruppenvergewaltiger, Bahnsteigschubser, Drogendealer, Clankriminellen und Bombenleger sind Iraner? Welche schiitischen Gemeinden hetzen gegen die Juden, gegen Christen, gegen die Weißen und gegen unsere Werte? Werden die Moslembrüder, die Salafisten, die Wahabiten und die in Äthiopien, Somalia, Mali, Nigeria, Syrien, dem Irak und anderswo tätigen Mordbrenner vom Iran bezahlt? Kaufen iranische Scheichs ganze Wirtschaftszweige, Länder, Regierungen, Rohstofflagerstätten, Fernsehsender und Sportclubs auf? Waren es Iraner, die die Anschläge vom 11. September, von Madrid, Paris oder Moskau verübt haben? Nein – man bindet Euch permanent einen Bären auf!
@Verena Keller:
„Was ich nicht verstehe, warum stehen die Millionen normalen Moslems nicht endlich auf und stürzen die bärtigen Psychos?****
Ja mei, die Millionen “normalen Deutschen„ stehen ja auch nicht auf und stürzen ihre nackt-rassierten Psychos, die dennoch den größten Atommächten den Krieg erklären u./o. diesen in sie “hineintragen„ wollen. **** @giesemann : “…. Hauen wir sie wech. Bevor sie es mit uns tun. „Gut, dass die Deutschen von den Allierten weitestgehend entwaffnet wurden bzw. über keine Atomwaffen verfügen (dürfen), denke ich mir jedesmal, wenn ich solche Comments lese. Entweder Totaler Krieg oder Totaler Frieden. Das goldene Dazwischen ist und bleibt seinem Geiste ein Böhmisches Dorf ****
@Verena Keller: „Was ich nicht verstehe, warum stehen die Millionen normalen Moslems nicht endlich auf und stürzen die bärtigen Psychos?“ Frau Keller – schlafen, bzw. träumen Sie weiter. Sie verstehen es nicht und werden es auch vermutlich niemals verstehen, aber es gibt keine „normalen Moslems“ – normal ist der / die welche(r) für sich vom Islam losgesagt hat (geht natürlich nur geheim und innerlich wenn man nicht gerade suizid veranlagt ist) – und das sind mit Sicherheit KEINE Millionen auf der ganzen Welt.
@D. Müller, finden Sie das nicht merkwürdig? Japan ist sehr, sehr groß und vorwiegend buddishistisch, shintoistisch (eine Fraul als Göttin!!, übrigens) geprägt. ++ Frage, an diejenigen, die Hirn haben und nicht nur darüber labern: wieso wurden die zwei Atombomben über die beiden Städte in Japan geworfen, die vorwiegend und mehrheittlich christlich geprägt waren? ++ Wahrscheinlich war Ihnen diese bittere Tatsache unbekannt? Wieso verheimlichen die Linken das denn? Sind die Kinder der pol. Aufklärung nur zum Schein „wissend“? Oder macht die hirnlose, kaltherzige Evolution nicht intelligent? ++ Sie glauben mir nicht? Dann ist es Ihre Pflicht das nachzuprüfen. ++ Es soll sogar mindestens ein Mensch, vermutlich auch seine Familie, am Tisch sitzend, diesen Atomschlag unversehrt überlebt haben. Kann man alles nachprüfen. ++ Warum weiß die Mehrheit der Menschen „nichts“ darüber, hhm?