Gunnar Heinsohn
SPIEGEL, 28. Mai 2012, S. 48 f.: „Die Zahl der jungen, alleinerziehenden Mütter ‚explodiert‘. / Viele verbinde […] das langsame Abdriften in ‚Trägheit und Perspektivlosigkeit‘. / Der Staat unterstützt bedürftige Alleinerziehende vergleichsweise großzügig und schafft genau so Anreize, gar nicht zu arbeiten. Bekommt eine Hartz-IV-Empfängerin ein Kind, muss sie sich drei Jahre lang nicht um Ausbildung oder Arbeitssuche bemühen. / Einige flüchteten deswegen ‚gezielt‘ in die nächste Schwangerschaft. / Rund die Hälfte der Alleinerziehenden [hat] nie einen Beruf erlernt. / Geld für Nichtstun, sagt [Sozialarbeiterin] Bikádi, das sei es, was Menschen ‚lethargisch‘ mache.“
Wenn der SPIEGEL - exemplarisch für Marzahn-Hellersdorf - die staatliche Verführung bildungsferner Frauen zur Mutterschaft und das lässige Achselzucken der Nomenklatura über die Zukunft ihres millionenstarken Nachwuchses öffentlich macht, dann bleibt das auch dann richtig, wenn Beschreiber solcher Zustände im Normalfall zum Rufmord freigegeben werden – auch aus den Hamburger Redaktionsstuben. Wie sehr sich gleichwohl solche Verleumdungskampagnen rächen, zeigt sich eben daran, dass selbst der SPIEGEL keine Debatte mehr provozieren kann, wenn ihm vorauseilende Pioniere mindestens als Rassisten, wenn nicht gleich als Vorbereiter eines neuen Auschwitz hingestellt werden.
Nun muss auch in den kommenden Generationen weiter wachsen, was als Ergebnis solcher Fortpflanzungspolitik seit zwei Jahrzehnten bestens dokumentiert ist: „Vaterlos aufwachsende Kinder zeigen eine dramatisch höhere Anfälligkeit für Drogen- und Alkoholmissbrauch, psychische Erkrankungen, Selbstmord, Schulversagen, Kriminalität und Teenager-Schwangerschaften“ (U.S. Department of Health and Human Services; National Center for Health Statistics, Survey on Child Health, Washington DC, 1993).