Peter Grimm / 23.06.2018 / 06:25 / 24 / Seite ausdrucken

Hamed Abdel-Samad: Integration? Wohin?

In diesem Teil unseres Gesprächs mit Hamed Abdel-Samad anlässlich seines jüngsten Buches „Integration – Protokoll eines Scheiterns“ geht es um die Illusion, dass man sich nur am Grundgesetz orientieren müsse, und schon könnten sich Migranten integrieren. Doch statt von Zuwanderern zu fordern, die hiesigen Regeln zu respektieren, verhandeln wir die Grundrechte mit konservativen Islamverbänden. Die fordern unter Verweis auf die Religionsfreiheit von der Gesellschaft die Akzeptanz der Beschneidung vieler anderer Grundrechte, wenn sie nach den Regeln Allahs und seines Propheten geboten ist. Und deutsche Regierungen und Behörden gehen darauf auch noch ein.

Keiner wagt auszusprechen, dass es – so man tatsächlich einen gesellschaftlichen Zusammenhalt statt auseinanderdriftender Parallelgesellschaften haben will – eigentlich um Assimilation gehen muss. Da kommt allerdings auch ein spezielles deutsches Problem hinzu: Wohin sollen sich denn Zuwanderer integrieren? Wie sollen sie sich denn positiv zu Deutschland bekennen, wenn selbiges unter Deutschen offenbar als anrüchig gilt?

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Leserpost (24)
Gabriele Klein / 23.06.2018

Hervorragender Beitrag. Es ist allerdings so, dass das Grundgesetz seine Wurzeln im Christentum hat und dieses ist mit dem Islam nicht kompatibel.  Im Christentum ist Gott weder männlich noch weiblich, denn er schuf den Menschen nach seinem Bilde, daraus ergibt sich die Gleichberechtigung aller, AUCH von Mann und Frau, Auch das Sklaventum ist nicht kompatibel mit christlichen Werten und wurde teils von Christen TROTZ dieser Werte praktiziert und deshalb auch abgeschafft.  Aufgrund der Religion dürften Revolutionen und soziale Veränderungen im Christentum und im Islam von vornherein anders verlaufen. Die Gleichberechtigung, auch von Mann und Frau im Westen erkenne ich als einen Lernprozess nicht außerhalb sondern INNERHALB christlicher fundamentaler Werte, die ich im Islam leider nicht erkennen kann, auch wenn es die eine oder andere Überschneidung in bestimmten Bereichen geben mag.  Den Schutz des Schwachen, von Witwen und Waisen auf den sich Muslime die einerseits vor Unterdrückung fliehen berufen, aber andererseits selbst nicht praktizieren wollen (siehe die in den Hinterhalt gelockten Ambulanzen)  verdanken wir weiterhin nicht der Lehre des Islam. Gleiches gilt für das Verbot nicht zu Plündern und zu Brandschatzen das schon das christliche Rittertum im finsteren Mittelalter beachtete, die Sarazenen jedoch nicht, weder damals noch heute.  Zum Wunsch seitens des Islams die gleiche Achtung zu bekommen wie das Christentum in einem Lande mit christlichen Wurzeln wäre mein einfacher Rat, das Exekutieren von Christen und Juden im Gastlande oder im Flüchtlingsboot oder Heim, im Namen des Islam zu unterlassen bzw. IM NAMEN DES ISLAM mit Hilfe des Islam und vor allem des KORAN zu bekämpfen. Eine Koran Exegese in diesem Sinne kann ich aber leider nicht erkennen.

Oliver Förstl / 23.06.2018

Das Hauptproblem ist doch, dass Deutschland weltweit verkündet hat, dass man Facharbeiter, Rentenbezahler, Demografie- und Inzuchtproblemlöser aus Flüchtlingen machen will.

Wolfgang Richter / 23.06.2018

““Wie sollen sie sich denn positiv zu Deutschland bekennen, wenn selbiges unter Deutschen offenbar als anrüchig gilt?”“ Mit diesem letzten Satz ist alles gesagt zur Schizophrenie des Denkens der sich im Lande der aufgegebenen Grenzen zur Moralhoheit aufgerufenen selbst ernannten Eliten.

Dolores Winter / 23.06.2018

Die wirre, geradezu irre Politik der Kanzlerin hat ganz Europa in Mitleidenschaft gezogen. Als Deutsche ist mir das gegenüber den anderen Ländern peinlich. Ich spüre im Ausland Vorbehalte gegen uns, die es vor Merkel nicht gab.

Viola Heyer / 23.06.2018

Europa hat mittlerweile gelernt, das Peter Scholl-Latour richtig lag, als er sagte: “Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst Kalkutta.”

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