
Sehr geehrte Frau Stalmann, natürlich kann und darf sich jeder “Kulturschaffender “nennen. Nur denen das wichtig ist, wissen oft nicht, wovon sie reden. Ja, was ist Kultur überhaupt? Einfach, vielleicht etwas derb erklärt: Kultur ist es, wenn ich meinem Nachbarn aus nichtigen Gründen den Kopf abschlage und mir diesen zum Abendessen koche. Zivilisation ist es, wenn ich dafür bestraft und für immer weggesperrt werde. Viele Grüße Rudolf Borrmann
Ein scheinheiliger Mix aus verzerrter Naivität und ideologisch-einseitigen Sichtweisen. Mit der gedanklichen Leere dieses “offenen Briefes” könnte man schon einige Hamas-Tunnel vollstopfen.
Als ich vom Offenen Brief deutscher Kulturschaffender las, interessierte mich nicht so sehr der Brief als die Frage, wie sich jemand Kulturschaffender nennen kann. Wieviel Kultur so jemand hat. Ob überhaupt. Wieviele Tassen noch im Schrank. Warum man, bevor man sich so bezeichnet, nicht noch mal eine Runde nachdenkt. Oder einen Blick zurück tut. Der erste Aufruf deutscher Kulturschaffender stammt vom August 1934 und trat dafür ein, dass Hitler sowohl Reichskanzler als auch Reichspräsident werden sollte. Der Kulturschaffende gehörte ebenso wie die Reichskulturkammer zum Wortschatz des Dritten Reiches und wurde später in den der DDR übernommen. W.E. Süskind nahm den Kulturschaffenden in sein “Wörterbuch des Unmenschen” auf, und die Gesellschaft für Deutsche Sprache zählt den Kulturschaffenden zu den “überlebensfähigen DDR-spezifischen Wörtern”. Tja. Ich las den Offenen Brief dann doch, obwohl er von deutschen Kulturschaffenden stammt. Er war aber danach.
Werter Herr Broder, Sind Sie sicher, dass Kritiker meinen, „Der Jud sei an allem schuld“? Eine solche Metapher der Übertreibung hatten auch die Sozis, die sich in den sechziger Jahren mit Blick auf die Bild-Zeitung beklagten, die SPD sei an allem Schuld. Solche Metaphern der Larmoyanz führen zu Mitleid, und die wollen Juden doch gar nicht, die im „jetzt erst Recht“ gerade ihre Identität gefunden haben.
Da diese Schmarotzer zum weit überwiegenden Teil sowieso von der öffentlichen Hand (also uns…) alimentiert werden, sollte der Steuerzahler ihnen eine Gruppenreise nach Israel spendieren, mit Aufenthalt im Grenzgebiet zu Gaza. Sobald diese ‘Helden’ sich dann, beim ersten Luftalarm wegen Raketenbeschuss durch die Hamas, vor dem nächstbesten Luftschutzbunker über den Haufen rennen, sollte ihnen die Lust an solch unfassbar blöden ‘offenen Briefen’ ein für allemal vergangen sein…..
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.