Roger Letsch / 16.07.2020 / 10:00 / Foto: Deutsche Fotothek‎ / 85 / Seite ausdrucken

Die Zehn Gebote der Pioniere der Süddeutschen

Eigenartige Dinge geschehen gerade in der Presse, die uns in Deutschland wie in den USA gerade alles mitteilt, was es über Haltungsjournalismus zu wissen gibt. In den Staaten hat gerade Bari Weiss, die wohl letzte echte liberale Journalistin des Blattes, die New York Times verlassen und die Tür mit einem so lauten Knall in Form ihres offenen Kündigungsschreibens zugeworfen, dass die Antifa-Aufkleber auf den Tassen in so ziemlich jeder deutschen Redaktion vor Schreck ins Rutschen kamen. Weiss‘ Generalabrechnung mit dem, was von der einst stolzen und wohl bedeutendsten Zeitung der Welt übrig geblieben ist, nachdem ideologische Engführung und Orange-Man-Bad-Clickbaiting dort Einzug gehalten haben und der Sieg Trumps 2016 bis heute nicht verdaut ist, kann man eigentlich kaum lesen, ohne dass einem die Tränen in die Augen steigen.

Bei der NYT herrschen nach Weiss’ Aussage Einschüchterung und Mobbing, und wer nicht entlang der gewünschten Blattlinie schreibt, wird zermürbt und „zum Trocknen aufgehängt“. Der Weggang von Bari Weiss ist kein Randereignis, sondern wird in der Branche sehr aufmerksam verfolgt. Sie gehörte zum Führungspersonal des Meinungsteils der NYT und war als talentierte Autorin international geschätzt. Obschon bekennender „Never-Trumper“, berichtete und schrieb sie dennoch fair und objektiv auch über den aktuellen Präsidenten. Zumindest versuchte sie es, solange es noch möglich war. Außerdem ist sie seit Jahren stark engagiert im medialen Kampf gegen den auch in den USA immer bedrohlicher werdenden Antisemitismus. Dennoch wird das Echo ihres Weggangs in unseren Medien kaum wahrnehmbar sein.

Der Spiegel etwa, der seit vier Jahren einen ähnlich wahnhaft/manischen Berichtsstil gegenüber Trump verfolgt wie die New York Times heute und sich in Artikeln und Titelbildern einen geradezu dionysischen Wettbewerb um die besoffensten Trump-Injurien mit anderen linken Medien liefert, würde beim Lesen von Weiss‘ Kündigung buchstäblich „in den Spiegel“ schauen. Die Macher des Spiegel leiden nämlich unter derselben Krankheit, die auch die Qualität der NYT vergiftet hat. Man versucht, das Niveau, einer alten Konservendose gleich, immer weiter die Straße hinunterzukicken. Natürlich kann ich nicht wissen, ob sich nicht doch jemand bei Zeit, SZ oder Spiegel dazu aufraffen wird, eine dürre Meldung zum Weggang von Bari Weiss zu verfassen. Eine ausführliche Würdigung des Briefes wäre wohl zu viel verlangt. Zum Zeitpunkt, als ich dies hier schrieb, ergab die Suche nach „Bari Weiss“ bei allen Dreien keine Treffer. Ich glaube keinen Augenblick, dass in den Redaktionen die Fakten noch nicht bekannt sind, denn die WELT bringt eine unkommentierte Übersetzung des Schreibens im Wortlaut.

Dies ereignete sich just zu der Zeit, als ich an diesem Artikel schrieb, der eigentlich den Zustand der Süddeutschen Zeitung zum Thema hat. Doch wie Sie sehen werden, liebe Leser, sind Weiss’ Rücktritt und das, was es Neues über die SZ zu berichten gibt, zwei Seiten derselben Medaille, und die Zustandsbeschreibung der großen New Yorker Tageszeitung spiegelt sicher recht gut den der provinziellen Süddeutschen Zeitung wider. Behalten wir also im Gedächtnis, was Bari Weiss über den ideologisierten, linkslastigen Zustand der NYT aus eigener leidvoller Anschauung berichtet hat und schauen uns an, was die SZ in verklausulierten, aber aufschlussreichen Worten als ihr neues Selbstverständnis, ihr „Wertepapier“ definiert hat und zwecks Erfüllung an ihre Mitarbeiter weiterreicht.

Das Wertepapier der SZ – aus Worten werde Haltung

Zum besseren Verständnis des Folgenden müssen wir einen kleinen historischen Abstecher machen. Der Weg der Jugend ins staatlich kontrollierte Leben war in der DDR definiert durch eine Abfolge von kommunistischen Jugendorganisationen, deren erste die „Jungen Pioniere“ waren, in die man bereits in der Grundschule eintrat. Die Ideologie geht eben am besten in die Hirne, wenn sie noch weich und von der unerfreulichen Empirie sozialistischer Realität unbelastet sind. Der Aufnahmeritus enthielt ein eidlich zu sprechendes Gelöbnis aus zehn Geboten, voll von mit Binsen gemischten Unverschämtheiten, die den Außenstehenden entsetzen. Dekretierte Liebe zur DDR und der Sowjetunion, Ehre den Symbolen der Macht und verpflichtender Arbeitseifer bei der Errichtung des sozialistischen Utopia. Es ist ein Zeitdokument der Indoktrination, das in gewisser Weise heute wieder Nachahmer findet. In München, bei der Süddeutschen.

Klar, das Wasser steht vielen Blättern bis zum Hals. Nur scheint es, dass man in der Führungsetage der Süddeutschen Zeitung nicht die eigene politische Schlagseite, mangelhafte Berichterstattung und einen unverblümten politischen Aktivismus dafür verantwortlich macht, sondern einen Mangel daran. Die Transformation der Zeitung aus der Welt des Papiers ins digitale Zeitalter wird offenbar nicht als gelungen betrachtet, und der Diagnose der NYT-Autorin Weiss, die schwindende Bedeutung läge vor allem an der Tatsache, dass immer dieselbe Blase an immer derselben Stelle angestochen werde, will die SZ offenbar nicht folgen.

Damit die Süddeutsche im digitalen „Neuland“ bestehen kann – und um mir die Gelegenheit zur Verwendung eines berühmten Merkelschen Euphemismus zu geben – verfasst der Redaktionsausschuss der Süddeutschen Zeitung ein aus zehn Geboten bestehendes „Wertepapier“ für die Mitarbeiter, dessen Stil sich deutlich an den des Jungpioniergelöbnisses anlehnt. Dieses „Wertepapier“ solle „…als Kompass die Richtung weisen, in die sich die SZ entwickeln muss, um auch in Zukunft an der Spitze des Qualitätsjournalismus zu stehen.“ Der Kompass wird nicht der einzige Versuch bleiben, nautische Metaphern zu strapazieren.

Wozu sollte man solche Selbstverständlichkeiten betonen?

Ersetzt man gedanklich „Wir Jungpioniere“ durch „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SZ“, hat man’s inhaltlich eigentlich schon fast. Die meisten der Stanzen sind wie bei den Jungpionieren eigentlich Binsen, deren bloße Erwähnung als Energieverschwendung gelten sollte – es sei denn, sie umschreiben Missstände von solchem Ausmaß, dass einem angst und bange werden muss.

Liest man die Erklärungstexte unter den Gelöbnispunkten, erhärtet sich der Verdacht, dass hier der Versuch unternommen wird, durch Worte Handlungen und Verhaltensweisen so zu verändern, dass sie dem Gelöbnis gerecht werden. Der Ist-Zustand muss also das Gegenteil sein. Wozu sollte man sonst solche Selbstverständlichkeiten betonen? Es formuliert ja auch niemand eine Forderung zur Achtung der Gravitation – die ist nämlich einfach da und verschafft sich Anerkennung. Mit dem postulierten „fairen Umgang miteinander“ muss es also eine andere, negative Bewandtnis haben. Hier einige ausgewählte Headlines des SZ-Gelöbnisses mit einigen Anmerkungen.

Es muss also finster aussehen

(1) Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung begreifen sich über alle Ressorts und Veröffentlichungskanäle hinweg als eine Redaktion.

Das taten sie bisher offensichtlich nicht, denn sonst müsste man das nicht schreiben. Die Angst zu verstummen, geht um in deutschen Redaktionen. Ich stelle mir vor, dass es bei der SZ ähnlich zugeht wie beim Spiegel. Juan Moreno, der den Relotius-Skandal ans Licht brachte, beschrieb es in seinem sehr zu empfehlenden Buch „Tausend Zeilen Lüge“ etwa so: Die Frage an einen Kollegen, an was er gerade arbeite, wird weniger als Einstieg in einen Smalltalk denn als Spionage und Versuch empfunden, dem Kollegen zuvorzukommen. Man witzelt, so Moreno, die häufigste Methode des Suizids unter Spiegel-Autoren sei, sich vom Berg der eigenen unveröffentlichten Manuskripte in die Tiefe zu stürzen. Die SZ dekretiert nun, sie sei eins und einig und unteilbar – einzigartig sowieso. Warum ist so etwas notwendig, wenn nicht das Gegenteil der Fall wäre?

(2) Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SZ hören einander zu, unabhängig von Alter, Geschlecht, Hierarchie und Betriebszugehörigkeit.

Die Beschwörung von Zusammenhalt und Benimm zieht sich durch die SZ-Gebote wie ein roter Faden, es muss also finster aussehen dort und verbale Messerstechereien, Standesdünkel und Hierarchien bestimmen sehr wahrscheinlich den Alltag, ganz egal, mit welch innigem Vibrato in den Artikeln des Blattes die wunderbare Gleichheit aller Menschen besungen wird. Intern muss den Mitarbeitern wie Kleinkindern erklärt werden, dass sie einander zuhören sollen. Peinlicher und gouvernantenhafter geht’s kaum.

(3) Die Süddeutsche Zeitung ist ein vertrauter, unbestechlicher, neugieriger, offener, kluger und wenn möglich heiterer Freund und Begleiter.

Das ist vollendeter Jungpioniersprech und Wunschdenken. Was ein Blatt wirklich ist, bestimmen nämlich diejenigen, die es wirtschaftlich tragen, also die Leser und Anzeigenkunden. Man hat offenbar andere Finanzierungsquellen im Sinn, und wir hören hier offenbar eher einem Bewerbungsmonolog als einer Selbstdiagnose zu. Die SZ, dein heiterer Freund und Begleiter. Wie putzig!

Ein Leuchtturm, der sagt, wo es langgeht

(5) Die Süddeutsche Zeitung versteht sich als Leuchtturm in einer unruhigen und unübersichtlichen Welt.

Das ist ehrlich und ein passendes Bild noch dazu. Denn ein Leuchtturm will leiten, er teilt das Meer in Untiefen und sichere Fahrwasser, in richtig und falsch. Seinem Licht folgt man gern, weil es den schmalen Grat markiert, der das Leben vom Tode trennt. Das wäre die Süddeutsche auch gern, ein Leuchtturm, der sagt, wo es langgeht und dafür mit dem reinen Licht der absoluten Wahrheit den Weg weist. Für ein Pressemedium ist das die buchstäbliche Definition von Hybris, doch in Zeiten von GPS hat der Leuchtturm ausgedient. Niemand ist mehr darauf angewiesen, seinem Licht zu folgen, um sicher zu navigieren. Der Leuchtturm hat seine Aufgabe verloren, versucht sich nun als Hafenmeister und spielt den Platzanweiser für die vielen kleinen Schiffe, die ganz ohne sein leitendes Licht im Hafen der Meinungsfreiheit angekommen sind.

Dazu passt auch folgende Passage aus dem Erklärungstext des 5. Gebots: „[Die SZ] ordnet stets schnell und gründlich ein. Die Gewichtung und auch das Weglassen von Themen auf allen Ausspielwegen erfolgen mit kühlem Kopf, Gelassenheit und im Dialog unter Kolleginnen und Kollegen.“ Gerade für das Weglassen von Themen hat sich im grummelnden Publikum ein griffiger Begriff eingebürgert, der die Lücke thematisiert, die durch das Weglassen sichtbar wird. Nun kann eine Zeitung natürlich nicht über alles berichten, gegen das Weglassen an sich ist also nichts einzuwenden. Offenbar haben jedoch viele ehemalige Abonnenten der SZ den Eindruck, dass dort beim „schnellen und gründlichen Einordnen und Gewichten“ etwas Schlagseite entstanden ist, über Bari Weiss kann ich beispielsweise noch immer nichts finden in der Süddeutschen

(8) Die Redaktion versteht Zahlen und Daten als Chance und nutzt sie, ohne sich zu deren Sklaven zu machen.

Dialektik galore! Das erinnert fast ein wenig an Bidens achtlos hingemurmeltes „truth over facts“ und lädt geradezu dazu ein, „Chancen zu nutzen“, wenn sie sich bieten. Durch „Gewichtung und Weglassen“ vielleicht? Wer möchte schon Sklave der Fakten sein – ganz gleich, ob es sich um negative Leserkommentare, schwindende Reichweite, eine Hetzjagd oder eine Kriminalitätsstatistik handelt.

(9) Die SZ-Identität ist in allen ihren Produkten – ob analog oder digital – deutlich spürbar.

In einem Medium, das ständig der klebrichten linken Identitätspolitik das Wort redet, muss die eigene Identität natürlich aus jedem Knopfloch strahlen. Ich halte Authentizität für entscheidender.

Ich breche hier ab und überlasse es dem Leser, mit etwas Phantasie durch die weiteren Formulierungen des SZ-Gelöbnisses zu streifen. Zur perfekten Haltungsprothese fehlt dem „Wertepapier“ der SZ eigentlich nur eine lockende Perspektive, eine Anschlussverwendung im Falle von Wohlverhalten und Gelöbniserfüllung. Die stand einst direkt unter den zehn Geboten der Jungpioniere, und ich möchte der SZ dringend raten, folgende – leicht abgeänderte – Form zu übernehmen:

„Wir bereiten uns darauf vor, gute Thälmannpionier-Regierungssprecher zu werden.“

Denn früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.

Update: Gestern, am 15.7.2020 um 15:47 Uhr hatte die SZ nun doch ihr lautes Schweigen gebrochen und Bari Weiss einen ekelerregenden Artikel hinterhergeworfen, welcher alle Klingelworte der Verachtung und Verleumdung enthält, die man in der Kürze der Zeit zusammenklauben konnte. Umstritten sei Weiss gewesen (offensichtlich), hätte Kontroversen ausgelöst (was eigentlich ihre Aufgabe ist), sie sei ohnehin „außerhalb der Branche unbekannt” (selbst ihre Kollegen kennen sie nun nicht mehr) und hätte nun „Beifall von der falschen Seite” – letzteres ist der schlimmste Vorwurf, zu dem Gesinnungsjournalisten mit ihrem engen Weltbild fähig sind.

Auch schmutzt Willi Winkler von der SZ, ihr großes Geltungsbedürfnis sei Weiss wohl im Weg gewesen. Ein Artikel wie aus dem Lehrbuch des Rufmords und der Negativpropaganda! Aber ich will meinen Artikel positiv beenden. Das Gelöbnis der SZ-Autorenschaft wird offenbar Punkt für Punkt erfüllt. Punkt 9, die Identität des Blattes wird auch in diesem Artikel überdeutlich: Haltungsjournalismus der schlimmsten Sorte!

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Roger Letschs Blog Unbesorgt.

Foto: Deutsche Fotothek‎ CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia

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Michael Dost / 16.07.2020

Immerhin ist der Artikel der “Süddeutschen” in seinem Bestreben nach zynischer und pseudosatirischer Gegenrede, koste es, was es wolle,  aufschlussreich, informativ und selbstdenunziatorisch.  So enthält er, wohl motiviert durch die krampfhafte Suche nach relativierenden und diskreditierenden Formulierungen, unter anderem folgendes unfreiwilliges selbstkritisches Eingeständnis, das die ganze Misere desaktuellen Mainstreamjiurnalismus umfasst: “….hält sie (Weiss) ihrer Zeitung vor, sie führe zwar Twitter nicht im Impressum, doch sei “Twitter der alles entscheidende Redakteur” geworden. Das ist sicherlich kein ganz falscher Befund, doch gilt er keineswegs ausschließlich für die Times.” Journalistisch beeindruckend auch die Erwähnung ihres “glamourösen Portraits in Vanity Fair”  unmittelbar nach der Behauptung “die 36-jährige Journalistin (sei) außerhalb der eigenen Branche kaum bekannt. Insgesamt ist der Artikel der Süddeutschen Zeitung über Weiss ein Lehrstück der vorsätzlichen sprachlichen Manipulation und des gelenkten Denkens,  das hervorragend zur Illustration dessen geeignet ist, worauf die zehn Gebote der sersüddeutschen Pionere zielen. Mit den Bekenntnissen der Jungpioniere zum Stolz auf ihre Heimat und ihr Volk, zur Familie, zum fleißigen Lernen, Ordnung und Disziplin, zur Achtung gegenüber allem arbeitenden Menschen und zur Sauberkeit (selbst eingedenk ihrer unbestreitbaren ideologischen Kontamination) haben die ulkigen Selbstverpflichtungen der “Süddeutschen”  zu Selbstverständlichkeiten einerseits und zur willfährigen Mitarbeit an der konzertierten Gehirnwäsche   andererseits allerdings nicht das Geringste zu tun.

von Kullmann / 16.07.2020

Die SZ würde sich wohl am liebsten an Maos Kulturrevolution orientieren. Wenn Liberale und Andersdenkende erst mal journalistisch weggeräumt sind, dann können ja die härteren Maßnahmen kommen. Die Antifa steht bereit. 20 Millionen Tote wird es bei der SZ-Kulturrevolution aber bestimmt nicht geben.

Silas Loy / 16.07.2020

Warum machen das eigentlich immer noch so viele Leser mit? Warum lassen das die Verleger weiterhin zu? Nicht nur bei der Süddeutschen. Diese Jornobranche ist doch offensichtlich ein weit über sich selbst hinausweisendes zeitgenössisches Sittengemälde.

Thomas Taterka / 16.07.2020

@Ralph Buitoni : Herr Buitoni ! Durch Ihren Kommentar entsteht der Eindruck, als sei Jimmy Dore nicht links, sondern Anhänger Trumps und das die Motivation, Bari Weiss durch den Kakao zu ziehen. Entweder Sie wissen nicht , wer Dore ist oder Sie sind schlichtweg unredlich ! Wenn ersteres zutrifft, informieren Sie sich bitte. Und , persönlicher Hinweis, schauen Sie sich ruhig mal den Auftritt von Bari Weiss zu #me too bei Bill Maher an. Kostet nichts. P.S. : Sonst schätze ich Ihre Kommentare sehr.

Tobias Kramer / 16.07.2020

Massives Zeitungssterben von der schönsten Sorte. Und würden die ihre Auflagen nicht künstlich hochrechen, sie wären heute schon von den Zahlen her vom Markt verschwunden. Doch die Werbung schaltenden Firmen sind hinter die Tricks gekommen und zeigen denen jetzt mehr und mehr die kalte Schulter. Und für alle Journaktivisten wird das (Steuer-)Geld der Politik niemals reichen. An dem Tag, wenn hier bei der dunkelroten SPD-Leipziger-Volkszeitung die Lichter ausgehen, gibts Schampus bis zum Abwinken ;)

Wolf Hagen / 16.07.2020

Wären die meisten “jungen Leute”, also die Dammen und Herren zwischen 20 und 35 nicht vollkommen ungebildet, was Allgemeinbildung und Logik betrifft, hätten sie in jedem mittelmäßigem Geschichtsbuch nachlesen können, dass sich Ideologie nie zu weit von der Realität entfernen darf, um erfolgreich zu sein. Wenn aber schon die Ideologie mit der Realität verwechselt wird, ist der Ideologie nicht mehr zu helfen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie auf dem Müllhaufen der Geschichte landet. Diese Erfahrung mussten neben Hitler und Mussolini auch die Honeckers, die Ceaușescus und sogar Savanarola machen, um nur einige zu nennen. Es setzt sich immer die Realität durch, auch wenn es zugegebenerweise manchmal etwas dauert. Das wird die SZ, genau wie all ihre Haltungkollegen, noch unangenehm zu spüren bekommen. Schon jetzt ist das links-grüne “Wild” waidwund geschossen und entsprechend heftig bis aggressiv-hysterisch wehrt es sich. Sei es durch Gelöbnisse, wie die SZ, durch “Haltung”, durch hysterisches Geschrei und rachsüchtiges Denunzieren. Die Realität aufhalten kann das alles nicht, aber es bleibt zu hoffen, dass sich danach wieder die Freiheit im Geiste der Aufklärung und eine wirklich soziale Marktwirtschaft und Demokratie durchsetzt, in der Leistung und Ideenreichtum mehr gelten, als Haltung, Dogma und Ideologie. Mit etwas Glück werden sogar die heutigen Schreihälse der Grünen, Linken, der Migr-AntiFa, die Reschkes, Böhmermanns und Hajalis irgendwann für ihre Lügen und ihre Hetze zur Verantwortung gezogen. Und zwar von einer wirklich freien und rechtstaatlichen Justiz.

sybille eden / 16.07.2020

Dieses linkspopulistische, antisemitische Schmierblatt liest doch nur die eigene “Blase”, zusammen mit der TAZ und dem ND gehören die in den Lokus. Aber leider sind es die Meinungsführer und Hetzer für diese neue deutsche grün-sozialistische Republik, und der dumme Michel folgt ihnen nach dem Motto :” Merkel befiehl und wir folgen dir !” Gähn….....

Carlos Redder / 16.07.2020

Die WISSEN, dass ihnen die Jauche bis zum Halse steht… Das macht aggressiv. Nun beissen sie wild um sich. Stürmer lässt grüssen.

Karl Hans Bauer / 16.07.2020

@Wiebke Ruschewski Sie fragen, warum nicht mehr Leute kündigen. Ihre Frage ist berechtigt, aber die Antwort ist relativ einfach. Ich denke, es gibt keine Arbeitsplätze mehr für kritische, gute Journalisten in Deutschland. Nehmen Sie die “Welt”, dort werden Sie mit schöner Regelmäßigkeit von diesen links-.grünen Merkelhofberichterstattern gesperrt, es genügt, nur etwas zynisch zu sein, was bei diesem Sozialistengesabbere der “Welt” recht einfach ist. Dann kommt die FAZ, da geht vielleicht noch das Feuilleton und der Bereich Reise, Technik, Zur SZ ist hier schon genügend gesagt. Dann ist Schluß im merkeldeutschen Blätterwald. Ich habe vor vier Wochen den Fehler gemacht, mir wieder mal nach vielen Jahren die “Zeit” zu kaufen, in der Hoffnung, dass zumindest das “Zeit-Magazin” etwas taugen würde. 5,70 € für Bobo-Informationen, die unnützteste Geldausgabe in diesem Jahr, nie wieder. Gott sei Dank male ich gerade mein Haus aus, da kann man das Format verwenden, das Papier ist genau so dünn, wie das Niveau niedrig ist. Wenn diese Bundespresseartikelschreiber die 220 Mio € Judaslohn verbraten haben, brauchen die bestimmt ein neues Virus, um an Kohle zu kommen. Ich denke, die tüfteln gerade.

Anke Zimmermann / 16.07.2020

Im ersten Quartal 2020 wurde die SZ gerade mal 327.200 mal verkauft. So sieht es aus bei der, laut Selbstdarstellung, größten überregionalen Qualitätszeitung Deutschlands, die sich (sic) durch meinungsfreudigen und unabhängigen Journalismus auszeichnet. Auch lustig, die SZ legt wert auf kritische Redakteure und Leser. Dazu Chefredakteur Kister: “Unsere Kommentatoren beziehen deutlich Stellung, manchmal so deutlich, dass Andersmeinende sich provoziert fühlen und Verschwörungstheoretiker verschiedenster politischer Couleur nach unseren vermeintlichen Auftraggebern fahnden.“ Da muss man nicht lange fahnden. Tja Süddeutsche, Anspruch und Wirklichkeit liegen hier aber weit auseinander, so denkt man wohl auch in der Werbeindustrie, go woke go broke. Es tut mir arg leid um die hart erarbeiteten Steuermillionen mit denen unsere Regierung solche, jetzt hätt ich beinahe Nebochanten geschrieben, füttern möchte. Nichts als eine teure Beschäftigungsmassnahmen, so lange man uns nicht zwingt dieses Pressesurrogat lesen zu müssen. Wenn Montags um sechs, vor der Werkhalle, der antifaschistische Gewerkschafter unser religiöses Bekenntnis für Antiverschissmus, Antirassismus und Genderismus abnimmt und dabei auch noch das Framig der SZ abfragt. Brrr. Bari Weiss hat in ihrem Brief sinngemäß geschrieben, das sich die Menschen einen guten Journalismus wünschen und verdienen. Also lassen wir sie ihre banalen 10 Gebote beten, gehen wir weiter, das müffelt auch schon so.      

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