Hallo Justiz Hannover, verhaftet Gholam-Reza Mansouri!

Von Mina Ahadi

Wir haben erfahren, dass Gholam-Reza Mansouri in der Klinik von Dr. Majid Samii in Hannover stationär behandelt wird. Gholam-Reza Mansouri war bis April 2013 Richter für das Cross-Country-Gericht Nummer 9 im Iran und das Kulturministerium der Islamischen Republik Iran. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim ist er jetzt für das Gericht der Zone 3 in Teheran, Iran, zuständig. Gholam-Reza Mansouri hat in nur einem Gerichtsverfahren im Februar 2012 gleich 16 Journalisten auf einmal verurteilt. Er ist auch einer der Inquisitoren des Medien- und Kulturgerichts, so dass er auch für Internetfilterung, Zensur und Zeitungsverbot im Iran zuständig ist.

Gholam-Reza Mansouri ist ein Mittäter der Islamischen Republik Iran. Er muss verhaftet und vor Gericht gestellt werden. Dr. Majid Samii hat bewiesen, dass er gerne alles für Geld tut, und er hat sich sogar an die iranische Regierung verkauft. In einem vorangegangenen Fall im Januar 2018 behauptete Dr. Samii scheinheilig, dass er nicht wusste, wer Hashemi Shahroudi ist. Diesmal kann er nicht mehr lügen. 

Wir erklären, dass wir die Mitglieder der Islamischen Republik und ihre Mittäter nicht frei ins Ausland kommen lassen. Die Oppositionsbewegungen gegen die Islamische Republik außerhalb des Landes sind lebendig und stärker denn je, und wir sind die Stimme der Proteste der Iraner. 

Schließen Sie sich unserer Kampagne an und senden Sie uns alle Unterlagen, die Sie gegen Gholam-Reza Mansouri haben.  

Eine Protestversammlung vor der Klinik von Dr. Samii findet statt am 12.06.2018 um 17.00 Uhr.

Mina Ahadi ist Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime und Sprecherin des Internationalen Komitees gegen die Todesstrafe.

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Leserpost

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U. Unger / 08.06.2018

Frau Ahadi, wie Sie habe auch ich mich von meiner Ex- Religion getrennt. In meinem Fall, da ich als wissenschaftlich denkender Mensch es für moralisch geboten halte die Wissenschaft zu stützen. Mein Motto lautet; “Wer nichts weiß, muss alles glauben!” Zunächst einmal Dank für Ihre Information darüber, wer sich hier zu Lande von der Wissenschaft helfen lässt, obwohl er Sie ideologisch bekämpft. Gerne schließe ich mich Ihrem Wunsch an. Trotzdem weiß ich, die Umsetzung ist unrealistisch. Die Praxis im internationalen Umgang der Staatsvertreter kennt keine Unterschiede unter den legitimierten Vertretern. Es geht nur um die faktische Zugehörigkeit zur Macht. Frau Merkel betrachtet den erwähnten Patienten mitsamt ihrer Regierung als eine Ihnen gleichgestellte Person, fertig. Allein das Potential zu international kontroversen Diskussion des Falles reicht. Augen, Mund, Gehör sowie Moral, stellen sich in diesen Fällen bei Regierenden automatisch ab. Unausgesprochen vollzieht man den geheimen Schulterschluss, da alle Mächtigen den Machtverlust fürchten, ist man untereinander solidarisch. Hätte die amerikanische Regierung ein Interesse diesem Menschen den Prozess zu machen, so wäre eine Ausnahme vom Nichtangriffspakt möglich, aber langwierig. Die Mehrheit der internationalen Machthaber würde aber solange keine pro oder contra Meinung öffentlich formulieren, wie es ohne diplomatische Verwicklungen mit Amerika geht. Wir alle sehen dies derzeit an den EU Verlautbarungen zum Thema Iran. Nur wenige ereilt das Schicksal in Den Haag vorgeführt zu werden. Es ist eine reine Alibi Veranstaltung nach dem Motto wir tun etwas, stattdessen hält man sich zu 99,9% heraus. Wie ist es in den Radio Eriwan Witzen: Im Prinzip ja, aber…..Trotz Staatsräson, kein klares Handeln zu Gunsten israelischer Wünsche.

Marc Stark / 08.06.2018

Liebe Frau Ahadi, angesichts der Ohnmacht, Verzweiflung und Wut die man bei solchen “Gesetzen” verspürt kann man eigentlich nur resignieren. Oder aber Sie reihen am Samstag in die Frauendemo ein. Wird zwar ebenfalls nicht direkt etwas bewirken, aber im Schoße vieler Gleichgesinnter ist das Ohnmachtsgefühl nicht mehr ganz stark. Khosh amadid!

Andrée Bauer / 08.06.2018

Liebe Frau Mahadi, Sie haben das moralische Recht sicher auf Ihrer Seite - aber hier kuschelt man mit Mullahs, man hofiert sie und nennt solche Leute auch noch “ gemäßigt “ , die man unterstützen muss, damit sie uns ganz lieb haben. Dass halt da mal auch ein Massenmörder darunter ist - passiert schon mal, ist ein absoluter Einzelfall….Rückgrat und Anstand sind in der dten Regierung zur Zeit absolute Mangelware. Trotzdem wünsche ich Ihnen und der iranischen Opposition, besonders den vielen mutigen Frauen alles Gute und Erfolg in ihrem Widerstand gegen das Regime.

Uwe Richter / 08.06.2018

Warum lassen sich solch Oberhirten eigentlich “westlich” behandeln? Wollen die nicht auf dem schnellsten weg ins Paradies?

Karla Kuhn / 08.06.2018

Herr Eduard, auch wenn diese Situation traurig ist, über Ihren Leserbrief muß ich herzlich lachen. Frau Ahadi kann ich nur raten, sich einen SEHR kompetenten Anwalt zu nehmen, damit er-falls möglich- eine dementsprechende Klage einreicht und dazu soll sie versuchen, die Sache im Internet so öffentlich wie möglich zu machen.

Karl Eduard / 08.06.2018

Und nach welchem Gesetz bitte? Wenn Sie wüßten, wen ich alles gerne verhaften lassen würde. Die Polizei müßte nicht einmal weit reisen. Leider ist die Zeit vorüber, als Wünschen noch geholfen hat.

Nico Schmidt / 08.06.2018

Sehr geehrte Frau Ahadi, Sie über- oder unterschätzen die deutsche Justiz gewaltig. Der Mann wird behandelt, wir bezahlen und Frau Merkel macht ALLES richtig. Wenn Sie und ich aber einmal falsch parken, dann können Sie aber einmal die deutsche Justiz erleben! MfG Nico Schmidt

Daniel Gildenhorn / 08.06.2018

Erinnern Sie sich bitte kurz an das Schicksal von Augusto Pinochet und daran, wie es ihm in genau so einer Situation erging! Und nun vergleichen Sie es bitte mit dem, was hier (nicht) passieren wird!

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