Noch 12 Tage Kernkraft in Deutschland: Die Paten, Tanten und Onkel des Kernkraft-Ausstiegs. Unser Autor Manfred Haferburg nimmt auf seine Weise Abschied.
Die Mutter des Kernkraftausstiegs setzte für die Umsetzung ihres Planes zum Kernkraftausstieg eine ganze Horde von 17 Paten ein und nannte sie „Ethikkommission zum Atomausstieg“. Das war für Merkel sehr praktisch, kann sie doch noch heute alle katastrophalen Folgen dieses Unfug-Beschlusses auf die Mitglieder dieses Gremiums schieben: „Seht her, nicht ich hab’s entschieden, sondern die Deppen von der Ethikkommission“. Sie brauchte nur noch dafür zu sorgen, dass keine Fachleute in die Kommission gerieten und das von ihr vorgegebene Ergebnis wortreich verbrämt wurde.
Die Paten des Kernenergieausstiegs waren:
Klaus Töpfer, Volkswirt und ehem. Umweltminister
Prof. Matthias Kleiner, Umformtechnik, Professor an der Technischen Universität Dortmund
Prof. (em.) Dr. Ulrich Beck, Soziologe, Ludwig-Maximilians-Universität München
Klaus von Dohnanyi, Jurist, ehemals Bundesbildungsminister
Dr. Ulrich Fischer, Theologe, Landesbischof Badische Landeskirche
Alois Glück, Landwirt, Präsident Zentralkomitee der Deutschen Katholiken
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker, Biologe, Präsident der Leopoldina
Dr. Jürgen Hambrecht, Chemiker, Vorstandsvorsitzender BASF
Dr. Volker Hauff, Volkswirt, ehemals Bundesforschungs- und Verkehrsminister
Dr. Walter Hirche, Pädagoge, Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission
Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard F. J. Hüttl, Forstwirtschaftler, Betrug in 21 Fällen, Vorteilsnahme
Prof. Dr. Weyma Lübbe, Philosophin, Lehrstuhl für Praktische Philosophie an der Uni Regensburg
Dr. Reinhard Kardinal Marx, Theologe, Erzbischof von München
Prof. Dr. Lucia A. Reisch, Sozialwissenschaft, Professorin Copenhagen Business School
Prof. Dr. Ortwin Renn, Soziologe, Leiter der Abteilung für Technik/Umweltsoziologie Uni Stuttgart
Prof. Dr. Miranda Schreurs, Politikwissenschaftlerin, Umweltpolitik FU Berlin
Michael Vassiliadis, Chemielaborant, Vorsitzender der IG BCE
Finden Sie in diesem Team einen Kernphysiker oder Elektroingenieur oder Kraftwerkstechnologen? Ich nicht. Die brauchte es auch nicht, da die Mutti des Atomausstieges diesen zu einer Ethikfrage umgewidmet hatte. Physik spielte da keine Rolle. Wie geplant, so gelungen. Wie soll ein Gremium ohne Fachwissen über Kernkraftwerke, über Stromnetze sowie über Kosten von Wind- und Kernenergie Risikoabwägungen zur Energieversorgung einer Industrienation vornehmen? Die Merkelsche Ethikkommission verfügte nicht im Geringsten über irgendeine Fachkompetenz, um die Risiken des Weiterbetriebs der Kernenergie gegenüber denen des Ausstiegs abzuwägen.
Schülern die Gehirne mit Atomangst verkleistert
Fachkompetenz bezüglich der Kernenergie in Deutschland war früher reichlich vorhanden. Deutschland entwickelte, baute und betrieb die sichersten Kernkraftwerke der Welt. Aber die Väter und Mütter des Ausstiegs hörten lieber auf Mietwissenschaftler und Scharlatane, die zu den Tanten und Onkeln des Kernenergieausstiegs wurden. Hier seien nur die Märchentante der Energiepolitik, Professorin Claudia Kemfert, die Schiefrechnerin der Leukämiecluster Inge Schmitz-Feuerhake und der faktenverdrehende Fernseherklärbär Professor Harald Lesch genannt. Ich kann dazu nur sagen: Professor schützt vor Torheit nicht.
Die meisten Tanten und Onkel hatte der Kernenergieausstieg in den Medien. Hier fehlt mir die Kraft, Namen zu nennen, weil fast alle Journalisten sich als erbitterte Kernenergie-Gegner gerierten. Deshalb möchte ich lieber eine löbliche Ausnahme erwähnen: den Wirtschaftsredakteur Daniel Wetzel von der Welt-Redaktion. Er ist so vernünftig, dass Welt Online es sich leisten kann, nahezu alle seine Artikel hinter der Bezahlschranke zu verstecken.
Zu den Tanten und Onkeln des Kernenergieausstiegs muss man auch die Überzahl der linken Lehrer rechnen, die sich an den ihnen anvertrauten Kindern vergingen, indem sie ihnen die Gehirne mit Atomangst verkleisterten. Und auch die grünlinken ahnungslosen Künstler darf man nicht vergessen, die so unsägliche Kunstwerke wie das Buch und den Film „Die Wolke“ schufen.
Eine Zukunftstechnologie wird in den Orkus geschickt
Folgerichtig haben es die machtgeile Politiker-Antiatom-Mafia, die geifernde Meute der Antiatomjournalisten, die Antiatom-Lehrer und Antiatom-Künstler geschafft, nahezu die ganze Bevölkerung des Landes der Dichter und Denker in eine Horde von Atomkraftgegnern zu verwandeln. Man erinnere sich an die Castor-Transporte aus La Haque in Frankreich nach Gorleben in Deutschland. Der Zug mit den Castoren rollte durch unser Nachbarland Frankreich, beschützt von einem Polizisten, so eine Art Louis de Funés auf dem Motorrad. Ab der deutschen Grenze warteten 16.000 Polizisten, um denselben Zug nach Gorleben durch den fanatischen Widerstand der Atomkraftgegner zu prügeln.
Nicht unerwähnt bleiben sollen die vielen Vorfeldorganisationen der Politik, sich faktenverdrehend NGO – Nichtregierungsorganisation – nennen. Sie heißen Greenpeace, Robin Wood, NABU, BUND, Ärzte ohne Grenzen… und werden sowohl mit Geld der Regierung als auch mit reichlich Spenden aus dem In- und Ausland gepampert, dessen Herkunft und Zweck einen eigenen Artikel wert wäre. Spektakuläre PR-Aktionen gegen die Kernenergie sind ihr Markenzeichen, gern auch über die Grenzen des gesetzlich Erlaubten hinaus und stets unterstützt von den Medien. Ich habe selbst gesehen, wie ein Pressefotograf eine KKW-Wachmann anfeuerte, seine Waffe zu ziehen, während ein paar Jugendliche von Robin Wood den Zaun des Kraftwerks gewaltsam überstiegen und auf ihn zuliefen. Zum Glück war er weise genug, das nicht zu tun. Ein anderes Beispiel: Jugendliche waren im KKW-Brunsbüttel auf das Maschinenhausdach geklettert und hatten ein Anti-Atom-Transparent ausgerollt, das aber vom starken Wind weggeweht wurde. Der Einsatzleiter von Greenpeace sagte über Funk zu ihnen: „Das hat keinen Zweck mehr - Ihr könnt runterkommen“. Dann drehte er sich zu den versammelten Journalisten um und sagte: „Ich muss die Aktivisten zurückrufen. Der Strahlenpegel auf dem Dach ist so hoch, dass es nicht zu verantworten ist“. Die Pressemeute notierte diese glatte Lüge eifrigst.
So leid es mir tut, ich muss auch die Millionen ins Bockshorn gejagten deutschen Normalbürger als Tanten und Onkel des Kernenergieausstiegs bezeichnen. Ohne ihre gehirngewaschene Kernenergie-Angst hätten die Mütter und Väter, die wissenschaftlichen und medialen Tanten und Onkel keine Chance gehabt, eine Zukunftstechnologie in den Orkus zu schicken. Nun ist es passiert – geliefert wie bestellt. Die paar vernünftig Denkenden haben Pech gehabt – mitgefangen, mitgehangen.
Erst jetzt, wo es hart an den Geldbeutel geht, dreht sich der Wind. Die Wendehälse in der Politik krähen, die Medienmeute paddelt zurück, und die Deutschen sind plötzlich mehrheitlich für Kernkraft. Nur die grünrotgelblinke Regierung dieser Deutschen hat das noch nicht mitbekommen. Denen geht es ums Prinzip – koste es, was es wolle. Man könnte sich kaputtlachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Gestern wollte ich noch kommentieren, dass nicht die Politiker oder die Parteien am Niedergang des Landes schuld sind, sondern die Wähler. Heute steht es da: „…die Millionen … deutschen Normalbürger als Tanten und Onkel des Kernenergieausstiegs…“. Ganz langsam, jetzt wo es zu spät ist, beginnen manche aufzuwachen. Ich mag nicht daran denken, was hier passiert, wenn die vor kurzem begonnene Vertreibung bzw. Vernichtung der deutschen Industrie ihre Vollendung findet. Zur Zeit der Aufklärung waren die Deutschen ein Volk der Dichter und Denker, später ein Volk der Techniker und Ingenieure. Heute sind wir ein Volk der Soziologen, Theologen und Berufsethiker. Bald, erste Anzeichen sind bereits da, ist die Idiokratie in diesem Land Realität.
Besonders die Theologen in der Kommission werden gefragt sein! Denn für sie ist es doch schon fast ein geschichtliches Ritual, Waffen und Kriegseinsätze zu – oder politischen Schwachsinn abzusegnen! MfG
Vielleicht klappt es ja irgendwann wenigstens mit der Weisheit, dass manche erst aus Schaden klug werden. Vermutlich werden unsere Zersetzer solange unser Geld nach oben verschieben und in alle Welt verschleudern, um die Schäden solange zu maskieren, bis Dodoland völlig ausgehöhlt und jede Willens- und Schaffenskraft und jegliche Substanz zersetzt wurde. – Ich bin mir sicher, dass kein einziger aus der Liste ein schlechtes Gewissen haben wird, dass sie aber alle zum Erbrechen volle Bankkonten haben. – Alles das, was jetzt passiert, wurde wohl schon vor Jahrzehnten geplant. Und damit meine ich die schlechten Sachen, denn gute Sachen gibt’s nicht mehr! – Dodoland wird abgebrannt. --------> „WELT – Politik – Merkel in Davos – “Unsere gesamte Art des Lebens werden wir in den nächsten 30 Jahren verlassen„ – Veröffentlicht am 23.01.2020 | Lesedauer: 4 Minuten – Bei ihrer Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat Angela Merkel von “gigantischen Transformationen„ in den nächsten Jahrzehnten gesprochen. Ältere Bürger müssten die Ungeduld der Jugend verstehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos “Transformationen von gigantischem, historischem Ausmaß„ angekündigt. “Die gesamte Art des Wirtschaftens und des Lebens, wie wir es uns angewöhnt haben, werden wir in den nächsten 30 Jahren verlassen„, sagte Merkel mit Blick auf Klimaschutz und Digitalisierung. Die Welt sei in den letzten 50 Jahren, seit der Gründung des Davoser Forums, besser geworden. “Für mich war es damals nicht absehbar, dass ich einmal hier stehe„, sagte die in der DDR sozialisierte Politikerin mit Blick auf die Zeit des Kalten Krieges.“ – - – „Yascha Mounk – “Zum Zweiten, dass wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische, monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen. Es wird, glaub ich, auch klappen. Aber dabei kommt es natürlich auch zu vielen Verwerfungen.„ – (ARD) am 20. 02. 2018“
Es gibt am geplanten Bauplatz des Kernkraftwerks Wyhl doch diesen Gedenkstein „Nein haben wir gesagt!“. Stellt sich bloss die Frage, wer da „Nein!“ gesagt hat. Ich nehme stark an, dass die Aliierten Deutschland am liebsten gar keine Kerntechnik erlaubt hätten. Am Ende hat man die (West-)Deutschen ganz US-pragmatisch mal die Reaktoren bauen lassen, die Ergebnisse ihres technischen Könnens abgeschöpft und den Laden nach der Wiedervereinigung schnellstmöglich liquidiert.
Der Deutsche steht immer feste an der Seite seiner Regierung. Corona. Atom. Einwanderung.
Diese Kommission war wohl der Beginn, Deutschland in eine Sowjetrepublik umzuwandeln. Seitdem werden doch ständig irgendwelche Räte aus fachfremden „Experten“ gebildet, hinter denen man sich letztlich verstecken kann. Letztes schönes Beispiel der Koalitionsausschuss im wahrsten Sinne des Wortes. Herr Haferburg, Sie sprechen mir aus der Seele (Dipl. Ing). Leider sind wir halt die verschwindende Minderheit. Habe mir vor drei Wochen das Kraftwerk Lippendorf angesehen, bevor es Ricarda Lang in die Luft jagt.