Manfred Haferburg / 14.04.2023 / 12:00 / Foto: Achgut.com / 50 / Seite ausdrucken

Haferburgs großer Kernkraft-Countdown (14)

Noch 2 Tage Kernkraft in Deutschland: Kernenergie in Deutschland – der Leidensweg (Хождение по мукам). Das können Sie nicht lesen? Klärt sich gleich auf. Unser Autor Manfred Haferburg nimmt auf seine Weise Abschied.

Lieber Leser, „Хождение по мукам“ – wenn Sie das lesen können, dann sind Sie aus der DDR. Und wenn Sie das übersetzen können, haben Sie wahrscheinlich in Moskau studiert. Es spricht sich aus: „Choschdenije po mukam“ und es handelt sich dabei um den Titel einer Romantrilogie: „Der Leidensweg“ von Alexei Tolstoi. 

Warum fängt der Haferburg mit dieser alten Kiste an?, werden sich die geneigten Leser fragen. Nun, weil der Titel so wunderbar in die Geschichte der Kernenergie in Deutschland passt.

Kernenergie in der DDR

In der DDR gehörte die Kernenergie von Anfang an zur Staatsdoktrin. Kernenergie in der DDR war politisch. Kernenergie war in der DDR etwas Russisches, aus der Sowjetunion, von „den Freunden“ und deshalb per se gut und positiv. Und alles, was in der DDR offiziell als positiv eingeordnet war, durfte im Umkehrschluss nicht negativ gesehen werden. Wer gegen Kernenergie war, kam ins Kaschott. 

Ich erinnere mich noch gut an die fieberhafte Suche der Stasi nach einem jungen Burschen, der einen Anstecker getragen haben soll, auf dem stand: „Kernkraft, nein danke“. Wir alle wurden hochnotpeinlich befragt, ob wir das staatsfeindliche Element gesehen hätten. Sie haben ihn aber nicht gekriegt.

Die Partei, die diese Kernkraftideologie betrieb, sitzt heute unter dem Decknamen „Die Linke“ im Bundestag. 

Kernenergie-Euphorie in der Bundesrepublik

In der politischen Debatte seit den späten 1950er Jahren wurde in der Bundesrepublik die „friedliche“ Atomtechnik mit großen Zukunftshoffnungen verbunden. Die SPD beschwor 1959 in der Einleitung ihres Godesberger Programms die technikeuphorisch-prometheische Hoffnung, „daß der Mensch im atomaren Zeitalter sein Leben erleichtern, von Sorgen befreien und Wohlstand für alle schaffen kann, wenn er seine täglich wachsende Macht über die Naturkräfte nur für friedliche Zwecke einsetzt". So investierten die Staaten und die 1957 gegründete Europäische Atomgemeinschaft massiv in die Entwicklung eigener Reaktortechnik. Auch in der Bundesrepublik begann das 1955 neu gegründete Atomministerium, Forschungszentren aufzubauen.

Der Erforschung und friedlichen Nutzung der Kernenergie wurde in der Nachkriegszeit national wie auch international ein hoher Stellenwert als zukunftsorientiertem Wissenschaftsbereich eingeräumt, sah man in ihr doch eine Alternative zu den bisher verwendeten Energieträgern Kohle, Öl und Wasserkraft. Die Euphorie jener Jahre gipfelte darin, innerhalb der Menschheitsgeschichte die Nutzung der Atomenergie mit der Erfindung des Feuers auf die gleiche Stufe zu stellen. Diese Begeisterung für die Kernkraft teilte Franz Josef Strauß mit führenden Politikern der Opposition, die ihrerseits die neue Technologie auch als Mittel zur Überwindung sozialer und gesellschaftlicher Konflikte betrachteten.

Als zuständiger Ressortminister war Franz Josef Strauß seit 1955 für den Ausbau und die friedliche Nutzung der Kernenergie zuständig. Die in seinem Ministerium erarbeiteten Vorschläge zielten zwar in erster Linie auf die Bereiche Forschung und Wissenschaft, schlossen aber auch energiewirtschaftliche Überlegungen mit ein, zumal die Nutzung der Kernenergie als eine Alternative zu den bisher verwendeten Energieträgern Kohle und Wasserkraft angesehen wurde. Franz Josef Strauß blieb auch später als Bundesminister, Abgeordneter, Bayerischer Ministerpräsident und als Parteivorsitzender dem Bereich Kernenergie verbunden. Immer wieder betonte er neben der rein energiewirtschaftlichen Komponente auch die umweltpolitische Bedeutung der Kernenergie bei der Reduzierung des sogenannten „Treibhauseffekts“. 

1961 ging im Karlsruher Kernforschungszentrum der erste deutsche Eigenbau-Reaktor in Betrieb. Im selben Jahr speiste der Versuchsreaktor in Kahl den ersten Kernenergiestrom ins deutsche Netz. Im Jahr 1972 begannen die Kernkraftwerke Stade, Würgassen und Niedereichbach mit der Stromproduktion. 1974 ging der erste Block in Biblis mit 1.200 MW in Betrieb. Beim Bau dieser Kernkraftwerke kam es zu ersten lokalen Bürgerinitiativen gegen ihre Errichtung.

Atomstaat – der Gründungsmythos der Grünen

1975 gab es die ersten großen Bürgerinitiativen gegen den Bau des Kernkraftwerkes Whyl und zu ersten Demonstrationen, die von der Polizei unterdrückt wurden. Die Medien rückten das Thema in den Mittelpunkt. Knapp eine Woche später kamen etwa 28.000 Demonstranten nach Wyhl – aus dem ganzen Gebiet der Bundesrepublik sowie der Schweiz und Frankreich. Einigen davon gelang es, die Absperrung des Baugeländes zu durchbrechen und den Platz schließlich für neun Monate zu besetzen.

Das zeigte Wirkung: Schon im März 1975 wurde gerichtlich ein vorläufiger Baustopp verfügt. In den anschließenden mehrjährigen Gerichtsverfahren konnte juristisch jedoch nicht das endgültige Aus erwirkt werden. 

1976 kamen im schleswig-holsteinischen Brokdorf 30.000 Atomgegner zusammen. Im Gegensatz zu Wyhl blieb es hier aber nicht friedlich. Das Aufeinandertreffen von Aktivisten und Polizisten eskalierte – mit zahlreichen Verletzten auf beiden Seiten. In der Presse war die Rede von der „Schlacht um Brokdorf“.

Ihre Hochphase hatte die Anti-Atom-Bewegung in den 1970er Jahren. Nach den Protesten in Brokdorf richtete sich der Fokus auf das geplante Atomkraftwerk Grohnde in Niedersachsen. 

1977 demonstrierten 40.000 Menschen in Kalkar am Niederrhein gegen die Fertigstellung des sogenannten „Schnellen Brüters“. Obwohl der Bau bis 1986 fertiggestellt war, wurde die Anlage nie angefahren.

Die Kalkarisierung des Schnellen Brüters

Die Politik begann das Potenzial der Anti-AKW-Bewegung zu erkennen und verbündete sich mit ihr. Man hat in Deutschland in den beginnenden Neunzigerjahren des vorigen Jahrhunderts das Schnelle-Brüter-Projekt Kalkar mit einem ungeheuerlichen bürokratischen Aufwand „totgenehmigt“. Bis heute nennt man solche politischen Vorgänge – wenn mit dem Schein der Legalität Obstruktion betrieben wird – „Kalkarisierung“.

Für die Genehmigungsunterlagen von Kalkar wurden am Ende 10.000 Aktenordner nötig, nebeneinander aufgestellt wären das 800 laufende Meter Papier mit etwa 100 Millionen Stempeln und 3 Millionen Unterschriften. 

Die politische Wende erfolgte 1982, als die SPD die Wahl verlor und sich als Opposition populistisch auf den Schnellen Brüter einschoss, indem sie eine „Kohle-Vorrang-Politik“ ausrief. Auch das will die SPD heute nicht mehr wissen. Außerdem beschloss die SPD seinerzeit den Ausstieg aus der Wiederaufarbeitung des Kernbrennstoffes und einen Zubau-Stopp für Kernkraftwerke. Als sie in NRW die Landtagswahlen gewann – oha, heute undenkbar – sagte der zuständige SPD-Minister wörtlich, dass man „notfalls prozessieren werde, bis der sanfte Tod des Brüters einträte“.

Die Verweigerung der Betriebsgenehmigung des deutschen Schnellen Brüters wurde dann 1987 mittels Pressekonferenz von einem SPD-Minister bekanntgegeben. Es ist für Interessierte lohnenswert, den 115-Seiten-Bericht über dieses ideologisch motivierte Totalversagen zu lesen: „Der Schnelle Brüter SNR 300 im Auf und Ab seiner Geschichte“. 

Die roten Bedenkenträger und Abrüstungsbefürworter hatten mit dem Atomkriegsgespenst die Menschen in Angst und Schrecken versetzt und letztlich die Unterstützung der Bevölkerung gewonnen. Schon 1977 demonstrierten 40.000 Menschen gegen das Projekt SNR 300 Kalkar. Das Polizeiaufgebot galt seinerzeit als das größte der Geschichte der Bundesrepublik. 

Rummelplatz und Hotel anstelle des Kernkraftwerks

Mit der Investitionsruine von Kalkar wurden 6,5 Milliarden Euro in den Sand gesetzt. Das fertiggestellte Projekt wurde nie in Betrieb genommen. Und dann geschah etwas für Deutschland Typisches – das Umschmieden nicht von Schwertern zu Pflugscharen, sondern von Industrieobjekten zu Rummelbuden.

Der frische Reaktorkern wurde in Frankreichs La Hague zerlegt und der Kernbrennstoff in MOX-Brennelementen verarbeitet, die in den deutschen herkömmlichen Kernkraftwerken leise weinend zur Stromerzeugung verwendet wurden. Der Abriss von Kalkar – alles war ja mehr als grundsolide gebaut – hätte 75 Millionen Euro gekostet, was dem Staat nach der Verschwendung von 6,5 Milliarden Euro viel zu teuer war. So begann das langsame Verschleudern der neuen Maschinen und Teile. Das meiste wurde allerdings verschrottet. 

Die Gebäude selbst wurden per Zeitungsannonce angeboten. Irgendwann kaufte ein niederländischer Investor das Gelände und wandelte es in den Vergnügungspark „Wunderland Kalkar“ um. Der Kaufpreis des Geländes samt Gebäude soll unsicheren Angaben zufolge 2,5 Millionen Euro betragen haben – ein verschwindend geringer Anteil des verbauten Sachwerts. Es gibt im einstigen Kernkraftwerk Kalkar heute ein All-Inclusive-Hotel mit 1.000 Betten und Tagungsräumen. Der „Kernie’s Familienpark“ verfügt über mehr als 40 Rummel-Attraktionen für Jung und Alt. Vom Kernkraftwerk selbst ist ein gruseliges „Brüter-Museum“ geblieben. Derzeit werden immer noch ein paar Eisenteile des Kraftwerks ausgebaut und verschrottet. 

Antiatom – die große Klammer der Grünen

Die Anti-Atombewegung schwappte schon in den sechziger Jahren aus den USA nach Europa und auch Deutschland und traf dort auf die deutsche Gründlichkeit. „Am 28. Dezember 1971 trafen sich in Straßburg Vertreter von etwa 50 Antikernkraftinitiativen aus verschiedenen Ländern; eine antinukleare Internationale war im Entstehen. Noch immer kamen dabei wichtige Anstöße aus den USA. David Brower (1912–2000), eine charismatische Gestalt der amerikanischen Bewegung zum Schutz der Wildnis, gründete 1969 mit Friends of the Earth die erste internationale Umweltorganisation. Fern der bisherigen Wildnis-Romantik konzentrierte sich diese auf den Kampf gegen die Kerntechnik“.*

Am hemmungslosesten konnten maoistische K-Gruppen ihren Radikalismus gegen die Atomkraft austoben, denn Kernkraftwerke wurden in der Regel in abgelegenen bäuerlichen Gebieten errichtet, wo sie das Landleben störten. Das Kampfbündnis mit den Bauern besaß einen maoistischen Zug. Aber unter bundesdeutschen Verhältnissen bestand es doch vorwiegend in der Phantasie. Bauern blockierten zwar Zufahrtsstraßen mit Treckern, wurden jedoch durch förmliche Schlachten mit Polizeieinheiten, wie sie sich vor allem 1977 bei den Bauplätzen von Brokdorf und Grohnde abspielten, nur abgeschreckt.“*

„Das Horrorszenario eines verzweifelten Kampfes um das nackte Leben gegenüber einem erbarmungslosen ‚Atomstaat‘ – so der Titel eines Bestsellers von Robert Jungk (1977) – erwies sich als theatralische Phantasie“.*

Die freie Republik Wendland – wenn das die Reichsbürger wüssten

Zum historischen Höhepunkt der deutschen Antiatomkraftbewegung wurde der Widerstand gegen das Gorleben-Projekt, den Plan der damals größten Wiederaufarbeitungsanlage der Welt. Unter der Parole ‚Gorleben soll leben‘ setzten sich die Anhänger der Gewaltfreiheit durch. Wie bei Wyhl kam eine Gemeinsamkeit mit vielen Bauern der Region zustande, und mehr noch als dort wurde der Kampf gegen das Atomprojekt im abgelegenen Wendland zugleich ein Kampf für die Erhaltung einer noch relativ urwüchsigen Landschaft. Im Wendland wurde die Anti-AKW-Bewegung, der es zunächst lediglich um technische Sicherheit gegangen war, zu einer ‚Umweltbewegung‘ im vollen Sinne. Die ‚Freie Republik Wendland‘, wo man im Wald mit ‚alternativen‘ Lebensformen experimentierte, wurde zur grünen Legende“.*

In der Zeit der Wende – des Zusammenbruchs der bankrotten DDR – verband sich die Anti-Atomkraftbewegung mit der Friedensbewegung. Doch im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg nabelt sich die Grüne Bewegung gerade wieder von der Friedensbewegung ab. 

Der Leidensweg

Vom Anfang bis heute ist deutlich zu erkennen, dass sich die Dauerhaftigkeit und der Erfolg der deutschen Antiatomkraftbewegung nicht nur aus inneren Strukturen des Protests erklären, sondern auch aus Wechselwirkungen zwischen Bürgerprotest, Medien, Politik, Verwaltung, Justiz und Wissenschaft. Diese Dynamik verbindet die bundesdeutsche mit der amerikanischen Umweltbewegung. Zugleich erkennt man den Unterschied zu Ländern wie Frankreich und Japan, wo es zwar an Protest aus der Bevölkerung nicht fehlte, sich eine dynamische Wechselwirkung zwischen den genannten Akteuren und Instanzen aber weit weniger entwickelte. Der Protest gegen die Atomkraft wurde das entscheidende Bindeglied zwischen der 68er-Studentenrevolte und der Umweltbewegung; ohne sie wäre auch der Erfolg der Partei der Grünen nicht zu erklären. Dass in der Bundesrepublik die international stärkste Antiatomkraftbewegung und ebenfalls die stärkste grüne Partei entstanden, steht offenkundig in einem kausalen Zusammenhang“.*

Die mit * gekennzeichneten Passagen stammen aus: „Eine kurze Geschichte der deutschen Antiatomkraftbewegung“ von Joachim Radkau. 

Bis zum bitteren Ende

Eigentlich müsste in diesem Beitrag auch das absurde politische Hickhack der Merkel- und der Ampelregierung um die Kernkraft beschrieben werden. Dies ist aber in anderen Beiträgen dieses Countdowns schon gewürdigt worden. 

Der Frühling kommt, die Waschlappen- und Kurzduschaufrufe vom Herbst sind vergessen. Wer auf ein Minimum von Restvernunft bei den führenden Politikern gehofft hat, wird morgen Nacht bitter enttäuscht werden. Wer auf Einsicht bei den Anti-Atom-Taliban hoffte, wird sehen, dass sie keine Gefangenen machen. Mitten in einer veritablen Energiekrise drei moderne Großkraftwerke zu verschrotten, grenzt nicht an Irrsinn, sondern ist Irrsinn. Die Energiewende ist nicht durch die vorhergehende Regierung „verschlampt“ worden, wie von den Einfältigen immer behauptet wird. Es dauert einfach so lange, ein Energiesystem umzubauen. Bis heute schafft es die Ampel nicht, das Ausbautempo der Windenergie zu Zeiten der Merkelregierung auch nur annähernd zu erreichen. Genützt hat es ohnehin nichts.

Energiepolitik muss in Dekaden gedacht werden, weil es eine Dekade dauert, Kraftwerke zu planen, projektieren, zu finanzieren und zu bauen. Es dauert mehrere Dekaden, ein Stromnetz umzubauen. Deutsche Politiker denken Energiepolitik in dreieinhalb Monaten, wie der Kompromiss zur „Laufzeitverlängerung“ der letzten drei KKW beweist.

Die Energiepolitik in Deutschland ging schief, als sich die Politik mit der Anti-Atombewegung verbündete. Aber es ist ja nicht nur die Kernenergie. Die politischen Glaubenskrieger führen einen Kreuzzug gegen die wichtigsten Energiequellen Kern- und Fossilenergie und damit gegen den Wohlstand ihrer eigenen Bevölkerung. Abermilliarden wurden unwiederbringlich vernichtet. Geld, das heute an allen Ecken und Enden fehlt. Und es ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Es muss wohl erst noch viel schlimmer kommen, ehe es wieder besser werden kann.

Am 15. April 2023 um 24:00 Uhr ist der Leidensweg der deutschen Kernenergie an seinem Ende angelangt. Vorläufig.

Foto: Achgut.com

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Ludwig Luhmann / 14.04.2023

Ein gestriger Kommentar, den ich als Hobbyverschwörungspraktiker für sehr wichtig halte:———-“Dr. Mephisto von Rehmstack / 13.04.2023 - Lieber Herr Haferburg; mit Verlaub, ich kann es nicht mehr hören, daß “die nicht rechnen können”.  ich verstehe mittlerweile nicht mehr, wie man glauben kann, daß dieses alles aus Dummheit passiert. Eine Sache, ja könnte Dummheit sein, aber soviel? Bitte nennen Sie mir eine Aktivität dieser Regierung/EU, der man einen Nutzen für Deutschland zusprechen könnte, ich sehe keine. Von Nancy Faeser über Lauterbach, Harbeck, Baerbock, Buschmann, Lindner etc bis Nordstream 2, und Scholz bei Biden und grenzenlose Zuwanderung und Wahlrechtsreform und Gebäudedämmung und Wärmepumpe (mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld) und Stahl aus grünem Wasserstoff, das paßt doch alles zusammen, das ist doch in sich und in der Zielrichtung stimmig und logisch, auch wenn es im Einzelnen idiotisch ist. Ich war Verschwörungstheorien gegenüber immer sehr kritisch, aber daß das, was hier passiert, erklärbar sei allein durch eine schicksalshafte Ansammlung von unterkomplexen Politikern kann ich nicht glauben; einer allein, jeder für sich, mögen ja begrenzt sein in ihrem Horizont, aber als Kollektiv leisten sie durchaus Beachtenswertes. Und das soll Zufall sein? Wie würden Sie einen Masterplan auslegen, der einer Industrienation den Garaus machen sollte? Kämen Sie zu einem anderen Ergebnis? Ansonsten schätze ich Ihre Kommentare sehr. Hochachtungsvoll.”

U. Hering / 14.04.2023

“Und es ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen”, weil die gehirnprothesentragenden Tunnelinsassen mehr Tunnel bestellen, wenn sie Licht am Ende sehen.

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