Nach wochenlangem militärischem Druck des islamistischen Al-Scharaa-Regimes auf von Kurden kontrollierte Gebiete in Syrien wurde kürzlich ein Waffenstillstand vereinbart. Die Lage bleibt jedoch angespannt. Viele Kurden misstrauen dem Deal. Sie wissen, was sie bei einem Fall Rojavas, so lautet die Bezeichnung ihrer Selbstverwaltung, an die Islamisten zu verlieren haben. In der Verteidigung ihrer Autonomie wirkt die kurdische Bewegung geschlossen.
In Europa, wo ein großer Teil der kurdischen Diaspora lebt, kam es zu Massendemonstrationen. Zugleich ereigneten sich tätliche Angriffe auf Kurden, die meist auf türkische oder syrische Nationalislamisten zurückzuführen sind. In dieser Kollage schildern Deutschkurden, darunter Wissenschaftler und Aktivisten, ihre Analysen, Befürchtungen und Hoffnungen. Achgut gibt ihnen Raum. Ihre Stimmen zeigen: Es geht nicht um „ferne Konflikte“, sondern um die Verteidigung aufklärerischer Werte gegen den radikalen Islam.
„Faktische Übergabe an eine der radikalsten Formen des politischen Islam“
Araz Hosseini, 43, geboren in Ostkurdistan (Iran), Pädagoge und politisch engagiert:
„Was ich auf den großen Demonstrationen für Kurdistan in Köln und Bonn erlebt habe, war der emotionale Ausdruck einer kollektiven Erfahrung der kurdischen Gesellschaft. Forderungen nach Freiheit, Demokratie und Würde werden seit jeher in allen Teilen Kurdistans formuliert. Autoritäre Staaten wie Iran, Türkei, Syrien und Irak ignorieren oder unterdrücken sie jedoch bis heute. Die zentrale Sorge der kurdischen Diaspora richtet sich auf das bewusste Alleinlassen Rojavas und die faktische Übergabe dieses Teils Kurdistans an eine der radikalsten Formen des politischen Islam – unter Führung von Ahmad Al-Scharaa und mit grünem Licht des Westens.
Mit dem Eindringen dieser Kräfte begann eine Welle organisierter Gewalt und offen barbarischer Praktiken gegen Kurden. Für viele Kurden bestätigten diese Ereignisse erneut die bittere Realität, dass zivilisatorische Errungenschaften – diesmal in Rojavas – geopolitischen Machtarrangements geopfert werden. Entsprechend richteten sich die Forderungen der Demonstrationen auf den sofortigen Schutz Rojavas, die klare Benennung der Verantwortung westlicher Staaten und ein Ende der politischen Doppelmoral gegenüber Kurdistan. Auch Rojhilat, der Teil Kurdistans im Iran, darf nicht im Stich gelassen werden. Die iranischen Kurden spielen eine gewichtige Rolle in der aktuellen Bewegung für einen Regimewechsel gegen die Theokratie der Mullahs. Rojhilat vertritt dieselben Werte wie Rojava. Wir sind eine fortschrittliche Alternative zur Islamischen Republik Iran oder zum Regime Al-Scharaas. Genau deshalb stehen wir unter Beschuss.“
„Verbale Erklärungen wurden selten eingehalten – Vertreibungen folgten“
Peshraw Mohammed, 37, geboren in Slemani (Südkurdistan/Irak), Forscher mit Schwerpunkt auf Entmenschlichungen der Kurden im arabischen Diskurs und links-islamistischen Bündnissen:
„Viele Kurden fürchten derzeit eine Rückkehr des IS unter Al-Jolani. Diese Angst ist keineswegs nur psychologisch. Ein zentraler Punkt ist die Übergabe der Verantwortung für IS-Gefangenenlager an das syrische Regime. In Video-Interviews aus Lagern wie al-Hol berichten Internierte, dass sie ihre Kinder im Geist des IS erzogen haben – mit dem Ziel, später Rache an Kurden auszuüben, die sie für ihre Lage verantwortlich machen. Hinzu kommen zahlreiche ehemalige IS-Kämpfer, die freikamen, nachdem kurdische Kräfte Gebiete verloren haben und Gefängnisse geöffnet wurden.
Die Sorge richtet sich aber auch auf die ,syrische Armee‘ selbst. Nicht allein wegen ihrer Entwicklungslinie von al-Qaida über al-Nusra zu HTS unter Al-Jolani beziehungsweise Al-Scharaa, sondern auch weil sich in ihren Reihen ehemalige IS- und HTS-Kämpfer mit tief verankerter radikaler Ideologie befinden, die Kurden als Feindbild betrachten und ihnen die ‚Demütigung‘ einer ‚islamischen göttlichen Macht‘ zuschreiben. Verstärkt wird diese Angst durch türkische Unterstützung für islamistische Gruppen sowie durch mediale Propagandakampagnen, die anti-kurdische Narrative in Teilen der arabischen und muslimischen Welt radikalisiert haben.
Im islamischen Orbit wird die Herabwürdigung der Kurden auch durch Ideologien wie jene der Muslimbruderschaft reproduziert. Sie lehnt das europäisch geprägte Staatsmodell einer zentralistischen Nation mit ethnischer, sprachlicher und religiöser Pluralität ab, weil sie darin ein Hindernis für die islamische Umma sieht. Gleichzeitig stehen Kurden vier Nationalstaaten (Irak, Iran, Türkei, Syrien) gegenüber, die auf radikal-chauvinistischen Verständnissen beruhen, welche nicht nur das kurdische Selbstbild zurückweisen, sondern es zugleich als Bedrohung wahrnehmen und Kurden als „Parasiten“ etikettieren, die den gesunden nationalen Körper vergiften würden.
Im Rahmen der Vereinbarung mit der SDF machte Al-Jolani per Dekret Zusagen zur Anerkennung der kurdischen Sprache und Kultur sowie zu Fragen der Staatsbürgerschaft. Allerdings verfügen diese Zugeständnisse über keinerlei verfassungsrechtliche Legitimität und bleiben im Grunde auf verbale Bekundungen beschränkt. Solche Versprechen sind nicht neu: Baschar al-Assad äußerte in der Vergangenheit ähnliche Positionen; im Iran ist die Lage vergleichbar, und auch Saddam Hussein machte einst weitreichendere rhetorische Zusagen als jene Al-Jolanis. Die historische Erfahrung zeigt jedoch, dass solche verbalen Erklärungen selten eingehalten wurden und stattdessen häufig Kriege, Genozide, Vertreibungen und demographische Transformationen folgten.“
„Es sind auch ‚westliche‘ Errungenschaften bedroht“
Soma M. Assad, 36, geboren in Kirkuk (Kurdistan/Nordirak), aufgewachsen in Wien, Politikwissenschaftlerin und Autorin mit Schwerpunkt auf Menschenrechte und Antisemitismus:
„Ich denke, dass momentan noch nicht klar ist, ob die kurdische Autonomie in Nordostsyrien tatsächlich vor dem Ende steht. Es gibt ein Abkommen zwischen den Demokratischen Streikräften Syriens (SDF) und der nicht demokratisch gewählten Übergangsregierung in Damaskus, wonach unter anderem „Sicherheitskräfte“ in die kurdischen Städte Heseke und Qamishlo einziehen, die Sicherung aber überwiegend unter kurdischer Kontrolle bleibt. Hier müssen wir abwarten.
Das invasive Vorrücken islamistischer HTS-Milizen in kurdisch bewohnte Stadtteile in Aleppo und Rojava lässt jedoch eine Islamisierung befürchten. Es sind auch ‚westliche‘ Errungenschaften, die hier bedroht sind: demokratische Werte, Minderheitenrechte, Religionsfreiheit und vor allem Frauenrechte. Wir haben in Afrin gesehen, was von der Türkei unterstützte HTS-Milizen anrichten: Kurden, Eziden, IS-Überlebende wurden enteignet und vertrieben. Widersacher wurden geköpft. Frauen sind in Afrin im öffentlichen Raum kaum noch sichtbar. Selbsternannte ‚Sittenwächter‘ schikanieren sie. In Latakia, einer der syrischen Städte, in denen es Massaker an Alawiten gab, wurde zuletzt sogar verfügt, dass Frauen sich nicht schminken dürfen. Zentrale Inhalte der kurdischen Selbstverwaltung – Geschlechtergleichstellung und ein selbstbestimmtes Leben der Frau – werden rückgängig gemacht.
Wir mussten auch mitansehen, wie in Tabqa die Statue einer kurdischen SDF-Kämpferin nach der Eroberung durch die HTS zerstört wurde. Eine unverschleierte, kämpfende Frau ist ihr Feindbild. Zudem ging ein Video viral, in dem ein HTS-Islamist den Zopf einer ermordeten SDF-Kämpferin in die Kamera hielt. Dies werte ich als Akt weiterer Erniedrigung und sexualisierter Gewalt. Die HTS-Terroristen sind kaum vom Islamischen Staat zu unterscheiden.
,Jin, Jiyan, Azadî‘ (,Frau, Leben, Freiheit‘) lautet der demokratische Widerstand gegen die Islamisierung von Rojava. Mit diesem emanzipatorischen Anspruch haben vor allem kurdische Fraueneinheiten den Islamischen Staat zurückgedrängt. Nach dem Mord an Jina Amini 2022 in der iranischen Hauptstadt Teheran erfuhr der Ruf für weibliche Selbstbestimmung neuen Auftrieb. Er ist und bleibt eine eng mit der kurdischen Geschichte verbundene, demokratische Antwort auf islamistische Vernichtungsakte. Wer ,Jin, Jiyan, Azadî‘ und ,Free Gaza‘ in einem Atemzug ruft, hat die kurdischen Kämpfe nicht verstanden oder instrumentalisiert sie bewusst für andere politische Ziele. Die kurdische Parole ist in der Türkei verboten, ,Free Gaza‘ nicht. Du kannst nicht für eine islamistische Mörderbande demonstrieren und zugleich einen dezidierten Aufruf gegen Islamismus skandieren.“
„Israel ist für mich ein Vorbild für kurdische Autonomie“
Alan Wali, 31, geboren in Kobanê, Rojava/Syrien, ehrenamtlich tätig als Wasserretter sowie Aktivist für ein starkes kurdisch-israelisches Bündnis.
„Ich stamme aus Kobanê in Rojava, dem kurdischen Teil Syriens nahe der türkischen Grenze. 2014 mussten meine Familie und ich vor den Terroristen des IS aus Kobanê fliehen. Unsere Flucht führte zunächst in die Türkei und später nach Europa. 2015 erreichte ich schließlich meine zweite Heimat Deutschland. Wenn ich heute sehe, dass Kobanê von islamistischen Truppen der syrischen Interimsregierung eingekesselt wird, weckt das in mir denselben Schmerz wie damals. Dieses Gefühl kehrt zurück, als wäre die Wunde nie verheilt. Der Unterschied ist: Diesmal bin ich nicht vor Ort. Teile meiner Familie, meine Angehörigen und meine Weggefährten jedoch schon. Die Sorge um sie und die eigene Ohnmacht machen diesen Schmerz besonders schwer. Seit Jahren engagiere ich mich für die Freundschaft zwischen Kurden und Juden. Der jüdische Staat Israel ist für mich ein Vorbild für kurdische Autonomie. Unsere besondere Verbundenheit gründet auf einer gemeinsamen Geschichte von Verfolgung und dem entschlossenen Kampf um Identität, Würde und Existenz. Beide Völker wissen, was es heißt, für Freiheit und Selbstbestimmung einzustehen und genau daraus erwachsen gegenseitiger Respekt und Solidarität.“
„Auch unter Migranten gibt es Faschisten“
Ibrahim Hassan, 61, geboren in Darbandichan, Kurdistan/Irak, engagiert im Integrationsbereich:
„Ich bin in Irakisch-Kurdistan als Kind einer liberalen Familie aufgewachsen, die gegen Saddam Hussein protestierte. Auch ich habe mich früh politisch engagiert. Mit 16 landete ich in der Todeszelle des Saddam-Regimes und wurde schwer gefoltert. Wenn ich heute lese, dass das syrische Ministerium für religiöse Stiftungen die Armee beim Vormarsch auf Rojava mit der Anfal-Sure einheizt – jener Sure, mit der Saddam Hussein zwischen 1986 und 1989 die Vernichtung der Kurden im Nordirak befahl –, weckt das in mir grauenvolle Erinnerungen. Damit leitete Saddam seine ‚Endlösung der Kurdenfrage‘ ein. Über 182.000 Menschen wurden ermordet, viele lebendig begraben. Al-Anfal ist eine Kriegssure: töten oder versklaven. Kurden und Jesiden gelten als Beute. Sie soll Dschihadisten von persönlicher Verantwortung befreien. Nach dem Motto: ‚Sag nicht, dass du es getan hast, sag, es war Allahs Wille.‘
Für mich ist es ein Skandal, dass die EU und USA nicht alarmiert waren, als mit genau dieser Sure zur Schlacht aufgerufen wurde. Wir Kurden haben immer darauf hingewiesen. Auch Khomeini und Erdoğan mobilisierten religiös gegen Kurden: 1979/80 peitschte Khomeini mit religiösen Versen den Dschihad gegen Kurden im Dorf Qarnay an. 2018/2019 ließ Erdoğan die Sure Al-Fath ('Der Eröffnende') verlesen, als seine Milizen Afrin angriffen und besetzten. Zusammen mit anderen politischen Gefangenen wurde ich von kurdischen Peshmerga aus dem Saddam-Gefängnis befreit. 1984 kam ich zur Behandlung meiner Folterfolgen nach Deutschland. Hier engagierte ich mich jahrzehntelang bei den Grünen, bis ich 2021 wegen meiner islamkritischen Haltung austrat. Aus meiner Sicht herrscht dort eine naive Migrationsfreundlichkeit ohne Differenzierung. Auch unter Migranten gibt es Faschisten.
Deutschland tut sich schwer mit der Bekämpfung von Islamismus und türkischem Nationalismus. Kurdische Organisationen werden kriminalisiert, während Islamisten Freiheiten genießen und Kurden – ebenso wie Drusen, Juden oder Ex-Muslime – oft in Angst leben. Innenpolitisch hofiert Deutschland islamistische Moscheeverbände wie die Muslimbruderschaft oder die DITIB. Ein Verbot der Grauen Wölfe fehlt bis heute. Außenpolitisch fürchte ich, dass deutsche und europäische Gelder für Syrien nicht in den Wiederaufbau fließen, sondern in die ,syrische Armee‘, die für mich ein Sammelbecken für Dschihadisten ist. Damit macht man sich mitschuldig. Dass europäische und deutsche Repräsentanten Al-Jolani wie einen demokratischen Partner behandeln, ist beschämend. Gegen türkische, arabische oder deutsche Extremisten muss gleichermaßen konsequent vorgegangen werden.“
Moritz Pieczewski-Freimuth ist Erziehungswissenschaftler und Sozialarbeiter in Köln. Zur Zeit ist er als Pädagoge für Gewaltschutz im Migrationsbereich tätig. Außerdem engagiert er sich in gesellschaftlichen Debatten rund um die Themen Antisemitismus, politischer Islam, patriarchale Strukturen und Migration.
Auf orientalische Märchen sollte die westliche Gesellschaft nicht mehr hereinfallen. Die lieben Kurden nehmen in der organisierten Kriminalität Europas immer eine Spitzenstellung ein. Seit Jahrzehnten. Ein unabhängiger Kurdenstaat wäre ein Paradies für Kriminelle, regiert von den einschlägigen Sippen. Nein Danke. Ein Balkan reicht völlig.
Der globale Kompromiss, der auch für den Mittleren Osten gilt: keine neuen Grenzziehungen inklusive Neugründungen von Staaten, die Territorium existierender Staaten abzweigen. Das Kurdenproblem, wie übrigens das Palästinenserproblem auch, ist auf diesem Niveau – wie im Artikel beschrieben – nicht lösungsorientiert.
D. könnte dank dieser ReGIERung genau das gleiche Schicksal erleiden, wenn keine grundlegende Kursänderung erfolgt. Wir haben NUR einen Waffenstillstand mit Russland und den USA, also keinen Friedensvertrag. GB und Frankreich sind als Alliierte untergeordnete Lichter und Macron will aus D. alles noch rausholen, was raus zu holen ist und die Franzosen sind nicht so behämmert für ihren eigenen Vorteil nicht mit Putin zu reden, aber D. setzt auf Kriegshysterie a la von der Leyen und was macht das Merzel, will noch mehr Milliarden in der Ukraine versenken, obwohl die Kapitulation auch um Menschen nicht weiter als Kanonenfutter zu missbrauchen dort längst überfällig ist. Als Hauptgeldgeber für diesen Krieg fungiert D, ist trotz Warnung von Bundeswehrgenerälen Gerd Schulze Ronhoff und Harald Kujat zur Kriegspartei gegen Russland geworden, die anderen waschen ihre Hände in Unschuld und wir werden es büßen, denn die Niederlage ist unausweichlich. Ich würde nie die Linke wählen, beim BSW habe ich Bauchschmerzen und wähle halt AFD, aber ich gebe Wagenknecht Recht, wenn sie warnt, das unser Frieden in Gefahr ist, sollten wir weiter so dämlich sein und die Kriegsverlängerung der korrupten Selensky Regierung zu finanzieren. Wie war das mit dem Versprechen NIE WIEDER KRIEG?
Israelisch-Kurdische Verbindungen ?? Gegen die dortigen fundamentalen Interessen der mit dem Damaskus-IS verbundenen Türken Erdogans? Aktuell sieht man gerade, wer sich brachial durchsetzt, zumindest teilweise mit dem Vorgehen, das zu Zeiten des „Islamischen Staates“ noch in Bildern „öffi-medial“ mitgeteilt wurde, man sich entsprechend heutzutage „schenkt“, weil sie ja nun in Damaskus, vom „Wertewesten“ mit Steuermilliarden gesponsert „unsere Guten“ sind. Die Kurden haben offenbar als „Proxie“ der „USA and Friends“ ihre Schuldigkeit getan, wieder mal verar…….., erwartbar, wenn man die Konstellationen vor Ort kennt.
Die Kurden wurden vom Westen leider immer wieder betrogen, deshalb konnte sich die PKK gegen die demokratischen Kräfte durchsetzten, da die PKK von der UDSSR stark unterstützt wurde. Ursprünglich waren ja in dieser Region nach 1918 noch weiter 4 Staaten mit Kurdistan, einen Drusenstaat, ein Christenstaat mit Antiochia als Hauptstadt und ein Alewitenstaat neben Syrien und dem Irak geplant. Die Türkei hat dies jedoch zunichte gemacht, weil sie die meisten dieser Gebiete besetzt hat.
Was der Westen im Irak, Libyen und natürlich auch in Syrien in den letzten Jahren geleistet hat, kann ich am besten mit den Worten eines Irakers wiedergeben: „Saddam Hussein mag gewesen sein wie er will, aber man konnte dort in Frieden leben. Das kann man heute nicht mehr.“ Aber für uns im Westen ist ja nur wichtig, daß funktionierende Nationalstaaten, die eine Gefahr für Israel sein könnten, in chaotische Spielwiesen für islamistische Terroristen verwandelt wurden, die keine Gefahr für Israel darstellen.
Vielleicht sollten die tapferen Kurden, die hier zu Wort kommen, bedenken, dass das Al-Scharaa-Regime nicht vertrieben wird, indem sie in Köln oder Bonn demonstrieren.